Masterarbeit, 2005
79 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung und Fragestellung
2. Einigungstendenzen vor Schaffung der AU
2.1. Der ideelle Hintergrund afrikanischer Einigung
2.1.1. Der Panafrikanismus
2.1.2. Der afrikanische Nationalismus
2.2. Die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU)
2.2.1. Entstehung und Geschichte
2.2.2. Organe und Ziele
2.2.3. Erfolg und Scheitern
2.3. Regionale Einigung
2.3.1. Westafrika
2.3.2. Zentralafrika
2.3.3. Ostafrika
2.3.4. Südliches Afrika
2.3.5. Nordafrika
2.4. Lagos-Plan und Afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft
2.5. Veränderte Rahmenbedingungen seit Beginn der 1990er Jahre
2.6. Von der Afrikanischen Renaissance über die Neue Afrikanische Initiative zu NEPAD
2.7. Die Konferenz für Stabilität, Sicherheit, Entwicklung und Zusammenarbeit in Afrika
3. Die Afrikanische Union
3.1. Entstehungsgeschichte und Entwicklung
3.2. Grundsätze, Ziele und Politiken
3.3. Organe
3.3.1. Die Versammlung
3.3.2. Der ausführende Rat
3.3.3. Das Pan-Afrikanische Parlament
3.3.4. Der Afrikanische Gerichtshof
3.3.5. Die Kommission
3.3.6. Die ständige Vertretung
3.3.7. Die technischen Fachkommissionen
3.3.8. Der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat
3.3.9. Die finanziellen Institutionen
3.3.10. Der Sicherheitsrat
3.4. Einbindung anderer Initiativen
3.4.1. AEC und RECs
3.4.2. NEPAD
3.4.3. CSSDCA
3.5. Probleme auf dem Weg zur Einheit und Entwicklungsperspektiven
4. Vergleich zu europäischer Einigung
4.1. Initiativen vor Schaffung der AU
4.1.1. Die OAU
4.1.1.1. und die EG/EU
4.2.1.2. und der Europarat
4.1.2. Regionale Einigung in Afrika und Europa
4.1.3. Die AEC und die europäische wirtschaftliche Einigung
4.1.4. NEPAD und die OEEC/OECD
4.1.5. CSSDCA und KSZE/OSZE
4.2. Die AU und die EG/EU
4.2.1. Entstehungsgeschichte und Entwicklung
4.2.2. Grundsätze, Ziele und Politiken
4.2.3. Organe
4.2.3.1. Die Versammlung und der Europäische Rat
4.2.3.2. Der ausführende und der Allgemeine Rat
4.2.3.3. Das Panafrikanische und das Europäische Parlament
4.2.3.4. Der Afrikanische Gerichtshof
4.2.3.4.1. und der Europäische Gerichtshof
4.2.3.4.2. und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
4.2.3.4. Die AU- und die Europäische Kommission
4.2.3.6. Die ständige Vertretung und der Ausschuß der Ständigen Vertreter
4.2.3.7. Die technischen Fachkommissionen und der Rat der EU
4.2.3.8. Der afrikanische ECOSOCC und der europäische ECOSOC
4.2.3.9. Die finanziellen Institutionen in der AU und der EU
4.2.3.10. Der PSC und die ESVP
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Einigungsbestrebungen auf dem afrikanischen Kontinent unter besonderer Berücksichtigung der Afrikanischen Union (AU) und vergleicht diese mit den Integrationsprozessen der europäischen Einigung. Dabei wird analysiert, ob das europäische Modell als Vorbild für Afrika dienen kann und welche Erfolgsaussichten für die afrikanischen Bestrebungen bestehen.
2.1.1. Der Panafrikanismus
Der Panafrikanismus entstand als Bewegung zu Beginn der 20. Jahrhunderts, zunächst als Exilbewegung von Nachfahren von Sklaven, die der alltäglichen Diskriminierung der schwarzen Rasse durch die bewußte Besinnung auf ihre gemeinsamen kulturellen Wurzeln in Afrika begegnen wollten, um eine gegenseitige Solidarisierung zu erreichen und so gemeinsam für ihre Würde und Rechte als freie Menschen zu kämpfen. Dazu wurden in unregelmäßigen Abständen weltweit Kongresse abgehalten, so der erste 1900 in London. (Meyns: 2002, S. 52)
Nach dem 2. Weltkrieg richtete sich die Bewegung verstärkt politisch aus. Ihre Forderungen umfaßten nun auch die Freiheit und Unabhängigkeit von kolonialer Herrschaft in Afrika. Zum führenden Kopf der Bewegung wurde der Intellektuelle Kwame Nkrumah aus der damaligen britischen Kolonie Goldküste. (Meyns: 2002, S. 52)
Mit der Unabhängigkeitsbewegung hielt der Panafrikanismus auch in Afrika Einzug. Als Ghana als erster subsaharischer Staat 1957 unabhängig wurde, begann der neue Präsident Nkrumah sofort, Konferenzen in seinem „befreiten Territorium“ abzuhalten, um die Idee des Panafrikanismus zu verbreiten. Er befürwortete die sofortige politische Einheit. In seinem panafrikanischen Manifest „Africa must unite“ wandte er sich gegen Neokolonialismus und Balkanisierung des Afrikas. (Meyns: 2002, S. 53) Inspiriert war er vom Modell der USA mit begrenzter Souveränitätsabgabe bei gleichzeitig enormen Vorteilen. (Saxena: 2004, S. 167)
1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der afrikanischen Einigung ein und benennt die methodischen Herausforderungen eines Vergleichs mit der europäischen Integration.
2. Einigungstendenzen vor Schaffung der AU: Hier werden die ideellen Hintergründe und frühen Initiativen wie die OAU und diverse regionale Zusammenschlüsse auf dem afrikanischen Kontinent analysiert.
3. Die Afrikanische Union: Dieses Kapitel detailliert die Entstehungsgeschichte, den institutionellen Aufbau, die Ziele sowie die Einbindung weiterer Initiativen in die AU.
4. Vergleich zu europäischer Einigung: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Institutionen, Ziele und Funktionsweisen der AU beziehungsweise ihrer Vorläufer mit den europäischen Pendants.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Dynamik und die Erfolgsaussichten der afrikanischen Einigungsbemühungen vor dem Hintergrund der identifizierten Probleme und Herausforderungen.
Afrikanische Union, AU, Panafrikanismus, Organisation für Afrikanische Einheit, OAU, NEPAD, Integration, Wirtschaftsgemeinschaft, Vergleich, Europa, Europäische Union, Institutionen, Regionalorganisationen, Einigungsprozess, Entwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit den aktuellen Einigungsbestrebungen in Afrika, insbesondere mit der Gründung und Entwicklung der Afrikanischen Union (AU), und untersucht diese vor dem Hintergrund historischer Ansätze.
Die Arbeit analysiert den ideellen Hintergrund wie den Panafrikanismus, die Struktur der AU, den Einfluss regionaler Wirtschaftsgemeinschaften sowie das Verhältnis zu globalen Initiativen wie NEPAD.
Das Hauptziel ist ein Vergleich der afrikanischen Einigungsbestrebungen mit dem Modell der europäischen Einigung, um die Übertragbarkeit und die Erfolgsaussichten für den afrikanischen Kontinent zu bewerten.
Es erfolgt eine deskriptive und vergleichende Analyse der Prinzipien, Rahmenbedingungen und Institutionen, wobei die methodische Problematik des Vergleichs von Integrationsstadien unterschiedlicher Reife reflektiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der afrikanischen Initiativen, eine detaillierte Beschreibung der AU-Strukturen und einen systematischen Vergleich mit den Institutionen und Wirkungsweisen der Europäischen Union.
Zentrale Begriffe sind Panafrikanismus, afrikanische Integration, institutionelle Struktur, regionale Wirtschaftsgemeinschaften (RECs) und der Vergleich zur EU-Integration.
Gaddafi initiierte 1999 auf einem Sondergipfel in Sirte die Prozesse, die zur Umwandlung der OAU in die AU führten, wobei seine persönlichen Führungsambitionen das Projekt von Beginn an begleiteten.
Der Autor äußert sich skeptisch, da die afrikanische Einigung stark unter einem Mangel an finanziellen Ressourcen und oft fehlendem politischen Willen leidet und zudem ein "Fundament" wirtschaftlicher Integration fehlt, das in Europa eine tragende Rolle spielte.
Das PAP wird als wichtiger Baustein für die zivilgesellschaftliche Einbindung gesehen, befindet sich aber in einer frühen konstituierenden Phase, in der es derzeit noch primär beratende Funktionen ausübt.
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