Diplomarbeit, 2006
80 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Technologien
2.1 RFID – Technologie
2.1.1 Die frühen Anfänge
2.1.2 Grundlagen der RFID-Technologie
2.1.3 Unterscheidungsmerkmale von RFID-Systemen
2.1.4 Funktionsweise
2.1.4.1 Energieversorgung
2.1.4.2 Sendefrequenzen, Signalkopplung und Reichweite
2.1.5 Pulk-Lesefähigkeit
2.1.6 Transponder-Bauformen
2.2 Das EPC-Netzwerk
2.2.1 Der Electronic Product Code (EPC)
2.2.2 Voraussetzungen zur RFID-Nutzung im EPC-Netzwerk
2.2.2.1 Transponder
2.2.2.2 Lesegeräte
2.2.3 Middleware-Konzept „Savant“
2.2.4 Object Naming Service (ONS)
2.2.5 EPC Information Service
2.2.6 EPC Discovery Service
2.2.7 Physical Markup Language (PML)
2.2.8 Stand der Dinge und Aussichten
3 RFID in der Anwendung
3.1 RFID - Einsatz in der industriellen Fertigung
3.1.1 Zentrale Steuerung
3.1.2 Dezentrale Steuerung
3.1.3 Nutzenpotentiale durch RFID
3.1.3.1 Flexible Steuerung des Materialflusses
3.1.3.2 Überwachung des Bearbeitungsfortschrittes
3.1.3.3 Ausfallsicherheit
3.1.3.4 Datensicherheit
3.1.3.5 Geringer Einfluss von Umweltbedingungen
3.1.3.6 Sensorik
3.1.3.7 Transparenz des Warenbestandes
3.1.3.8 Produktverfolgung und Qualitätskontrolle
3.1.3.9 Arbeitsproduktivität
3.1.3.10 Instandhaltung
3.1.4 Erweiterte Anwendungsmöglichkeiten in der Fertigung
3.1.4.1 E-Kanban-System
3.1.4.2 Lean Production
3.1.5 Geeignete RFID – Systeme im Fertigungsbereich
3.2 Erweiterte Betrachtung – Einbeziehung der Supply Chain
3.2.1 Verknüpfungen innerhalb der Supply Chain
3.2.1.1 Just-in-Time (JIT) und Just-in-Sequence (JIS)
3.2.1.2 Bullwhip – Effekt
3.2.2 Nutzenpotentiale für den Hersteller
3.2.2.1 Lagermanagement
3.2.2.2 Echtheitsnachweis und Schwundkontrolle
3.2.2.3 Distribution
3.2.2.4 Rückverfolgbarkeit
3.2.3 Nutzenpotentiale für die Zulieferer
3.2.3.1 Liefertreue
3.2.3.2 Wettbewerbsfähigkeit
3.2.4 Nutzenpotentiale im After-Sales Bereich
3.2.4.1 Wartung und Reparatur
3.2.4.2 Recycling
4 Rahmenbedingungen
4.1 Ungelöste Probleme
4.1.1 Anwendungseinschränkungen
4.1.2 Fehlende Standardisierung
4.2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
4.2.1 Kostensenkung als Erfolgsvoraussetzung
4.2.2 Kosten/Nutzen–Verteilung in der Supply Chain
4.3 Sicherheitsaspekte und Datenschutz
5 RFID – Systemintegration
5.1 Vorgehensweise
5.1.1 Strategische Zielvereinbarungen
5.1.2 Bildung eines Projektteams
5.1.3 Definition und Prozessanalyse
5.1.4 Entwicklungsphase
5.1.5 Integrationsphase
5.1.5.1 Validierung durch Pilot- und Feldversuche
5.1.5.2 Einbindung in den Gesamtprozess
5.1.6 Integrationsabschluß
5.2 Technische Analyse und Objektidentifikation
5.3 Auswahlkriterien für geeignete RFID-Systeme
5.4 Wirtschaftliche Bewertungsmodelle
5.4.1 Nutzenbewertung
5.4.2 Bewertung der Kosten
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen der RFID-Technologie und des Electronic Product Code (EPC) zur Optimierung von Produktionsprozessen und der gesamten Supply Chain. Ziel ist es, den Nutzen sowie die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration in betriebliche Abläufe zu evaluieren.
3.1.2 Dezentrale Steuerung
Eine dezentrale Steuerung besitzt hingegen an jeder Bearbeitungsstation einen eigenen geschlossenen Regelkreis und erreicht somit eine weitgehende Unabhängigkeit vom zentralen Prozessrechner. Informationen über den Zustand des zu bearbeitenden Objektes sowie den notwendigen Materialfluss kann allerdings nur ermittelt werden, wenn an jeder Arbeitsstation der Bearbeitungszustand gemessen oder das Objekt oder dessen Objektträger die notwendigen Informationen mitführt. Konnte dies früher nur mittels Laufzettel realisiert werden, so steht heute mit der Schreib- und Lesefähigkeit der RFID-Systeme eine innovative Lösung bereit. Das Objekt oder der spezifische Objektträger führt einen kompletten Datensatz über seine Identität, seinen aktuellen Bearbeitungszustand, die Objekthistorie und die noch notwendigen Bearbeitungsschritte mit sich. Die dezentrale Steuerung setzt allerdings voraus, dass die gespeicherten Daten an den aktuellen Stand angepasst werden können, also der Datenspeicher des Objektes beziehungsweise des Objektträgers Lese- und Schreibfähigkeit besitzt.
Die Voraussetzung für Lese- und Schreibfähigkeit sowie prozesstaugliche Zuverlässigkeit und Schnelligkeit können mittels der RFID-Technologie erreicht werden. Die prozessrelevanten Informationen laufen mit dem Objekt- und Materialfluss durch den Fertigungsstrang. Durch die dezentrale Steuerung werden somit spezifische Fertigungszellen aufgebaut und ermöglichen eine auftragsgebundene Fertigung. Der an der einzelnen Fertigungsstellen entstehende Informationsfluss kann direkt verarbeitet und der Steuerung zugeführt werden. Somit wird das Informationssystem der Fertigung wesentlich entlastet. Ein Zentralrechner beziehungsweise ein Netzwerk dient nur noch zur Protokollierung und Überwachung des Gesamtsystems.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck durch Globalisierung und identifiziert RFID als Schlüsseltechnologie zur Optimierung von Informations- und Materialflüssen.
2 Technologien: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von RFID-Komponenten (Transponder, Lesegeräte) und beschreibt die Architektur des EPC-Netzwerks sowie die Rolle von EPCglobal.
3 RFID in der Anwendung: Hier werden der Einsatz in der Fertigung (zentrale vs. dezentrale Steuerung) sowie der erweiterte Nutzen durch die Einbeziehung der Supply Chain und After-Sales-Bereiche detailliert analysiert.
4 Rahmenbedingungen: Der Abschnitt behandelt technische Hürden wie Metallumgebungen, die Notwendigkeit der Standardisierung und die ökonomischen Aspekte von Investitionen in RFID.
5 RFID – Systemintegration: Dieses Kapitel beschreibt den strukturierten Prozess einer RFID-Einführung von der Zielvereinbarung über die Validierung bis zur technischen Umsetzung und ökonomischen Bewertung.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die technologische Entwicklung zusammen und betont die Bedeutung von Synergieeffekten durch eine hohe Integrationsreichweite für die zukünftige Etablierung des „Internet der Dinge“.
RFID, EPC, Supply Chain Management, Fertigungssteuerung, E-Kanban, Lean Production, Transponder, Backscatter-Verfahren, Prozessautomatisierung, Datenintegration, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Standardisierung, Internet der Dinge, Datensicherheit, ROI
Die Arbeit analysiert die RFID-Technologie und deren Anwendungsmöglichkeiten zur Rationalisierung und Optimierung von industriellen Fertigungsprozessen und unternehmensübergreifenden Supply Chains.
Im Fokus stehen die technischen Grundlagen von RFID und EPC, die Anwendung in der Fertigungssteuerung, die Einbindung in die Lieferkette (Supply Chain) sowie die Analyse der Wirtschaftlichkeit und Integrationsschritte.
Das Hauptziel ist es, Merkmale für die RFID-Integration zu validieren und Strategien aufzuzeigen, wie Unternehmen RFID-Technologien zur Effizienzsteigerung und Prozessverbesserung einsetzen können.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Standards, Marktstudien, technischer Spezifikationen und Anwendungsbeispielen aus der Industrie basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in technologische Grundlagen, Anwendungsgebiete in der Fertigung und Supply Chain, die Untersuchung von Rahmenbedingungen (wie Standardisierung und Kosten) sowie eine Anleitung zur methodischen Systemintegration.
Die zentralen Begriffe umfassen RFID-Technologie, Electronic Product Code (EPC), Supply Chain Management (SCM), Prozessoptimierung, Return-on-Invest (ROI) und Systemintegration.
Bei einer zentralen Steuerung werden alle Prozessinformationen von einem übergeordneten System verwaltet, während bei der dezentralen Steuerung das Objekt selbst via RFID die prozessrelevanten Daten mitführt und an den Stationen individuell verarbeitet wird.
Savant dient als Middleware zur Filterung großer Datenmengen aus den Lesegeräten, während der Object Naming Service (ONS) als Vermittlungsdienst fungiert, um basierend auf einem EPC die entsprechende Internetadresse mit den Produktdaten zu finden.
In einer metallischen Umgebung können Funkwellen reflektiert oder absorbiert werden, was die Übertragungsleistung und Lesequote von Standard-Transpondern im UHF- oder Mikrowellenbereich beeinträchtigen kann.
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