Diplomarbeit, 2005
89 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen der Arbeit
2.1 Grundlagen zu Innovation und zum Innovationsmanagement
2.1.1 Begriff Innovation und Abgrenzung zum Technologiebegriff
2.1.2 Innovationsgrad
2.1.2.1 Überblick zum Innovationsgrad
2.1.2.2 Generische Begriffsfestlegung
2.1.3 Ursprung von Innovation
2.1.3.1 Technology-Push
2.1.3.2 Market-Pull
2.2 Kundenorientierung auf Unternehmensebene
2.2.1 Begriffsabgrenzung
2.2.2 Überblick zu traditionellen Perspektiven der Kundenorientierung auf Unternehmensebene
2.2.2.1 Verhaltens- und informationsbasierte Perspektive
2.2.2.2 Kultur- und kognitive Perspektive
2.2.3 Kontextfaktoren
3 Kundenorientierung bei hochgradigen Innovationen
3.1 Kundenorientierung auf Projektebene
3.1.1 Kundenorientierung auf Projektebene
3.1.2 Kontextfaktoren
3.2 Eignung der Kundenorientierung bei hochgradigen Innovationen
3.2.1 Pro
3.2.2 Kontra
3.2.2.1 Konzeptionelle Beiträge
3.2.2.2 Empirische Ergebnisse
3.3 Neue Formen und Alternativen der Kundenorientierung bei hochgradigen Innovationen
3.3.1 Proaktivität
3.3.1.1 Strategien
3.3.1.1.1 Marktproaktivität
3.3.1.1.2 Market-Driving
3.3.1.1.3 Unternehmerische Orientierung
3.3.1.2 Methoden
3.3.1.2.1 Lead-User-Prozess
3.3.1.2.2 Visionen
3.3.1.2.3 Empathic Design
3.3.2 Organisationales Lernen
3.3.2.1 Strategien
3.3.2.1.1 Generatives und Metalernen
3.3.2.1.2 Kombinierte Strategie, Lern- und Kundenorientierung
3.3.2.2 Methoden
3.3.2.2.1 Probe-and Learn-Prozess
3.3.2.2.2 Organisationales Sensemaking
4 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit traditionelle Konzepte der Kundenorientierung zur Entwicklung hochgradiger Innovationen beitragen können. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob eine strikte Orientierung an artikulierten Kundenbedürfnissen den Erfolg radikaler Innovationen eher behindert, da Kunden ihre latenten zukünftigen Bedürfnisse oft selbst nicht formulieren können.
3.3.1.2.1 Lead-User-Prozess
Eine Methode hochgradige Innovationen zu entwickeln, erfolgt mit Hilfe ausgewählter Kunden. Alle Prozesse, mit denen neue Produkte entwickelt werden, beginnen damit, Informationen zu sammeln und zu suchen. Der Unterschied zwischen Unternehmen besteht darin, welche Art von Informationen gesammelt werden und von wem die Unternehmen diese Informationen erhalten (VON HIPPEL, THOMKE, SONNACK 1999, S. 49). Eine Methode, proaktiv latente Kundenbedürfnisse aufzuspüren, ist eine enge Zusammenarbeit des Unternehmens mit Lead-Usern. Die Bedürfnisse des Lead-Users werden für den Markt als repräsentativ angesehen, zudem besitzt er eine hohe Kaufbereitschaft für zukünftige Produkte (GABLER 2000, S. 1950). Von Hippel definiert Lead-User eines neuen Produktes, eines Prozesses oder einer neuen Dienstleistung mittels zwei besonderer Charakteristika: Erstens decken Lead-User Bedürfnisse auf, und zwar Monate oder Jahre, bevor sie für den Markt allgemeingültig werden, zweitens können sie eingesetzt werden, um zum Lösungsprozess dieser Bedürfnisse beizutragen.
Der Lead-User eignet sich in der Marktforschung also sehr gut als Mittel zur Vorhersage von Kundenbedürfnissen. Er ist mit Bedingungen vertraut, die für andere Nutzer noch in der Zukunft liegen. Da Lead-User versuchen, ihre erlebten Bedürfnisse zu befriedigen, liefern sie durch ihre Zusammenarbeit mit Herstellern einen wertvollen Beitrag für Produktkonzepte und Designfragen (VON HIPPEL 1988, S. 107).
1 Einleitung: Diese Einleitung verdeutlicht die Notwendigkeit von Innovationen für das Überleben von Unternehmen und stellt die These auf, dass traditionelle Kundenorientierung bei hochgradigen Innovationen nicht ausreicht.
2 Grundlagen der Arbeit: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Innovation, Innovationsgrad und den Ursprung von Innovationen sowie verschiedene Perspektiven der Kundenorientierung.
3 Kundenorientierung bei hochgradigen Innovationen: Dieses Kapitel prüft die Eignung traditioneller Kundenorientierung und führt neue proaktive Konzepte sowie Lernstrategien ein, um den Anforderungen hochgradiger Innovationen zu begegnen.
4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit bestätigt, dass traditionelle Kundenorientierung allein für hochgradige Innovationen versagt, jedoch in erweiterter, proaktiver Form zusammen mit Lernstrategien ein mächtiges Instrument darstellt.
Kundenorientierung, Hochgradige Innovationen, Innovationsmanagement, Innovationsgrad, Marktproaktivität, Market-Driving, Lead-User-Prozess, Empathic Design, Organisationales Lernen, Radikale Innovationen, Latente Kundenbedürfnisse, Visionäre Führung, Probe-and-Learn-Prozess, Sensemaking, Unternehmensstrategie.
Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen Kundenorientierung und der Entwicklung hochgradiger Produktinnovationen.
Die Untersuchung geht der Frage nach, ob eine traditionelle Kundenorientierung die Entwicklung hochgradiger Innovationen eher hemmt, da Kunden ihre eigenen latenten Bedürfnisse oft nicht artikulieren können.
Die Themenfelder umfassen Innovationsmanagement, den Innovationsgrad, verschiedene Formen der Kundenorientierung, Proaktivität sowie organisationale Lernstrategien.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturprüfung und der systematischen Analyse konzeptioneller sowie empirischer Beiträge aus der Innovationsforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Kundenorientierung auf Projektebene, die kritische Prüfung der Eignung traditioneller Ansätze bei hochgradigen Innovationen sowie die Vorstellung alternativer proaktiver Strategien und Lernmethoden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kundenorientierung, hochgradige Innovationen, Marktproaktivität, Market-Driving und organisationales Lernen geprägt.
Während traditionelle Marktforschung reaktiv auf bestehende Bedürfnisse fokussiert, identifiziert der Lead-User-Prozess innovative Anwender, die bereits heute Trends und Bedürfnisse erleben, welche für den breiten Markt erst in der Zukunft relevant werden.
Laut der Arbeit konzentrieren sich traditionell kundenorientierte Unternehmen zu stark auf das, was der Kunde explizit äußern kann, und übersehen dabei die latenten Bedürfnisse, die für völlig neue, bahnbrechende Innovationen entscheidend sind.
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