Examensarbeit, 2006
102 Seiten, Note: 1.0
0 Vorwort
1 Einleitung
2 Methode
2.1 Erste Überlegungen zur Körperschwerpunktbetrachtung
2.2 Durchführung der Vorstudie
2.3 Datenverarbeitung
2.4 Modellerstellung
2.4.1 Das HANAVAN-Modell
2.4.2 Animation in SD 6.2
2.5 Der Körperschwerpunkt
2.5.1 Physikalischer Hintergrund des Körperschwerpunkts
2.5.2 Körperschwerpunktberechnung und Berechnung der Markerkurve
2.6 Die Hüftposition im Raum
3 Ergebnisse
3.1 Körperschwerpunkt und Markervergleich
3.1.1 Körperschwerpunktkurve während des Wurfes
3.1.2 Markerpositionen während der langsamen Wurfvariante
3.1.3 Markerkurve
3.1.4 Einführung eines Pointers
3.1.5 Position des linken und rechten Trochanters
3.2 Auswertung des Fragebogens
3.3 Auswertung der Hauptstudie
3.3.1 Bewegung in Richtung der y-Achse
3.3.2 Bewegung in Richtung der z-Achse
3.3.3 Bewegung in Richtung der x-Achse
3.3.4 Vergleich der Bewegung in Richtung der y-Achse mit der Bewegung in Richtung der z-Achse
3.3.5 Vergleich der Bewegung in Richtung der y-Achse mit der Bewegung in Richtung der x-Achse
3.3.6 Vergleich der Bewegung in Richtung der x-Achse mit der Bewegung in Richtung der z-Achse
3.3.7 Betrachtung der zurückgelegten Gesamtstrecke des Körperschwerpunktes
4 Zusammenfassung
5 Diskussion
6 Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht biomechanische Parameter der Wurftechnik Uchi-mata im Judo, insbesondere die Bewegung des Körperschwerpunkts von Uke als Indikator für eine erfolgreiche Wurfausführung. Ziel ist es, durch die kinematische Analyse von 13 Judokas zu ermitteln, ob eine Verlagerung des Schwerpunkts nach oben oder nach vorne den Wurferfolg maßgeblich beeinflusst und ob sich diese Parameter durch vereinfachte Messmethoden approximieren lassen.
Der Körperschwerpunkt
Im ersten Teil dieser Arbeit geht es nun darum, die Körperschwerpunktbahn von Uke zu betrachten. Wie verhält sich der Körperschwerpunkt während des Judowurfes Uchi-mata? Und wie verhält sich der Schwerpunkt im Vergleich zu Ukes Hüftposition? Später wird diese Schwerpunktsbewegung dann mit gewissen Parametern von Tori in Relation gesetzt. Doch zuerst schauen wir uns einmal die biomechanischen Besonderheiten des Körperschwerpunktes an und auf welche unterschiedlichen Weisen man diesen berechnen kann.
Der Körperschwerpunkt kann als der Punkt gedacht werden, an dem ein Körper ausbalanciert werden kann. Dies bedeutet anschaulich: Lege ich den Körper mit dem Schwerpunkt auf eine Messerspitze, so fällt dieser nicht herunter. Weiterhin teilt jeder Körperschnitt, der durch den Schwerpunkt geht, den Körper in zwei gleich schwere Teile (vgl. ÖZKAYA und NORDIN, 1999, S. 73).
Die Gewichtskraft greift an diesem Punkt jedoch nur scheinbar an (KASSAT, 1993, S. 48). Betrachten wir folgendes Beispiel, an dem die wirkenden Teilschwerkräfte gut erkennbar werden: Wir nehmen einen sehr langen Stab und balancieren ihn in seinem Schwerpunkt aus. Dann deformieren die Teilschwerkräfte an beiden Seiten den Stab bogenförmig, weil die Massenteile sich beeinflussen, da sie aneinanderhaften.
0 Vorwort: Einleitung in die persönliche Motivation und die Bedeutung des Judo-Prinzips, sowie Überblick über den Aufbau der Arbeit.
1 Einleitung: Historischer Abriss des Judo und wissenschaftliche Begründung für die biomechanische Analyse des Uchi-mata.
2 Methode: Detaillierte Darstellung des Kameraaufbaus, der Datenerfassung sowie der mathematischen Modellierung zur Schwerpunktsbestimmung.
3 Ergebnisse: Ausführliche Analyse der Bewegungsdaten, Korrelationstests zwischen Schwerpunktsverlagerung und Wurferfolg sowie Auswertung der Fragebögen.
4 Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse zur Approximationsmöglichkeit des Schwerpunkts durch Trochanter-Daten und zur Bedeutung der Hüftbewegung.
5 Diskussion: Kritische Würdigung der statistischen Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für das praktische Training.
6 Schluss: Fazit zur Relevanz der Studie für die Sportwissenschaft und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Uchi-mata, Judo, Biomechanik, Körperschwerpunkt, Trochanter, Kinematik, Wurfanalyse, HANAVAN-Modell, Bewegungsanalyse, Statistische Korrelation, Wettkampffähigkeit, Sportwissenschaft, Bewegungsmerkmale, Leistungsdiagnostik
Die Arbeit untersucht die Biomechanik des Judowurfes Uchi-mata, speziell die Bewegung des Körperschwerpunktes von Uke, um Leistungsmerkmale für eine erfolgreiche Wurfausführung zu identifizieren.
Die zentralen Felder umfassen die kinematische Analyse von Wurftechniken, biomechanische Modellierung, statistische Korrelationsanalysen und die subjektive Leistungseinschätzung durch Athleten und Trainer.
Die Forschungsfrage ist, ob die Schwerpunktsbewegung von Uke (nach oben oder vorne) als Indikator für den Wurferfolg dienen kann und ob eine einfache Approximation des Schwerpunkts via Trochanter-Messung möglich ist.
Es werden Videobildanalysen mit 50 Hz Kameras, 3D-Digitalisierung mittels APAS, das HANAVAN-Modell zur Schwerpunktberechnung und statistische Korrelationstests mit der Software StatFree und Excel eingesetzt.
Der Hauptteil analysiert den Verlauf des Körperschwerpunkts in Relation zu Hüftmarkern, vergleicht verschiedene Wurf-Typen bei 13 Athleten und setzt diese Daten in Beziehung zu deren individueller Wettkampffähigkeit.
Uchi-mata, Judo, Biomechanik, Körperschwerpunkt, Trochanter, Kinematik, Wurfanalyse und Sportwissenschaft.
Die Arbeit zeigt, dass das arithmetische Mittel aus dem linken und rechten Trochanter eine sehr hohe Korrelation (0.9305) zum tatsächlichen Körperschwerpunkt in y-Richtung aufweist und somit als Stellvertreter geeignet ist.
Die Einschätzung der Trainerin diente als objektivere Referenz zur Leistung der Athleten und bestätigte, dass ein Zusammenhang zwischen der Anhebung des rechten Trochanters und der technischen Qualität des Wurfes besteht.
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