Diplomarbeit, 2005
87 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Die Grundlagen der Informationsökonomik
2.1 Der Informationsbegriff in der Ökonomik
2.2 Informationsverteilung in Kaufsituationen
2.2.1 Unvollständige Information
2.2.2 Preis-, Qualität- und Nutzenunkenntnis
2.2.3 Informationsasymmetrie und Opportunismus
2.2.4 Die Gefahr des Marktversagens
2.2.5 Unsicherheit unter den Verbrauchern
2.3 Mechanismen zum Abbau von Informationsasymmetrien
2.3.1 Informationssuche der Nachfrager
2.3.2. Suchmodelle
2.3.3 Verfügbarkeit von Informationen
2.3.4. Subjektive Bewertung von Produkteigenschaften
2.3.5 Das Phänomen der „bounded rationality“
2.3.6 Informationsaktivitäten der Anbieter
2.3.7 Wie viele Informationen braucht der Verbraucher?
2.3.8 Reaktion der Verbraucher auf das Informationsangebot
2.3.9 Die Rolle von Vertrauen im Kaufprozess
3 Verbraucherpolitische Absicherung von Informationsansprüchen
3.1 Eingreifen des Staates versus Selbstregulierungen des Marktes
3.2 Ziele der Verbraucherpolitik
3.3 Instrumente der Verbraucherpolitik
3.4 Entwicklung eines Verbraucherleitbildes
3.5 Verbraucherinformation
3.6 Schutz der Verbraucher im Lebensmittelbereich
3.6.1 Umsetzung des Lebensmittelrechts
3.6.2 Kennzeichnung und Etikettierung von Nahrungsmitteln
4 Befragung zur Kennzeichnung von Fisch
4.1 Das Fischetikettierungsgesetz
4.2 Darstellung der Hypothesen
4.3 Untersuchungskonzept
4.3.1 Aufbau des Fragebogens
4.3.2 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Auswertung der Ergebnisse
4.4.1 Kaufverhalten und -kriterien
4.4.2 Anforderungen an das Fischetikett
4.4.3 Bekanntheit und Bewertung der Fischkennzeichnung
4.4 Diskussion der Ergebnisse
5 Zusammenfassung mit Ausblick
Die Diplomarbeit analysiert das Informationsangebot auf den Konsummärkten, insbesondere im Fischsektor, aus der Perspektive der Verbraucher. Ziel ist es, die Folgen von Informationsmängeln aufzudecken und Strategien für den Austausch zwischen Verbrauchern und Anbietern zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der Wirksamkeit und Akzeptanz des Fischetikettierungsgesetzes liegt.
1.1 Problemstellung der Arbeit
Moderne Systeme der Nahrungsmittelproduktion sind geprägt durch fortschreitende Arbeitsteilung, Spezialisierung und für Außenstehende oft nicht nachvollziehbare Produktionsprozesse (MEYER 2004a, S. 29).
Damit geht einher, dass Verbraucher, die diese Lebensmittel kaufen, nur einen geringen Kenntnisstand über Produkteigenschaften wie Produktionsart, Herkunft und Inhaltsstoffe besitzen und in Bezug auf diese Aspekte ein weitreichendes Informationsbedürfnis entwickeln (BUNDESREGIERUNG 2003, S. 14).
Besonders in Zeiten in denen Tierkrankheiten wie BSE und MKS, deren gesundheitliche Folgen für den Menschen nicht von vorneherein abzusehen sind, auftreten, steigt die Verunsicherung auf den Lebensmittelmärkten und es kommt zu einer verstärkten Nachfrage nach Informationen und Gefahrenaufklärung (MEYER 2004a, S. 29).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik asymmetrischer Informationen auf dem Lebensmittelmarkt ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Untersuchung.
2 Die Grundlagen der Informationsökonomik: Das Kapitel erläutert den Informationsbegriff sowie Mechanismen wie Signaling und Screening, die dazu dienen, Informationsasymmetrien zwischen Anbietern und Verbrauchern zu verringern.
3 Verbraucherpolitische Absicherung von Informationsansprüchen: Dieser Abschnitt analysiert die Rolle staatlicher Eingriffe, Gesetze und Kennzeichnungspflichten zur Stärkung der Marktposition des Verbrauchers und zur Vermeidung von Marktversagen.
4 Befragung zur Kennzeichnung von Fisch: Das Hauptkapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Erhebung zum Fischetikettierungsgesetz, um Einstellungen, Kaufverhalten und Anforderungen der Verbraucher zu evaluieren.
5 Zusammenfassung mit Ausblick: Hier werden die zentralen Ergebnisse der Analyse zusammengeführt und ein Ausblick auf die Bedeutung verbraucherorientierter Informationen für die Markttransparenz gegeben.
Informationsökonomik, Markttransparenz, Verbraucherinformation, Informationsasymmetrie, Fischetikettierungsgesetz, Marktversagen, Kaufentscheidung, Verbraucherpolitik, Lebensmittelsicherheit, Sucheigenschaften, Erfahrungseigenschaften, Vertrauenseigenschaften, Signaling, Screening, Konsumentenverhalten
Die Arbeit untersucht, wie Lebensmittelkennzeichnungen die Markttransparenz erhöhen und die Verbraucherinformation verbessern können, wobei ein spezifischer Fokus auf dem Fischetikettierungsgesetz liegt.
Die zentralen Felder sind die Informationsökonomik, staatliche Verbraucherpolitik, die Struktur von Lebensmittelmärkten sowie die empirische Analyse von Verbraucherpräferenzen beim Fischkauf.
Das Hauptziel ist die Analyse des Informationsangebots auf Konsummärkten aus Sicht der Verbraucher sowie die Bewertung, ob das Fischetikettierungsgesetz deren tatsächlichen Informationsbedürfnissen gerecht wird.
Die Arbeit nutzt neben der theoretischen Auseinandersetzung mit der Informationsökonomik eine empirische Methode in Form von standardisierten, mündlichen Interviews bei Verbrauchern in Supermärkten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Informationsasymmetrien, die Rolle staatlicher Regulierung in der Verbraucherpolitik und die detaillierte Auswertung einer empirischen Umfrage zur Fischkennzeichnung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Informationsökonomik, Markttransparenz, Informationsasymmetrie, Fischetikettierungsgesetz, Verbraucherschutz und Konsumentenverhalten.
Obwohl nur eine Minderheit das Etikett bewusst kennt, wird es nach Erklärung und Ansicht von der Mehrheit als hilfreiche Information eingestuft und positiv aufgenommen.
Die befragten Verbraucher äußerten häufig den Wunsch nach Angaben zum Fangdatum und zur Haltbarkeit, die derzeit nicht verpflichtender Bestandteil des Fischetikettierungsgesetzes sind.
Vertrauen ist entscheidend, da Verbraucher die Richtigkeit von Angaben zu Vertrauenseigenschaften (wie z.B. Fanggebiet oder Produktionsmethode) selbst kaum überprüfen können und somit auf die Glaubwürdigkeit der Etikettierung angewiesen sind.
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