Doktorarbeit / Dissertation, 2006
285 Seiten, Note: 1,0 Auszeichnung
Einführung
1.) Geschichtlicher Hintergrund des Mauerwerkbaus
2.) Grundlagen der Plastizitätstheorie
2.1.) Eindimensionaler Spannungszustand
2.2.) Mehrdimensionale Spannungszustände
2.2.1.) Fließfläche
2.2.2.) Fließpotential und Fließregel
2.2.3.) Ideal elastisch-plastische Werkstoffe
2.2.4.) Elastoplastische Werkstoffe mit Verfestigung
2.2.5.) Elastoplastische Spannungs-Verzerrungsbeziehungen, elastoplastischer Tangentenmodul
2.3.) Fehlerkriteriensflächen und Fließflächen
2.3.1.) Kriterium nach von Mises
2.3.2.) Kriterium nach Drucker-Prager
2.3.3.) Kriterium nach Mohr-Coulomb
3.) Materialmodelle für Mauerwerk
3.1.) Materialmodell nach Zelger (1967)
3.2.) Materialmodell nach Hendry und Sinha (1969)
3.3.) Materialmodell nach Stafford-Smith und Carter (1971)
3.4.) Materialmodell nach Mann und Müller (1973)
3.5.) Materialmodell nach Yokel and Fattal (1976)
3.6.) Materialmodell nach Hamid und Drysdale (1978)
3.7.) Materialmodell nach Hegemier et al (1978)
3.8.) Materialmodell nach Page (1978)
3.9.) Materialmodell nach Schneider, Schnell und Manns et al. (1978)
3.10.) Materialmodell nach Samarasinghe (1980)
3.11.) Materialmodell nach Bernadini, Modena und Vescovi (1982)
3.12.) Materialmodell nach Dhanasekar (1982)
3.13.) Materialmodell nach Rivero und Phan (1984)
3.14.) Materialmodell nach Ganz (1985)
3.15.) Materialmodell nach Essawy und Drysdale (1986)
3.16.) Materialmodell nach Qinglin und Wenzong (1986)
3.17.) Vergleiche von Dialer (1990)
3.18.) Materialmodell nach Vratsanou (1990)
3.19.) Materialmodell nach Seim (1994)
3.20.) Materialmodell nach Lourenço (1996)
3.21.) Materialmodell nach Mojsilovic und Marti (1999)
3.22.) Materialmodell nach Schermer (2003)
3.23.) Materialmodell nach Schlegel (2003)
4.) Materialmodell nach Ganz
4.1.) Versagen der Steine
4.2.) Versagen der Lagerfugen
5.) Modifiziertes Materialmodell für Mauerwerk
5.1) Modifikation 1 – Berücksichtigung der Zugfestigkeit in der Fließfläche 1f
5.2.) Modifikation 2 - Berücksichtigung der Zugfestigkeit in der Fließfläche 3f
5.3.) Modifikation 3 - Berücksichtigung der Zugfestigkeit in der Fließfläche 5f
5.4.) Modifikation 4 – Studie der Hypothesen „Drucker-Prager“ versus „Mohr-Coulomb“
5.5.) Modifikation 5 – Erweiterungen für eine Implementierung in das Finite Elemente Programm ANSYS
5.5.1.) Modifikation 5/a für das Modell ohne Zugfestigkeit
5.5.2.) Modifikation 5/b für das Modell mit Zugfestigkeit
5.6.) Fließfläche des neuen Modells
6.) Materialkennwerte des Mauerwerks
6.1.) Druckfestigkeit orthogonal zu den Lagerfugen: cx f
6.2.) Druckfestigkeit parallel zu den Lagerfugen: cy f
6.3.) Zugfestigkeit orthogonal zu den Lagerfugen: tx f
6.4.) Zugfestigkeit parallel zu den Lagerfugen: ty f
6.5.) Schubfestigkeit: u τ ; Kohäsion - Anfangs Scherfestigkeit: c; Dilatanzwinkel: ϕ
6.6.) Elastizitätsmodul orthogonal zu den Lagerfugen: EX
6.7.) Elastizitätsmodul parallel zu den Lagerfugen: Ey
7.) Implementierung des Materialmodells in das Finite Elemente Programm ANSYS
7.1.) Teilprogramm 1
7.2.) Teilprogramm 2
7.3.) Teilprogramm 3
7.4.) Rechenkennwerte
7.5.) Quellcode
8.) Verifizierung des Materialmodells durch Vergleich von numerischen und experimentellen Ergebnissen
8.1.) Daten der verwendeten Materialien
8.1.1.) Steine
8.1.2.) Mörtel
8.1.3.) Wand
8.2.) Versuchsanordnung
8.3.) Berechnungsparameter des Finite Elemente Modells
8.4.) Ergebnisse der numerischen Simulation
8.4.1.) Versuch am Testobjekt K1
8.4.2.) Versuch am Testobjekt K3
8.4.3.) Versuch am Testobjekt K4
8.4.4.) Versuch am Testobjekt K6
8.4.5.) Versuch am Testobjekt K7
8.4.6.) Versuch am Testobjekt K8
8.4.7.) Versuch am Testobjekt K10
8.4.8.) Versuch am Testobjekt K11
8.4.9.) Versuch am Testobjekt K12
8.5.) Zusammenfassung der Ergebnisse
9.) Seismisches Assessment von Mauerwerkshochbauten
9.1.) Diskussion zu Sicherheitsniveaus, Duktilität, plastische Verformbarkeit und Nichtlinearität
9.2.) Konstruktionsregeln und Schwachstellen von Mauerwerkshochbauten unter Erdbebenbelastungen
9.2.1.) Unbewehrtes Mauerwerk
9.2.2.) Holzgeschoßdecken und weiche Geschoßdecken
9.2.3.) Weiche Geschoße
9.2.4.) Kurze Stützen
10.) Seismisches Assessment vom LKH Innsbruck – Gebäude für interne Medizin
10.1.) Objekterklärung
10.2.) Versuchsanordnung
10.3.) Ergebnisse der in-Situ Messungen, Eigenfrequenzen, Eigenformen
10.4.) Numerisches Modell für eine Finite Elemente Berechnung
10.4.1.) Eingangswerte für die Berechnung - Decken
10.4.2.) Eingangswerte für die Berechnung - Wände
10.4.3.) Eingangswerte für die Berechnung - Baugrund
10.5.) Modale Analyse
10.6.) Erdbebenberechnung
10.7.) Rissidentifikation mit Hilfe des neuen Materialmodells
Das Hauptziel dieser Dissertation ist die Entwicklung eines verbesserten Makromodells für unbewehrtes Mauerwerk, um dessen Erdbebensicherheit realistischer bewerten zu können. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie vorhandene Tragreserven durch eine Modifikation der Fließflächen (unter expliziter Berücksichtigung der Zugfestigkeit) in numerischen Berechnungen (Finite Elemente Methode) besser abgebildet werden können, um so effizientere Verstärkungsmaßnahmen für maßgebliche Hochbauten zu ermöglichen.
4.) Materialmodell nach Ganz
In diesem Kapitel wird auf das Schubtragmodell von Ganz [35] eingegangen, wobei anfangs die Grundlagen von Ganz dargestellt und näher erläutert werden und im Anschluss darauf die eigenen Modifikationen vorgenommen werden.
Das Material Mauerwerk wird zunächst in die zwei bekannten Komponenten Stein und Mörtel, aufgelöst und einzeln betrachtet. Die Idee hierbei ist aus den mechanischen Eigenschaften beider Komponenten Fließflächen zu bilden, die im Nachhinein wieder vereint werden, um als Ergebnis eine kombinierte Fließfläche zu erhalten. Diese gibt dann graphisch im ebenen Spannungsraum die Bruchkriterien an. Es muss darauf geachtet werden, dass die Fließbedingungen und Fließflächen den Bedingungen der Plastizitätstheorie laut Kapitel 2 genügen.
1.) Geschichtlicher Hintergrund des Mauerwerkbaus: Bietet einen Überblick über die historische Entwicklung von Mauerwerkstechniken von der Frühgeschichte bis zur modernen Bauweise.
2.) Grundlagen der Plastizitätstheorie: Erläutert die mathematischen Grundlagen der Fließflächen und des Materialverhaltens, die für die Modellierung notwendig sind.
3.) Materialmodelle für Mauerwerk: Fasst chronologisch existierende Materialmodelle für Mauerwerk zusammen und bewertet deren Eignung.
4.) Materialmodell nach Ganz: Detaillierte Analyse des Schubtragmodells von Ganz, das als Basis für die weiteren Modifikationen dient.
5.) Modifiziertes Materialmodell für Mauerwerk: Zentrale Weiterentwicklung des Modells von Ganz durch Integration der Zugfestigkeit und Anpassung für die Finite Elemente Software ANSYS.
6.) Materialkennwerte des Mauerwerks: Präsentation notwendiger Materialparameter und empirischer Beziehungen für die Berechnung.
7.) Implementierung des Materialmodells in das Finite Elemente Programm ANSYS: Beschreibung der softwareseitigen Umsetzung des entwickelten Modells in drei Teilprogrammen.
8.) Verifizierung des Materialmodells durch Vergleich von numerischen und experimentellen Ergebnissen: Validierung des neuen Modells anhand von Laborversuchen an Mauerwerksscheiben.
9.) Seismisches Assessment von Mauerwerkshochbauten: Diskussion von Sicherheitsniveaus, Konstruktionsregeln und Schwachstellen im Hinblick auf Erdbebenbelastungen.
10.) Seismisches Assessment vom LKH Innsbruck – Gebäude für interne Medizin: Praktische Anwendung der entwickelten Methode zur Analyse der Erdbebensicherheit eines konkreten Krankenhausgebäudes.
Mauerwerk, Erdbebensicherheit, Plastizitätstheorie, Materialmodell, Finite Elemente Methode, ANSYS, Zugfestigkeit, Schubtragverhalten, Katastrophenmanagement, Seismisches Assessment, LKH Innsbruck, Druckfestigkeit, Mauerwerksbau, Baustatik, Bauschinger-Effekt.
Die Arbeit befasst sich mit der Evaluierung der Erdbebensicherheit von maßgeblichen unbewehrten Mauerwerkshochbauten, die für das Katastrophenmanagement von strategischer Bedeutung sind.
Die Schwerpunkte liegen auf der Plastizitätstheorie, der Entwicklung numerischer Materialmodelle für Mauerwerk, der Verifizierung durch Labordaten und der praktischen Anwendung auf reale Bauwerke.
Das primäre Ziel ist die Verbesserung der numerischen Abbildung von unbewehrtem Mauerwerk durch die Integration der Zugfestigkeit in ein bestehendes Modell nach Ganz, um Tragreserven bei Erdbebenbeanspruchung besser ausschöpfen zu können.
Es wird die Finite Elemente Methode (ANSYS) in Verbindung mit der klassischen Plastizitätstheorie verwendet, ergänzt durch in-Situ Schwingungsmessungen und numerische Modellaktualisierung.
Der Hauptteil umfasst die Herleitung der neuen Fließflächen, die Implementierung in ANSYS, die Verifizierung anhand von experimentellen Daten aus der ETH Zürich sowie die Erarbeitung von Konstruktionsregeln für erdbebensicheres Bauen.
Mauerwerk, Erdbebensicherheit, Plastizitätstheorie, Materialmodell, Finite Elemente Methode (FEM), ANSYS, Zugfestigkeit und seismisches Assessment.
Da unbewehrtes Mauerwerk zwar spröde ist, aber dennoch gewisse Zugreserven besitzt, ermöglicht deren Berücksichtigung eine wirklichkeitsnähere Modellierung und das Ausschöpfen von bisher ungenutzten Tragreserven ohne Sicherheitsverlust.
Sie demonstriert die praktische Anwendbarkeit der entwickelten Methode, indem das seismische Verhalten des Gebäudes analysiert, Risszonen identifiziert und die Effektivität des neuen Materialmodells bei einem realen, komplexen Bauwerk belegt wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

