Diplomarbeit, 2006
161 Seiten, Note: sehr gut (1)
1. Vorwort
2. Geschichte Oberösterreichs
2.1. Vom Ende der Römerzeit bis zum Privilegium minus
2.2. Vom Privilegium minus zum Aussterben der Babenberger
2.3. Vom „österreichischen Interregnum“ zum Ende des 15. Jahrhunderts
3. Definition(en) einer mittelalterlichen Stadt
4. Stadtentwicklung in Oberösterreich
4.1. Frühmittelalter
4.2. Hochmittelalter
4.3. Spätmittelalter
4.4. Wirtschaftliche Entwicklung
5. Eferding
5.1. Von den Anfängen bis zur Jahrtausendwende
5.2. Von der ersten urkundlichen Erwähnung bis zum Verkauf an die Schaunberger (1367)
5.3. Eferding unter den Schaunbergern (1367-1559)
6. Freistadt
6.1. Von den Anfängen bis zum Niederlagsrecht von 1277
6.2. Vom Ende des 13. Jahrhunderts bis zum Ausgang des Mittelalters
7. Schärding
7.1. Von den Anfängen bis zum Ende des Hochmittelalters
7.2. Vom Beginn der Wittelsbacher-Herrschaft 1248 bis zum Ende des Spätmittelalters
8. Wels
8.1. Von den Anfängen bis zum Ende des Frühmittelalters
8.2. Vom Anfang des Hochmittelalters bis zum Ende des Spätmittelalters
9. Zusammenfassung und Vergleich
9.1. Von den Anfängen bis zum Ende des Frühmittelalters
9.2. Vom Beginn des Hochmittelalters bis zum Aussterben der Babenberger (1246)
9.3. Spätmittelalter
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die siedlungsgeschichtliche Entwicklung der oberösterreichischen Städte Eferding, Freistadt, Schärding und Wels im Hoch- und Spätmittelalter. Ziel ist es, die spezifischen städtebaulichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Ausformungen dieser Städte sowie deren Rolle innerhalb des oberösterreichischen Raums darzustellen und die zugrunde liegenden stadtgeschichtlichen Prozesse, einschließlich der landesfürstlichen Einflussnahme und des Einflusses der Passauer Bischöfe, zu analysieren.
4.2) Hochmittelalter
Nicht nur in Oberösterreich, sondern auch in ganz Zentraleuropa kann man davon ausgehen, dass im Hochmittelalter – vor allem im 12. und 13. Jahrhundert – nach einer Zäsur die Stadtentwicklung eine ganz andere Qualität annahm als das im Frühmittelalter der Fall war. In der älteren Stadtgeschichtsforschung konzentrierte man sich vor allem auf die Kontinuität von Siedlungen der Römerzeit bis zur Stauferzeit. Dementsprechend sah man auch den Markt als mindere Form der Stadt an und ordnete ihm eine Zwischenstufe in der Entwicklung zu. Vor allem WILLIBALD KATZINGER versuchte nun im Gegensatz dazu mit seiner Forschung Markt und Stadt nebeneinander zu stellen und Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede dieser beiden bürgerlichen Siedlungsformen herauszuarbeiten. Die Forschung nimmt heute auf der einen Seite an, dass „bis zum Hochmittelalter nur wenige große Siedlungen konstant und bedeutend waren“, und sieht außerdem im 12. Jahrhundert eine intensive Siedlungs- und Stadtgründungsphase einsetzen. Bis zum 12. Jahrhundert waren es in Oberösterreich keine zehn Orte, die „nachweislich urbanen, bzw. foralen Charakter aufweisen können. Im Gegensatz dazu stellt sich dann das 13. Jahrhundert mit über 40 Erstnennungen vor, eine wahrhaft rapide Zunahme!“
HEINRICH KOLLER weist aber zurecht daraufhin, dass bei Neu- und Ausbauten von Siedlungen bzw. Städten erhebliche Probleme und Schwierigkeiten auftraten: Es galt natürlich zuerst einmal die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Rohstoffen zu gewährleisten. Außerdem nahm man im Hochmittelalter bei Erweiterungen nur wenig Rücksicht auf naturgeographische Gegebenheiten, was oftmals wegen der ungünstigen Lage umfangreiche Befestigungen und aufwändige Wasserversorgungsmaßnahmen notwendig machte.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, die mittelalterliche Geschichte seiner Heimatstadt Eferding zu erforschen, und begründet die Auswahl der Vergleichsstädte Freistadt, Schärding und Wels.
2. Geschichte Oberösterreichs: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des Raums vom Ende der Römerzeit bis zum Ende des 15. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Adelsherrschaften.
3. Definition(en) einer mittelalterlichen Stadt: Es wird die Problematik der stadtgeschichtlichen Begriffsfindung diskutiert und ein flexibler Stadtbegriff in den Kontext der Forschung gestellt.
4. Stadtentwicklung in Oberösterreich: Die Entwicklung des Städtewesens in der Region wird in den Phasen Frühmittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter sowie unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren beleuchtet.
5. Eferding: Das Kapitel behandelt die Entwicklung Eferdings von den Anfängen über die passauische Verwaltung bis zur Zeit unter der Herrschaft der Schaunberger.
6. Freistadt: Die Geschichte Freistadts wird von der Besiedelung über die Stadterhebung durch die Habsburger bis zum Ende des Mittelalters beschrieben.
7. Schärding: Der Fokus liegt auf der Entwicklung Schärdings von den Anfängen bis zur Wittelsbacher-Herrschaft und dem anschließenden Ausbau als befestigte Stadt.
8. Wels: Die Darstellung umfasst die Entwicklung von der römischen Siedlung Ovilavis über das Frühmittelalter bis hin zum Aufstieg als bedeutende Handelsstadt im Spätmittelalter.
9. Zusammenfassung und Vergleich: Hier werden die Ergebnisse der Einzelkapitel zusammengeführt und die Parallelen sowie Unterschiede in der städtischen Entwicklung der vier Städte vergleichend analysiert.
Oberösterreich, Mittelalter, Stadtgeschichte, Eferding, Freistadt, Schärding, Wels, Siedlungsgenese, Stadtrecht, Stadtbefestigung, Handelsgeschichte, Sozialwesen, Babenberger, Passauer Bischöfe, Schaunberger
Die Arbeit untersucht die stadtgeschichtliche Entwicklung und Siedlungsgenese der vier oberösterreichischen Städte Eferding, Freistadt, Schärding und Wels im Hoch- und Spätmittelalter durch einen direkten Vergleich.
Die zentralen Themen umfassen die rechtliche Ausgestaltung (Stadtrechte), die bauliche Entwicklung (Stadtbefestigungen und Kirchenbau), wirtschaftliche Faktoren (Handel, Märkte) sowie die sozialgeschichtlichen Aspekte der städtischen Bevölkerung.
Das primäre Ziel ist es, Unterschiede und Parallelen in der städtischen Entwicklung innerhalb eines geographisch eng begrenzten Raums aufzuzeigen und ein besseres Verständnis für die spezifischen Prozesse der Stadtwerdung in Oberösterreich zu schaffen.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende historische Analysemethode, die auf einer umfassenden Auswertung von Urkunden, lokalgeschichtlicher Fachliteratur und modernen stadtgeschichtlichen Forschungsergebnissen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Betrachtung der oberösterreichischen Geschichte, eine methodische Diskussion des Stadtbegriffs sowie eine detaillierte, stadtweise Aufarbeitung der historischen Entwicklungen von Eferding, Freistadt, Schärding und Wels.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Oberösterreich, Mittelalter, Stadtgeschichte, Stadtrecht, Handel, Siedlungsgenese und die genannten Städtenamen charakterisieren.
Die Schaunberger waren ein entscheidender lokaler Machtfaktor, der Eferding als Residenzstadt ausbaute und durch zahlreiche Stadtrechtsdokumente und Förderung von Bauprojekten (wie der Stadtpfarrkirche) nachhaltig prägte.
Der Salzhandel, insbesondere entlang der Inn-Salzach-Route, war ein Motor für das wirtschaftliche Wachstum von Städten wie Schärding, Freistadt und Wels; die Verleihung von Stapelrechten und Niederlagsrechten sicherte diesen Städten einen bedeutenden Anteil an den Handelseinnahmen.
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