Bachelorarbeit, 2005
33 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Berufsvorbereitung zwischen Schule und Ausbildung
3. Das neue Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit
3.1 Individualisierung der Förderarbeit
3.2 Modularisierungen der Qualifizierung
3.3 Kooperation und Netzwerkarbeit
3.4 Praktika und betriebliche Bildungsphasen
3.5 Bildungsbegleitung
4. Benachteiligtenförderung zwischen Pädagogik und Ökonomie
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch das neue Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit zur Berufsvorbereitung vor dem Hintergrund anhaltender Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die angestrebte Rationalisierung und Modularisierung der Bildungsmaßnahmen die pädagogischen Ziele der Förderung benachteiligter Jugendlicher tatsächlich unterstützen oder durch ökonomische Zwänge gefährden können.
3.4 Praktika und betriebliche Bildungsphasen
Hohe Erwartungen werden mit den Praktika verknüpft. Die Hoffnungen aller Beteiligten richten sich vor allem auf seine Funktionalität in Richtung einer Übernahme-Entscheidung des Betriebs. So geht auch RÜTZEL zunächst davon aus, dass „gut vorbereitete, begleitete und nachbereitete betriebliche Praktika das A und O der Berufsvorbereitung (sind)“ (2005, S. 29).
Dies entspricht dem Standpunkt der BA, die im neuen Fachkonzept „ (...) eine gezielte Vorbereitung, eine Qualifizierungsbegleitung, eine Nachbereitung und eine teilnehmerbezogene Auswertung (...)“ (BA 2004, S. 15) festschreibt. Die zunehmend Verwendung findenden Begriffe wie „betriebliche Bildungsphase“ oder „betriebliche Qualifizierung“ verweisen m. E. auf einen sich verändernden Blickwinkel in der Betrachtung von vorberuflichen Praxiserfahrungen. Während in der Vergangenheit der Schwerpunkt eher auf der Seite der beruflichen Erprobung, in der theoriefreien Praxis lag, wird der Fokus heute verstärkt auf den Lern-Ort Betrieb und auf die gestiegenen Ausbildungsanforderungen gelenkt, womit zunehmend der Forderung nach permanenter Weiterbildung auch und vor allem im Betrieb Rechnung getragen wird (vgl.: SOMMER 2003; SCHOBER 2001; INBAS 1998; aber auch DEHNBOSTEL 1998, SLOANE 1997 etc.).
1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Problematik am Übergang zwischen Schule und Ausbildung sowie die Entstehung der Berufsvorbereitung als Reaktion auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Rationalisierungsprozesse.
2. Berufsvorbereitung zwischen Schule und Ausbildung: Es wird der sogenannte „Maßnahmedschungel“ analysiert, der zu ineffektiven „Maßnahmekarrieren“ führt und die Notwendigkeit des neuen Fachkonzepts zur Transparenzsteigerung begründet.
3. Das neue Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit: Dieses Kernkapitel analysiert die strategischen Eckpunkte des neuen Konzepts wie Individualisierung, Modularisierung, Kooperation, Betriebspraktika und Bildungsbegleitung unter dem Aspekt der Effizienzsteigerung.
4. Benachteiligtenförderung zwischen Pädagogik und Ökonomie: Das Fazit stellt die Widersprüche zwischen dem pädagogischen Anspruch einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und dem ökonomischen Druck zur Kostenreduzierung heraus, wobei die Wirksamkeit der Maßnahmen hinterfragt wird.
Berufsvorbereitung, Bundesagentur für Arbeit, Fachkonzept, Ausbildungsmarkt, Benachteiligtenförderung, Individualisierung, Modularisierung, Bildungsbegleitung, Praktikum, Effizienz, Pädagogik, Ökonomie, Qualifizierungsbausteine, Arbeitslosigkeit, Berufsausbildung.
Die Arbeit analysiert das neue Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) im Kontext eines schwierigen Ausbildungsstellenmarktes.
Zentrale Themen sind die Neustrukturierung der Berufsvorbereitung, die Bedeutung der Modularisierung und Individualisierung sowie die Rolle von Kooperationen und betrieblichen Bildungsphasen.
Das Ziel ist eine kritische Reflexion darüber, ob das neue Fachkonzept der BA den pädagogischen Anforderungen der Zielgruppe gerecht wird oder primär ökonomischen Effizienzkriterien folgt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Fachkonzepte der BA sowie der Einbeziehung von Ergebnissen wissenschaftlicher Begleitforschung und Modellprojekten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der fünf Säulen des neuen Fachkonzepts: Individualisierung der Förderarbeit, Modularisierung, Kooperation, betriebliche Bildungsphasen und die Funktion der Bildungsbegleitung.
Berufsvorbereitung, Fachkonzept, Bundesagentur für Arbeit, Benachteiligtenförderung, Modularisierung, betriebliche Bildungsphasen und Bildungsbegleitung.
Praktika werden als zentrales Instrument für die Übernahme in Ausbildung gesehen, wobei jedoch der Mangel an systematischen Untersuchungen und die zunehmende Konkurrenz um Plätze kritisch angemerkt werden.
Sie fungiert als zentrales Fallmanagement, das pädagogische Prozesse bündelt, die individuelle Qualifizierungsplanung steuert und den Jugendlichen als kontinuierlicher Bezugspunkt zur Seite steht.
Der Autor warnt vor einer Dominanz des Kosten-Nutzen-Kalküls, das pädagogische Ziele in den Hintergrund drängen könnte, und kritisiert die ungeklärte Positionierung der Bildungsbegleiter innerhalb oder außerhalb der Bildungsträger.
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