Magisterarbeit, 2005
134 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit untersucht die Theorien von Allan und Barbara Pease, die eine strikte Geschlechterdifferenz auf biologische Faktoren zurückführen. Ziel ist es, diese Thesen aus sozialpsychologischer und biologischer Perspektive zu analysieren und kritisch zu bewerten.
Die Einleitung führt in das Thema der Geschlechterdifferenz ein und stellt den aktuellen Diskurs um den neuen Biologismus dar. Kapitel 2 präsentiert das Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ von Allan und Barbara Pease als Beispiel für populärwissenschaftliche Thesen zur Geschlechterdifferenz. Es werden die Kernaussagen der Peases zur biologischen Grundlage von Geschlechterunterschieden vorgestellt, wobei der Fokus auf Kommunikation, räumlichem Vorstellungsvermögen und Intelligenz liegt. Kapitel 3 analysiert die biologischen Theorien der Peases und setzt sie in Bezug zu anderen soziobiologischen Ansätzen. Es werden die Bereiche chromosomale Einflüsse, Tiervergleiche, evolutionsbiologische Theorien, hormonelle Einflüsse und gehirnspezifische Einflüsse untersucht. Kapitel 4 beleuchtet das Geschlechtskontinuum als Alternative zur Geschlechterdifferenz und diskutiert physiologische und biologische Aspekte der Geschlechtsdiversität.
Kapitel 5 widmet sich dem sozialpsychologischen Blick auf die Geschlechterdifferenz. Es werden die Einflüsse der Umwelt auf Geschlechterrollen und -verhalten betrachtet, die Wechselwirkung zwischen Umwelt und biologischen Merkmalen, sowie die Konstruktionen von Geschlechteridentität. Der kritische Umgang mit biologischem Determinismus und die reflexive Betrachtung der wissenschaftlichen Forschung werden ebenfalls beleuchtet. Kapitel 6 widmet sich dem sozialpsychologischen Blick auf das Geschlechtskontinuum, wobei das psychologische Kontinuum und das Androgyniekonzept im Vordergrund stehen.
Geschlechterdifferenz, Geschlechtskontinuum, Biologismus, Soziobiologie, Allan & Barbara Pease, Geschlechterrollen, Sozialpsychologie, Biologie, Androzentrismus, Geschlechtsdiversität, Evolutionsbiologie, Hormonelle Einflüsse, Gehirnforschung, Umweltfaktoren.
Sie behaupten, dass Geschlechterunterschiede (wie Einparken oder Zuhören) rein biologisch durch Hormone, Gene und Gehirnstrukturen festgelegt sind.
Die Arbeit kritisiert den biologischen Determinismus und betont, dass Umweltfaktoren und soziale Konstruktionen eine wesentliche Rolle spielen.
Ein Modell, das Geschlecht nicht als binär (Mann/Frau), sondern als fließendes Spektrum mit biologischen und psychologischen Zwischenstufen betrachtet.
Hormone haben zwar Einfluss, aber die Arbeit zeigt, dass die Wechselwirkung mit der Umwelt oft entscheidender für das Verhalten ist als die reine Biologie.
Eine Sichtweise, die den Mann als Zentrum und Norm definiert, was oft zu verzerrten Ergebnissen in der Geschlechterforschung führt.
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