Bachelorarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,2
EINLEITUNG
KAPITEL I
1 METHODIK
1.1 STUDIENTYP
1.2 VERFAHREN
1.3 GENERIERUNG DER LITERATUR
KAPITEL II
2 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
2.1 ARBEIT UND BERUF
2.2 PROFESSION
2.3 PROFESSIONALISIERUNG
2.4 PROFESSIONALITÄT
2.5 QUALITÄTSMANAGEMENT
2.5.1 Qualitätsmanagement in der Geschichte
2.5.2 Definitionen aus dem Bereich „Qualitätsmanagement“
KAPITEL III
3 DIE PHYSIOTHERAPIE IM DEUTSCHEN UND EUROPÄISCHEN BILDUNGS- UND GESUNDHEITSWESEN
3.1 VERÄNDERUNGEN IM DEUTSCHEN GESUNDHEITSWESEN
3.2 DEFINITION: „PHYSIOTHERAPIE“
3.3 GESCHICHTE DER PHYSIOTHERAPIE
3.4 ENTWICKLUNG DER PHYSIOTHERAPIE IN DEUTSCHLAND
3.5 STATUS QUO PHYSIOTHERAPIE IN DEUTSCHLAND
3.5.1 Berufsverbände
3.5.2 Berufsausbildung
3.5.3 Studium
4 QUALITÄTSMANAGEMENT IN DER PHYSIOTHERAPIE
4.1 QUALITÄTSMANAGEMENTSYSTEME
4.1.1 DIN EN ISO 9000er-FAMILIE
4.1.2 TOTAL QUALITY MANAGEMENT
4.1.3 EUROPEAN FOUNDATION OF QUALITY MANAGEMENT
4.2 DERZEITIGE ANGEBOTE VON QUALITÄTSMANAGEMENT PROGRAMMEN IM BEREICH DER PHYSIOTHERAPIE DURCH DIE BERUFSVERBÄNDE
4.2.1 IFK - Bundesverband selbständiger PhysiotherapeutInnen e. V.
4.2.2 VDB - Physiotherapieverband e.V.
4.2.3 VPT - Verband Physikalische Therapie e. V.
4.2.4 ZVK - Deutscher Verband für Physiotherapie e. V.
KAPITEL IV
5 DISKUSSION
5.1 DARSTELLUNG DER ERKENNTNISSE
5.2 BEWERTUNG DER ERKENNTNISSE
6 KONKLUSION
7 SCHLUSSFOLGERUNG
7.1.1 Für den Bereich Ausbildung
7.1.2 Für den Bereich Qualitätsmanagement
8 AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die aktuellen Bestrebungen im Bereich der physiotherapeutischen Ausbildung und der Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen in Deutschland ausreichen, um eine vollumfängliche Professionalisierung des Berufsstandes zu erreichen.
Exkurs: Semiprofession
Wendet man die vorstehend genannten Merkmale einer Profession auf alle Berufe an, so wird deutlich, dass nur wenige Berufe diese Kriterien erfüllen können. So wurde ein neues soziales Gebilde geschaffen, die sogenannten „Semiprofessionen“. Deren Situation hat bereits Etzioni im Jahre 1969 aufgegriffen [vgl.: Etzioni, 1969] und auch Dewe et al. beziehen sich darauf.
Dewe et al. zufolge können „soziale Gebilde“ wie Semiprofessionen vornehmlich in den Handlungsfeldern „Pflegen“, „Erziehen“, „Helfen“ ausgemacht werden. Im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Vorstellungen über die geschlechtsspezifischen Fähigkeiten wird das „Helfen“ als typisch weibliche Fähigkeit betrachtet [vgl.: Beck-Gernsheim, 1981] und damit der helfende Beruf zur 'Semiprofession' erklärt. Diese Berufe können „nur teilweise oder unvollkommen qua sozialer Mechanismen eine eigene Fachkompetenz gegenüber dem Laienpublikum, wie auch gegenüber der ganzen Gesellschaft, für sich beanspruchen und/oder durchsetzen“ [Dewe et al., 1986].
Etzioni hat Semiprofessionen so charakterisiert: „Their training is shorter, their status is less established, there is less of especialized body knowledge and they have less autonomy from supervision or societal control than the professions“ [Etzioni, 1969].
Semiprofessionen sind um die sogenannten Vollprofessionen herum angesiedelt, wie beispielsweise die Beziehung von Arzt zu Physiotherapeuten zeigt. Semiprofessionen verfügen über:
keine festen Zugangsregeln, um Berufzugehörigkeit festzulegen;
1 METHODIK: Dieses Kapitel erläutert die planmäßige Vorgehensweise als Literaturstudie, die sich auf aktuelle Quellen konzentriert, um den Professionalisierungsstand zu beschreiben.
2 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN: Hier werden soziologische Grundlagen wie Arbeit, Beruf, Profession und Qualitätsmanagement definiert, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu spannen.
3 DIE PHYSIOTHERAPIE IM DEUTSCHEN UND EUROPÄISCHEN BILDUNGS- UND GESUNDHEITSWESEN: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Werdegang, die aktuelle Situation der Ausbildung sowie die Integration der Physiotherapie in internationale Bildungsstrukturen.
4 QUALITÄTSMANAGEMENT IN DER PHYSIOTHERAPIE: Der Abschnitt stellt verschiedene Qualitätsmanagementsysteme vor und gibt einen Überblick über die durch die Berufsverbände angebotenen Programme.
5 DISKUSSION: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit analysiert und in den Kontext der Professionalisierungstheorie gesetzt, wobei die Widerstände seitens Ärzteschaft und Politik betrachtet werden.
6 KONKLUSION: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Literaturstudie zusammen und spiegelt den Weg von der historischen Berufsfindung bis hin zum aktuellen Status quo wider.
7 SCHLUSSFOLGERUNG: Der Autor leitet aus den Erkenntnissen konkrete Forderungen für die Bereiche Ausbildung und Qualitätsmanagement ab.
8 AUSBLICK: Das letzte Kapitel schließt mit einer motivierenden Zukunftsperspektive für die Physiotherapeuten auf dem Weg zur vollen Professionalisierung.
Physiotherapie, Professionalisierung, Profession, Semiprofession, Ausbildung, Akademisierung, Qualitätsmanagement, TQM, EFQM, Berufsverbände, Bologna-Prozess, Gesundheitswesen, Handlungsautonomie, Berufsethos, Gesundheit.
Die Arbeit untersucht den Professionalisierungsprozess der Physiotherapie in Deutschland unter Berücksichtigung aktueller Ausbildungs- und Qualitätsmanagementansätze.
Die zentralen Felder umfassen die Soziologie der Berufe, die historische Entwicklung der Physiotherapie, das aktuelle deutsche Bildungssystem im Vergleich zu Europa sowie die Relevanz und Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen.
Die zentrale Frage lautet: Sind die derzeitigen Bestrebungen im Bereich Ausbildung und Qualitätsmanagement geeignet, eine Professionalisierung der Physiotherapie in Deutschland zu erlangen?
Der Autor führt eine Literaturstudie durch, welche aktuelle Fachliteratur, Berichte der Berufsverbände und Internetquellen systematisch auswertet.
Im Hauptteil werden theoretische Begriffsdefinitionen, die historische Entwicklung, der Status quo der Ausbildung und des Verbandswesens sowie verschiedene Qualitätsmanagementsysteme detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Professionalisierung, Akademisierung, Physiotherapie, Qualitätsmanagement und Berufsverbände.
Berufsverbände sind essenziell für die Handlungsautonomie und Interessenvertretung; die Arbeit zeigt jedoch, dass die Zersplitterung in vier Verbände die Durchsetzung gemeinsamer Ziele erschwert.
Der Text begründet dies damit, dass Physiotherapeuten wichtige gesellschaftliche Werte wie Gesundheit vertreten, aber im Vergleich zu Vollprofessionen eine kürzere, technokratische Ausbildung und geringere Autonomie aufweisen.
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