Diplomarbeit, 2002
120 Seiten, Note: gut
Zusammenfassung
I. Einleitung
II. Theoretischer Hintergrund
II.A. Entwicklungspsychologischer Theorieteil
II.A.1. Allgemeine Definitionen von Entwicklung mit Schwerpunkt auf dem Jungen Erwachsenenalter
II.A.1.1 Das wissenschaftliche Verständnis von Entwicklung
II.A.1.2 Entwicklung im Erwachsenenalter - Unterschiedliche Gliederungsmöglichkeiten
II.A.1.3 Zu den inhaltlichen Charakteristika des jungen Erwachsenenalters
II.A.1.4 Das Konzept der Postadoleszenz
II.A.2 Spezifische Entwicklungsbereiche im jungen Erwachsenenalter
II.A.2.1 Das Konstrukt der Entwicklungsaufgabe
II.A.2.1.1 Die psychosoziale Entwicklungstheorie von Erik H. Erikson
II.A.2.1.2 Die Entwicklungsaufgaben nach Robert J. Havighurst
II.A.2.1.3 Zusammenfassende Bewertung der Modelle zu den Entwicklungsaufgaben
II.A.2.2 Die Identitätsdifferenzierung bzw. Ich-Entwicklung
II.A.2.2.1 Die Theorie der Ich-Entwicklung von Jane Loevinger (1976/1979)
II.A.2.2.2. Empirische Resultate zur Stufenfolge der Ich-Entwicklung
II.A.2.2.3 Das Differenzierungsmodell der Identitätsveränderung bei Erwachsenen nach Whitbourne & Weinstock (1982)
II.A.2.2.4 Empirische Resultate zum Differenzierungsmodell der Ich-Entwicklung
II.A.2.2.5 Zusammenfassende Bewertung der Identitätsmodelle
II.A.2.2.6 Untersuchungen zum Selbstbild
II.A.2.3 Problembereiche, Konflikte und Krisen
II.A.2.3.1 Die Systematisierung von Stressoren nach Compas
II.A.2.3.2 Problembereiche des Jugendalters
II.A.2.3.2 Normative und non-normative Stressoren im jungen Erwachsenenalter
II.B Gesundheitspsychologischer Theorieteil
II.B.1 Medizinische Erläuterungen zum Diabetes mellitus
II.B.2 Psychosoziale Aspekte des Diabetes mellitus
III. Hypothesen
III.1. Entwicklungspsychologisches Anliegen
III.1.1 Geschlechtsunterschiede
III.1.2 Zusammenhänge mit der Entwicklung im jungen Erwachsenenalter
III.2 Gesundheitspsychologisches Anliegen
III.2.1 Unterschiede in Abhängigkeit des Gesundheitsstatus
III.2.2 Unterschiede in Abhängigkeit der Stoffwechselgüte
IV. Methodenbeschreibung
IV.1 Stichprobe
IV.2 Eingesetztes Verfahren: Der Thematische Apperzeptionstest (TAT)
IV.3 Das Kategoriensystem
IV.4 Durchführung
IV.5 Beobachterübereinstimmung
IV.6 Aufbereitung der qualitativen Daten für die statistische Analyse
IV.7 Überprüfung der Fragestellungen
V. Ergebnisteil
V.1. Ergebnisse zum entwicklungspsychologischen Anliegen
V.1.1 Ergebnisse zu Geschlechtsunterschieden
V.1.2 Ergebnisse der Entwicklungszusammenhänge im jungen Erwachsenenalter
V.2 Ergebnisse zum gesundheitspsychologischen Anliegen
V.2.1 Ergebnisse zu Unterschieden in Abhängigkeit des Gesundheitsstatus
V.2.2 Sonderuntersuchung: Ergebnisse zu Unterschieden in Abhängigkeit der Stoffwechselgüte
VI. Diskussion
VI.1 Diskussion der entwicklungspsychologischen Resultate
VI.1.1 Geschlechtsunterschiede
VI.1.2 Alterszusammenhänge
VI.2 Diskussion der gesundheitspsychologischen Resultate
VI.2.1 Unterschiede in Abhängigkeit des Gesundheitsstatus
VI.2.2 Diskussion der Unterschiede in Abhängigkeit der Stoffwechselgüte
VI.3 Methodenkritik
VI.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht das projizierte Selbstbild von gesunden und diabetischen jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 24 Jahren, um den Einfluss von Geschlecht, Alter und Gesundheitsstatus auf deren Identitätsentwicklung, Problembewältigung und Selbstkonzept zu analysieren.
II.A.1.1 Das wissenschaftliche Verständnis von Entwicklung
Wissenschaftliche Konzepte von Entwicklung fallen sehr unterschiedlich aus, da sie immer in Abhängigkeit von dem jeweiligen Konzept zur Erklärung von Entwicklung entstehen (Faltermaier, 1992).
Bedingt durch die Dominanz der biologischen Entwicklungsmodelle (z.B. Bühler, 1933: Wachstum und Reife), die postulierten, dass physische Veränderungen psychische bedingen, wurde die Entwicklung nach dem Kindes- und Jugendalter als abgeschlossen angesehen, da im Erwachsenenalter kaum noch körperliche Veränderungen eintreten (Lehr, 1978). Die Lebensphase des Erwachsenenalters war durch Stabilisierung und Konsolidierung gekennzeichnet und daher bis zu den sechziger Jahren ein vernachlässigtes Gebiet der Psychologie. Erst dann setzte sich verstärkt die Auffassung durch, dass Entwicklung einen lebenslangen Prozess darstellt (Thomae, 1978). Anzeichen für eine geringere Stabilität als angenommen bezogen auf das Erwachsenenalter mehrten sich seit den siebziger Jahren.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik des Selbstbildes bei jungen Erwachsenen und Begründung für den Einsatz des Thematischen Apperzeptionstests.
II. Theoretischer Hintergrund: Theoretische Fundierung zu entwicklungspsychologischen Konzepten des Erwachsenenalters sowie zu psychosozialen Aspekten des Diabetes mellitus.
III. Hypothesen: Ableitung der Untersuchungsfragestellungen und Formulierung spezifischer Hypothesen zu Geschlechtsunterschieden und Gesundheitseinflüssen.
IV. Methodenbeschreibung: Detaillierte Erläuterung der Stichprobe, des eingesetzten TAT-Verfahrens und der entwickelten Kategoriensysteme zur Datenauswertung.
V. Ergebnisteil: Darstellung der statistischen Ergebnisse zur Prüfung der entwicklungs- und gesundheitspsychologischen Hypothesen.
VI. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, methodische Reflexion der Untersuchung sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Junges Erwachsenenalter, Diabetes mellitus, Thematischer Apperzeptionstest, TAT, Selbstkonzept, Identitätsentwicklung, Entwicklungsaufgaben, Psychosoziale Belastung, Stoffwechselgüte, Projektive Verfahren, Geschlechtsunterschiede, Stressoren, Inhaltsanalyse, Krankheitsbewältigung, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie junge Erwachsene im Alter von 19 bis 24 Jahren ihr Selbstbild projizieren und welche Faktoren, insbesondere Gesundheitseinflüsse wie Diabetes mellitus, die Identitätsentwicklung beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die entwicklungspsychologische Identitätsbildung im jungen Erwachsenenalter sowie der Einfluss einer chronischen Stoffwechselerkrankung auf das Selbstkonzept und das Bewältigungsverhalten.
Das Hauptziel ist der Vergleich des projizierten Selbstbildes zwischen gesunden und diabetischen jungen Erwachsenen sowie die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede und alterstypischer Entwicklungsthemen.
Die Arbeit nutzt als Hauptinstrument den Thematischen Apperzeptionstest (TAT), dessen narrative Daten mittels eines eigens erstellten, formal-inhaltlichen Kategoriensystems inhaltsanalytisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst eine ausführliche theoretische Einführung in die Entwicklungspsychologie und Gesundheitspsychologie, gefolgt von der methodischen Beschreibung der Studie sowie der detaillierten statistischen Auswertung und Diskussion der empirischen Befunde.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören das junge Erwachsenenalter, Diabetes mellitus, Identitätsentwicklung, das Selbstkonzept, der Thematische Apperzeptionstest (TAT) und projektive Verfahren.
Der TAT wurde gewählt, weil er als projektives Verfahren weniger durchschaubar ist und somit hilft, Verleugnungs- oder Beschönigungstendenzen, die besonders bei chronisch kranken Personen auftreten können, weitgehend zu umgehen.
Die Stoffwechselgüte (gemessen am HbA1c-Wert) dient als Differenzierungsmerkmal innerhalb der diabetischen Stichprobe, um zu prüfen, ob eine schlechte metabolische Kontrolle spezifische Auswirkungen auf die Bewältigung von Entwicklungsanforderungen und das Selbstkonzept hat.
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