Magisterarbeit, 2004
115 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1 Allgemeine Definition des Begriffes »Elterntraining«
1.1 Ziele und Aufgaben
1.2 Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Elterntrainings
1.3 Didaktische Mittel im Elterntraining
Exkurs: Elternkurse zur Delinquenzrisikoverminderung
2 Untersuchungsansatz
2.1 Auswahl der zu untersuchenden Elterntrainings
2.2 Optimaler Aufbau eines Elterntrainings
2.3 Aufstellung der Kriterien zum systematischen Vergleich
3 Vorstellung der Elterntrainings
3.1 Freiheit in Grenzen – Eine interaktive CD-Rom zur Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen
3.1.1 Freiheit in Grenzen – autoritative Erziehung
3.1.2 Das Konzept
3.1.3 Methoden des Grenzensetzens
3.1.3.1 Der Verbalteil
3.1.3.2 Der Handlungsteil
3.1.4 Aufbau der interaktiven CD-ROM
3.1.5 Nach Hause kommen oder „Wo warst du so lange?“
3.2 Das Elterntraining nach Gordons »Familienkonferenz«
3.2.1 Das Konzept
3.2.2 Ablauf und Trainingsmethoden
3.2.3 Kursinhalte
3.2.3.1 Aktives Zuhören
3.2.3.2 Senden von Ich-Botschaften
3.2.3.3 Die niederlagelose Methode der Konfliktbewältigung
3.3 Triple P
3.3.1 Aufbau und Interventionsebenen
3.3.2 Konzept der Elternkurse
3.3.3 Methoden, die im Triple P Elternkurs vermittelt werden
3.3.3.1 Der »Stille Stuhl«
3.3.3.2 Auszeit
4 Vergleich anhand der Merkmale für den Aufbau eines optimalen Elterntrainings
5 Vergleich der Elterntrainings anhand des Kriterienkataloges
5.1 Formale Kriterien
5.1.1 Kosten
5.1.2 Internetauftritt
5.1.3 Zeitaufwand
5.1.4 Qualitätssicherung mittels Trainerausbildung
5.1.5 Zielgruppe
5.1.6 Erreichbarkeit
5.2 Inhaltliche Kriterien
5.2.1 Theoretischer Hintergrund
5.2.2 Vermittlungsmethoden
5.2.3 Erziehungsziele und Erziehungsverhalten
5.3 Evaluationsstudien
5.3.1 Freiheit in Grenzen
5.3.2 Familienkonferenz
5.3.3 Triple P
6 Kritische Stellungnahme
6.1 Freiheit in Grenzen
6.2 Gordons Familienkonferenz
6.3 Triple P
7 Schlussfolgerung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen systematischen Vergleich von drei unterschiedlichen Ansätzen der Elternbildung durchzuführen, um deren Eignung und Spezifika zu analysieren. Dabei wird der Forschungsfrage nachgegangen, wie sich die verschiedenen Elterntrainings in Aufbau, Methode und Zielsetzung unterscheiden und für welche Zielgruppen sie jeweils am besten geeignet sind.
3.1.3 Methoden des Grenzensetzens
Das Wichtigste Merkmal des Elterntrainings Freiheit in Grenzen ist – wie sich bereits aus dem Titel ergibt – das gemeinsame Festlegen bestimmter Grenzen von Eltern und Kind bzw. Jugendlichen. Auch elterliche Bemühungen in Hinblick der Erziehung ihrer Kinder können irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Deshalb müssen Eltern entwicklungsangemessene Regeln mit ihren Kindern vereinbaren und ihnen damit Grenzen setzen, die an den Entwicklungszielen orientiert sind. Wenn diese Regeln respektvoll und wachstumsorientiert festgelegt werden, so können konfliktreiche Auseinandersetzungen oftmals verhindert werden (vgl. Schneewind, 2002b, S. 399). In Abbildung 1 wird ein kurzer Überblick darüber gegeben, wie Eltern dies realisieren können (Quelle der Abbildung: Schneewind, 2002a, S. 242). In der Darstellung ist zu sehen, dass sich das Grenzensetzen in zwei Bereiche aufteilt – der Verbalteil und der Handlungsteil – die aufeinander bezogen sind.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung effektiver Kommunikation in Familien ein, verdeutlicht anhand von Alltagsbeispielen den Bedarf an elterlicher Unterstützung und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die Auswahl der betrachteten Elterntrainings.
1 Allgemeine Definition des Begriffes »Elterntraining«: Das Kapitel definiert den Begriff des Elterntrainings, erläutert dessen verhaltenstherapeutische Wurzeln sowie kommunikationstheoretische Ergänzungen und legt die zentralen Ziele und Aufgaben sowie Unterscheidungsmerkmale dar.
Exkurs: Elternkurse zur Delinquenzrisikoverminderung: Dieser Abschnitt beleuchtet spezielle Präventionsprogramme, die darauf abzielen, bei gefährdeten Kindern und Jugendlichen delinquentes Verhalten vorzubeugen und familiäre Ressourcen zu stärken.
2 Untersuchungsansatz: Hier werden die Auswahlkriterien für die drei untersuchten Trainings sowie die theoretischen Grundlagen für einen optimalen Trainingsaufbau und den Kriterienkatalog zum Vergleich vorgestellt.
3 Vorstellung der Elterntrainings: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte konzeptionelle Vorstellung der drei gewählten Programme "Freiheit in Grenzen", "Familienkonferenz" nach Gordon und "Triple P", inklusive ihrer spezifischen Methoden und Inhalte.
4 Vergleich anhand der Merkmale für den Aufbau eines optimalen Elterntrainings: Hier findet ein Abgleich der untersuchten Trainings mit den zuvor aufgestellten theoretischen Anforderungen an einen idealen Aufbau statt, um Stärken und strukturelle Unterschiede aufzuzeigen.
5 Vergleich der Elterntrainings anhand des Kriterienkataloges: Das Kapitel führt einen systematischen Vergleich der Trainings durch, wobei formale Aspekte (Kosten, Zeitaufwand, Erreichbarkeit), inhaltliche Kriterien und vorhandene Evaluationsstudien gegenübergestellt werden.
6 Kritische Stellungnahme: Eine reflektierte Auseinandersetzung mit der bisherigen Literatur und Kritikpunkten zu den drei Trainings, wobei insbesondere die praktische Anwendbarkeit und potenzielle Risiken kritisch hinterfragt werden.
7 Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel bietet eine subjektive Zusammenfassung und gibt Eltern Kriterien an die Hand, um eine fundierte Auswahl für ein passendes Elterntraining zu treffen.
Elterntraining, Familienkonferenz, Triple P, Freiheit in Grenzen, Erziehungskompetenz, Kommunikation, Verhaltenstherapie, Delinquenzprävention, Elterliche Erziehung, Familienatmosphäre, Autoritative Erziehung, Intervention, Evaluation, Konfliktbewältigung, Erziehungsstile
Die Arbeit befasst sich mit einem systematischen Vergleich von drei verbreiteten Elterntrainings, um deren konzeptionelle Unterschiede, Methoden und Wirksamkeit im Kontext der Erziehung zu beleuchten.
Im Fokus stehen die Definition von Elterntraining, die Vorstellung der Programme "Freiheit in Grenzen", Gordons "Familienkonferenz" und "Triple P", deren Vergleich anhand formaler und inhaltlicher Kriterien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Evaluationsstudien.
Das Hauptziel ist es, die spezifischen Ansätze dieser Trainings zu vergleichen und aufzuzeigen, wie sie Eltern bei der Bewältigung von Erziehungsaufgaben unterstützen können, um eine Grundlage für eine informierte Entscheidung zu schaffen.
Es handelt sich um eine systematische Vergleichsstudie auf Basis einer Literaturanalyse, bei der bestehende Konzepte, Studien und Evaluationsergebnisse gegenübergestellt und kritisch bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Trainingskonzepte, den Vergleich anhand eines Kriterienkatalogs (z.B. Kosten, Methoden, Zielgruppen) und eine anschließende kritische Stellungnahme zu den jeweiligen Programmen.
Die zentralen Begriffe umfassen unter anderem Elterntraining, Erziehungskompetenz, Kommunikation, Konfliktbewältigung, Intervention und Evaluation.
Die Unterschiede liegen vor allem im Medium (CD-ROM vs. Gruppenseminar), der zugrunde liegenden Theorie (z.B. personenzentrierter Ansatz nach Gordon vs. sozial-kognitive Lerntheorie bei Triple P) und dem Grad der Strukturierung der Handlungsanweisungen.
Dieser Exkurs dient dazu, den präventiven Aspekt von Elterntrainings hervorzuheben, um aufzuzeigen, wie spezielle Ansätze bereits frühzeitig zur Stärkung der Persönlichkeit und zur Reduzierung devianten Verhaltens bei Kindern beitragen können.
Die Autorin verzichtet auf ein pauschales Urteil über das "beste" Training, betont aber die subjektive Eignung je nach Lebenssituation und Erziehungsstil sowie die Vorteile professionell geführter Seminare gegenüber Selbstlernangeboten.
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