Examensarbeit, 2006
242 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Themenbegründung
1.2 Einordnung des Themas in den wissenschaftlichen Forschungsstand
1.3 Fragestellungen
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Bedingungen für die Entstehung von Lehrerangst
2.1.1 Formen der Lehrerangst
2.1.2 Ursachen und Gründe der Lehrerangst
2.1.3 Auswirkungen und Bewältigungsmöglichkeiten der Lehrerangst
2.1.4 Lehrerrollen und Rollenkonflikte
2.1.5 Anforderungsstrukturen
2.2 Ängste von Referendaren – Der Praxisschock
2.3 Kritik an der Lehrerausbildung
3 Empirische Untersuchung
3.1 Zielstellungen
3.2 Methodisches Vorgehen
3.3 Stichprobe
3.4 Datenerhebung und -verarbeitung
3.4.1 Auswertung der Interviews
3.4.2 Ergebnisse und Interpretation der Interviews
4 Diskussion der Methode
4.1 Aspekte der Auswahl der zu Befragenden
4.2 Aspekte der Datenerhebung und -verarbeitung
5 Zusammenfassung und Konsequenzen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ängste von Referendaren im schulischen Kontext mit dem Ziel, Phänomene, Ursachen und Bewältigungsstrategien aufzudecken. Ausgehend von theoretischen Ansätzen der Lehrerangst-Forschung wird durch qualitative Interviews mit Referendaren ein authentischer Einblick in die Praxis des Berufseinstiegs gewonnen, um Zusammenhänge zwischen den Anforderungen der Institution Schule, der universitären Ausbildung und dem persönlichen Erleben der Betroffenen zu erforschen.
1.1 Themenbegründung
Der Anlass das Thema „Ängste von Referendaren im schulischen Kontext“ in meiner Examensarbeit näher zu untersuchen ist zum einen in Gesprächen mit Kommilitonen zu suchen, die Ängste vor der bevorstehenden Referendarzeit geäußert hatten. Zum anderen waren, von befreundeten Referendaren und Lehrern immer wieder Ängste während der beruflichen Tätigkeit erwähnt wurden. Die meisten wiesen auf ganz unterschiedliche Ängste hin, die sie in der Schule und dann auch außerhalb in ihrem Alltag begleiteten. Ein Großteil der Kommilitonen und Referendare sah sich mit seinen Ängsten allein den Schulalltag bewältigen und fühlte sich oft von Lehrerkollegen oder Seminarleitern wenig unterstützt und verstanden.
Des Weiteren ist die öffentliche Beschäftigung mit dem Lehrerberuf vermehrt in die Medien gerückt, so dass man unweigerlich damit konfrontiert wird. In den Zeitungen las man vor einigen Jahren Meldungen wie „Horrorjob Lehrer“ oder „Krankmacher Schule“. Aber auch im einundzwanzigsten Jahrhundert kann man Schlagzeilen lesen, wie „Klassenkrampf. Warum Lehrer und Schüler versagen“, „Horrortrip Schule“ oder „Deutsche Lehrer sind reif für die Klinik“. Diese beiden Aspekte und die Tatsache, dass auch ich als Referendar vor einer Klasse stehen werde, haben mich dazu bewegt dieses Thema näher zu erforschen. Weiterhin findet man neben diesen Medienberichten auch immer wieder besorgniserregende Krankheitszahlen oder Statistiken über Lehrer, die vorzeitig in den Ruhestand gehen müssen, andererseits aber nur wenige empirische Untersuchungen über die Ursachen. Deshalb ist es für mich wichtig, speziell für das Thema „Ängste bei Referendaren“ konkrete Ursachen herauszufinden und zu untersuchen in welchem Zusammenhang diese mit dem System Schule und der universitären Ausbildung stehen könnten.
1 Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema Lehrerangst im aktuellen Forschungsstand und erläutert die Beweggründe für die Untersuchung sowie die formulierten Fragestellungen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Ursachen von Lehrerängsten, die Bedeutung von Rollenkonflikten, das Phänomen des "Praxisschocks" sowie bestehende Ansätze der Lehrerausbildung theoretisch hergeleitet und diskutiert.
3 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel stellt das methodische Vorgehen vor, beschreibt die Stichprobe aus Referendaren und präsentiert die Auswertung sowie Interpretation der geführten Experteninterviews.
4 Diskussion der Methode: Hier findet eine kritische Reflexion über die gewählte qualitative Methode, die Auswahl der Probanden und den Prozess der Datengewinnung statt.
5 Zusammenfassung und Konsequenzen: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus notwendige Konsequenzen für eine verbesserte Lehrerausbildung ab.
Referendariat, Lehrerangst, Praxisschock, Lehrerrolle, Rollenkonflikt, Qualifikation, Selektion, Lehrergesundheit, Bewältigungsstrategien, Burn-out, Lehrerausbildung, qualitative Untersuchung, Interview, Unterrichtsvorbereitung, Leistungsangst.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Ängsten bei Referendaren während des Berufseinstiegs in den Schuldienst.
Die Arbeit fokussiert auf die Entstehung von Ängsten, die Rolle der Schule und der Lehrerausbildung sowie darauf, wie Referendare mit diesen Herausforderungen umgehen.
Ziel ist es, die spezifischen Ursachen und Phänomene von Referendarsängsten zu identifizieren und einen Einblick in die angewandten Bewältigungsstrategien der betroffenen Personen zu geben.
Die Autorin verwendet eine qualitative Methode in Form von narrativen halbstandardisierten Interviews, die im Anschluss inhaltlich analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Lehrerängsten und Rollenkonflikten sowie eine empirische Untersuchung, die das Erleben von Referendaren detailliert auswertet.
Die Kernbegriffe sind Referendariat, Lehrerangst, Praxisschock, Rollenkonflikt und Bewältigungsstrategien.
Die Ausbildung wird als weitgehend praxisfern kritisiert, was dazu führt, dass Referendare den Übergang in den Schulalltag häufig als "Sprung ins kalte Wasser" erleben.
Die Bewältigungsversuche reichen von sportlichen Aktivitäten und dem Suchen von Rat bei Kollegen bis hin zu Verdrängungsmechanismen oder einer autoritären Unterrichtsgestaltung als Schutzmaßnahme.
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