Bachelorarbeit, 2006
74 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2. AKTUELLE SITUATION DER FINANZIERUNG MITTELSTÄNDISCHER UNTERNEHMEN
2.1. Begriff des Mittelstandes
2.2. Finanzierungssituation des Mittelstandes
2.3. Problematik der risikoadjustierten Bepreisung bei der Kreditfinanzierung durch die Kreditwirtschaft
2.4. Problematik des begrenzten Zugangs zum Kapitalmarkt für deutsche Mittelstandsunternehmen
2.5. Mezzanine-Kapital als Lösungsansatz zur Stärkung der Eigenkapitalbasis
3. KLASSISCHE MEZZANINE FINANZIERUNGS-INSTRUMENTE
3.1. Begriff Mezzanine-Kapital
3.2. Generelle Ausgestaltung und Bedeutung von Mezzanine-Darlehen bei der Unternehmensfinanzierung
3.3. Equity-Mezzanine
3.3.1. Genussrechte
3.3.2. Stille Beteiligungen
3.4. Debt-Mezzanine
3.4.1. Nachrangdarlehen
3.4.2. Partiarische, indexierte und Verkäufer-Darlehen
3.4.3. Schuldscheindarlehen
3.4.4. Hochzinsanleihen / High-Yield-Debt
3.5. Auswirkungen des Einsatzes klassischer Mezzanine-Darlehen
3.5.1. Auswirkungen bei dem kapitalnehmenden Unternehmen
3.5.2. Auswirkungen bei dem kapitalgebenden Kreditinstitut
4. INNOVATIVE FORMEN DER MITTELSTANDSFINANZIERUNG MITTELS PREFERRED POOLED SHARES
4.1. PREPS als Brücke zum Kapitalmarkt
4.1.1. Kooperation zwischen der HypoVereinsbank und der Capital Efficiency Group
4.1.2. Hintergrund und Motivation zum Angebot von PREPS durch die HypoVereinsbank
4.1.3. Der Wunsch des Mittelstandes nach einer bankenunabhängigen Finanzierungsquelle
4.2. Aufbau und Ablauf einer PREPS-Transaktion
4.2.1. Strukturierung einer PREPS-Transaktion und daran beteiligte Parteien
4.2.2. Identifikation PREPS-fähiger Unternehmen mit darauffolgendem Ratingprozess
4.2.3. Verwendung der Finanzierungsmittel
4.2.4. Platzierung eines PREPS-Portfolios am Kapitalmarkt
4.2.4.1. Investoren
4.2.4.2. Konditionen
4.3. Auswirkungen der Finanzierung einer beispielhaften PREPS-Transaktion
4.3.1. Auswirkungen für die HypoVereinsbank unter Ertrags- und Risikogesichtspunkten
4.3.2. Auswirkungen für die durch die Transaktion mit Kapital ausgestatteten Unternehmen
5. VERGLEICH DES PRODUKTES PREPS MIT ÄHNLICHEN PRODUKTEN DER WETTBEWERBER
5.1. Ein Vergleich mit dem Produkt equiNotes der Deutschen Bank
5.2. Ein Vergleich mit dem Produkt ge׀mit der DZ-Bank
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Finanzierungssituation deutscher mittelständischer Unternehmen, beleuchtet die Problematik der Kapitalbeschaffung und stellt mit Mezzanine-Kapital sowie innovativen Preferred Pooled Shares (PREPS) alternative Lösungsansätze vor, die einen indirekten Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen sollen.
3.1. Begriff Mezzanine-Kapital
In zahlreichen Publikationen der Wirtschaftspresse wird Mezzanine als die Lösung für das in Kapitel 2 beschriebene Dilemma bezeichnet. Um ein Verständnis für dieses Finanzierungsinstrument zu schaffen, wird zunächst eine Begriffsdefinition vorgenommen. Vorweg lässt sich sagen, dass bis dato keine einheitliche wissenschaftliche Definition existiert. Vielmehr wurde der Begriff Mezzanine im Zeitablauf durch die Praxis geprägt.
Der sprachliche Ursprung des Wortes Mezzanine kommt vom italienischen „mezzanino“, was in der Architektur einem Zwischengeschoss entspricht. Bildlich gesprochen steht Mezzanine-Kapital somit in der Unternehmensbilanz zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital.
Mezzanine-Kapital ist somit ein Sammelbegriff für alle Finanzierungsformen, die zwischen dem Eigen- und Fremdkapital liegen (hybride Finanzierungsinstrumente).
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung thematisiert den zunehmenden Finanzierungsdruck auf den Mittelstand sowie die Notwendigkeit, klassische und innovative Finanzierungswege kritisch zu beleuchten.
2. AKTUELLE SITUATION DER FINANZIERUNG MITTELSTÄNDISCHER UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel analysiert die Eigenkapitalproblematik des deutschen Mittelstands und die Herausforderungen der Kreditwirtschaft, insbesondere vor dem Hintergrund risikoadjustierter Bepreisungen.
3. KLASSISCHE MEZZANINE FINANZIERUNGS-INSTRUMENTE: Hier werden die verschiedenen Ausprägungen von Mezzanine-Kapital definiert, unterteilt in Equity- und Debt-Mezzanine, sowie deren Wirkungsweise für Kapitalgeber und -nehmer dargestellt.
4. INNOVATIVE FORMEN DER MITTELSTANDSFINANZIERUNG MITTELS PREFERRED POOLED SHARES: Dieser Abschnitt widmet sich den PREPS als innovativer Brücke zum Kapitalmarkt, erklärt den Strukturierungsprozess und analysiert die Auswirkungen dieser Transaktionsform.
5. VERGLEICH DES PRODUKTES PREPS MIT ÄHNLICHEN PRODUKTEN DER WETTBEWERBER: Der Vergleich ordnet das PREPS-Produkt in den Wettbewerbskontext ein und kontrastiert es mit den Ansätzen von Deutscher Bank (equiNotes) und DZ-Bank (ge׀mit).
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Notwendigkeit struktureller Anpassungen in der Kreditwirtschaft zusammen und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung innovativer Finanzierungslösungen.
Mittelstand, Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, PREPS, Preferred Pooled Shares, Fremdkapital, Kreditrisiko, Kapitalmarkt, Genussrechte, Nachrangdarlehen, Rating, Bankfinanzierung, Unternehmensfinanzierung, Finanzierungsstruktur, Basel II
Der Mittelstand leidet unter einem akuten Mangel an Eigenkapital, was durch konjunkturelle Phasen und restriktivere Kreditvergabepraktiken der Banken, beeinflusst durch Basel II, weiter verschärft wird.
Mezzanine-Kapital fungiert als hybrides Finanzierungsinstrument zwischen Eigen- und Fremdkapital, das Unternehmen helfen kann, ihre Eigenkapitalquote wirtschaftlich zu stärken, ohne Eigentümerrechte abzugeben.
Das primäre Ziel ist die Untersuchung innovativer Finanzierungslösungen wie PREPS als indirekter Zugang zum Kapitalmarkt für den nicht direkt emissionsfähigen Mittelstand.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Finanzierungsinstrumente kombiniert mit einer detaillierten Analyse von Transaktionsstrukturen, Ratingsystemen und einem Vergleich aktueller Marktprodukte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung klassischer Mezzanine-Instrumente, die Detaillierung der PREPS-Plattform der HypoVereinsbank sowie den Vergleich mit den Wettbewerbsprodukten equiNotes und ge׀mit.
Zentrale Begriffe sind Mezzanine-Kapital, Preferred Pooled Shares (PREPS), Eigenkapitalstärkung, Rating, Kapitalmarktzugang und Risikoadjustierung.
PREPS ermöglichen eine indirekte Kapitalmarktfinanzierung, bei der die Bank als Intermediär auftritt, wodurch das Kreditrisiko nicht in der Bilanz der Bank verbleibt und Unternehmen mehr Flexibilität bei der Mittelverwendung genießen.
Die SPV dient dazu, das Kapital für die teilnehmenden Unternehmen zu bündeln und diese Forderungen am Kapitalmarkt bei institutionellen Investoren als handelbare Wertpapiere zu platzieren.
Durch eine breite Diversifikation im Portfolio und ein kontinuierliches Monitoring, unterstützt durch Recovery Manager, wird das Ausfallrisiko für die Investoren reduziert und bei Schieflagen gegengesteuert.
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