Diplomarbeit, 2005
149 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Themenstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Untersuchungsmethodik
2.1. Literaturrecherche
2.2. Experteninterviews
2.3. Vergleichende Analyse anhand von Kriterien
3. Begriffsbestimmungen und Literaturausblick
3.1. Der Begriff Region
3.2. Der Begriff Schutzgebiet
3.3. Die Begriffe Regionalentwicklung und Regionalpolitik
3.4. Literaturausblick zur Funktion der Schutzgebiete in der Entwicklung ländlicher Regionen
4. Das Verwaltungssystem Neuseelands
4.1. Allgemeine Informationen zu Neuseeland
4.2. Die Verfassung und Jurisdiktion Neuseelands
4.3. Die Verwaltungsgliederung und die Regionen Neuseelands
5. Allgemeine Einführung zu den Schutzgebieten und zur Regionalentwicklung in Neuseeland
5.1. Die Organisation sowie Funktion der Schutzgebiete in Neuseeland
5.1.1. Die Geschichte der Schutzgebiete in Neuseeland
5.1.2. Organisation und Management der Neuseeländischen Schutzgebiete
5.1.2.1. Der Conservation Act 1987 und das Department of Conservation (DoC)
5.1.2.2. Der National Parks Act 1980
5.1.2.3. Die Ausdehnung der Schutzgebietsflächen Neuseelands
5.1.2.4. Soziale Akzeptanz der Schutzgebiete
5.2. Regionalentwicklungspolitik in Neuseeland
5.2.1. Die Probleme der Neuseeländischen ländlichen Regionen
5.2.2. Die Neuerungen in der Regionalentwicklungspolitik
5.2.3. Der „Whole of Government Approach“
5.2.4. Die Instrumente der Regionalentwicklung in Neuseeland
5.2.4.1. Das Regionalpartnerschaftsprogramm („Regional Partnership Programme“, RPP)
5.2.4.2. Regional Initiative Fund (RIF)
5.2.4.3. Regionen in akuter Notlage (Regions with Acute Needs)
5.2.5. Rechtliche Verankerung der Regionalentwicklung und deren Programme
6. Beispielschutzgebiete in Neuseeland
6.1. Arthur´s Pass National Park und die Canterbury Region
6.1.1. Die Region Canterbury
6.1.1.1. Wirtschaftliche Hintergrundinformationen über die Region Canterbury
6.1.1.2. Der Selwyn District
6.1.1.3. Die Regionalentwicklung in der Region Canterbury
6.1.2. Der Arthur´s Pass National Park
6.1.2.1. Lage und Geschichte des Nationalparks
6.1.2.2. Die natürlichen Gegebenheiten des Parks
6.1.2.3. Die Bedeutung des Arthur´s Pass National Park
6.2. Fiordland National Park und die Region Southland
6.2.1. Die Region Southland
6.2.2. Wirtschaftliche Hintergrundinformationen über die Southland Region
6.2.3. Venture Southland
6.2.4. Der Fiordland National Park
6.2.4.1. Lage und Geschichte des Nationalparks
6.2.4.2. Die natürlichen Gegebenheiten des Parks
6.2.4.3. Die Bedeutung des Fiordland National Park
6.2.4.4. Die Region um Tuatapere und der Hump Ridge Track
7. Allgemeine Einführung zu den Schutzgebieten und zur Regionalentwicklung in Österreich
7.1. Die Organisation sowie die Funktion der Schutzgebiete in Österreich
7.1.1. Die Geschichte der Schutzgebiete in Österreich
7.1.2. Organisation und Management der österreichischen Schutzgebiete
7.1.2.1. Der Nationalpark
7.1.2.2. Der Naturpark
7.1.3. Die Ausdehnung der Schutzgebietsflächen Österreichs
7.1.4. Soziale Akzeptanz der Schutzgebiete
7.2. Regionalentwicklungspolitik in Österreich
7.2.1. Die Probleme der ländlichen Regionen in Österreich
7.2.2. Geschichte der Regionalentwicklung in Österreich
7.2.3. Die Instrumente der Regionalentwicklung in Österreich
7.2.3.1. Die Strukturfonds der EU und die durch diesen geförderten Programme
7.2.4. Die Auswirkungen der EU-Regionalpolitik auf Österreich
7.2.5. Ausblick auf die Programmplanungsperiode 2007-2013
8. Beispielschutzgebiete in Österreich
8.1. Der Nationalpark Kalkalpen und die Region Steyr-Kirchdorf
8.1.1. Die Region Steyr-Kirchdorf
8.1.1.1. Wirtschaftliche Hintergrundinformationen über die Region Steyr-Kirchdorf
8.1.1.2. Regionalentwicklung in der Region Steyr-Kirchdorf
8.1.2. Der Nationalpark Kalkalpen
8.1.2.1. Lage und Geschichte des Nationalparks
8.1.2.2. Die natürlichen Gegebenheiten des Parks
8.1.2.3. Die Bedeutung des Nationalparks Kalkalpen
8.2. Der Naturpark Grebenzen und der Bezirk Murau
8.2.1. Der Bezirk Murau und die Naturparkgemeinden
8.2.1.1. Wirtschaftliche Hintergrundinformationen über die Region
8.2.1.2. Regionalentwicklung im Bezirk Murau
8.2.2. Der Naturpark Grebenzen
8.2.2.1. Lage und Geschichte des Naturparks
8.2.2.2. Die natürlichen Gegebenheiten des Parks
8.2.2.3. Die Bedeutung des Naturparks für die Region
9. Vergleich der Bedeutung der Schutzgebiete für die Regionalentwicklung
9.1. Allgemeiner Vergleich der neuseeländischen und österreichischen Regionalentwicklungspolitik
9.1.1. Politischer Stellenwert der Regionalentwicklung
9.1.2. Rechtliche Verankerung und Gebundenheit der Regionalentwicklung
9.1.3. Die Umsetzung der Regionalentwicklungsprogramme in Neuseeland und Österreich
9.1.4. Die Entscheidungsträger und Initiatoren der Regionalentwicklung
9.2. Vergleich der Funktion der Schutzgebiete für die Regionalentwicklung
9.2.1. Die politische und wirtschaftliche Stellung der Schutzgebiete
9.2.2. Soziale Wahrnehmung und Akzeptanz der Schutzgebiete
9.2.3. Der Stellenwert des Naturschutzes
9.2.4. Der touristische Stellenwert der Schutzgebiete in den Regionen
9.2.5. Die Landwirtschaft und die Schutzgebiete
9.2.6. Chancennutzung und Nutzungskonflikte
9.3. Ausblick und weiterführende Fragen
9.4. Tabellarischer Überblick über die vier Beispielschutzgebiete und deren Beitrag zur Entwicklung der Regionen
9.4.1. Der Arthur´s Pass National Park und die Region Selwyn
9.4.2. Der Fiordland Nationalpark und die Region Southland
9.4.3. Der Naturpark Grebenzen und die Region Murau
9.4.4. Der Nationalpark Kalkalpen und die Region Steyr-Kirchdorf
10. Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit untersucht die Rolle von Schutzgebieten als Impulsgeber für die Regionalentwicklung in ländlichen Regionen durch einen vergleichenden Blick auf Österreich und Neuseeland. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Funktion der Schutzgebiete für die regionale Entwicklung sowie auf die politisch-administrativen Rahmenbedingungen, unter denen Schutzgebietsmanagement und Regionalpolitik interagieren.
Die Organisation sowie Funktion der Schutzgebiete in Neuseeland
Neuseeland beheimatet eine weltweit einzigartige Fauna und Flora, die auf etwa einem Drittel der Gesamtfläche Neuseelands geschützt wird. Diese Schutzgebiete umfassen vierzehn Nationalparks, zahlreiche Reservate, „Forest Parks“, einen Großteil der Flüsse, einige Küstengebiete und viele kleinere Inseln vor den beiden Hauptinseln. Die Verwaltung und das Management der Schutzgebiete Neuseelands stellt für die dafür zuständige Regierungsbehörde, das Department of Conservation (DoC) eine große Herausforderung dar.
Um jedoch die Funktion, aber auch die politische und ökonomische Organisation der Schutzgebiete in Neuseeland besser zu verstehen, ist es notwendig, einen kurzen Blick auf die Geschichte der Entstehung der neuseeländischen Schutzgebiete zu werfen.
1. Einleitung: Stellt die Themenstellung, die Forschungsfrage sowie den inhaltlichen Aufbau der Diplomarbeit vor.
2. Untersuchungsmethodik: Erläutert die angewandten Methoden, primär Literaturrecherche und problemzentrierte Experteninterviews, sowie das Kriterienset für den Ländervergleich.
3. Begriffsbestimmungen und Literaturausblick: Definiert die zentralen Begriffe Region, Schutzgebiet, Regionalentwicklung und Regionalpolitik im jeweiligen Kontext und gibt einen Überblick über den Forschungsstand.
4. Das Verwaltungssystem Neuseelands: Gibt einen einleitenden Überblick über die politischen, verfassungsrechtlichen und administrativen Grundlagen Neuseelands.
5. Allgemeine Einführung zu den Schutzgebieten und zur Regionalentwicklung in Neuseeland: Beschreibt die historische Entwicklung der Schutzgebiete, deren Management durch das Department of Conservation (DoC) und die neuseeländische Regionalentwicklungspolitik.
6. Beispielschutzgebiete in Neuseeland: Detaillierte Vorstellung des Arthur´s Pass National Park (Region Canterbury) und des Fiordland National Park (Region Southland) im Kontext der jeweiligen regionalen Entwicklung.
7. Allgemeine Einführung zu den Schutzgebieten und zur Regionalentwicklung in Österreich: Analysiert die Naturschutzstrukturen in den österreichischen Bundesländern sowie die Einbettung der Regionalpolitik in den EU-Kontext.
8. Beispielschutzgebiete in Österreich: Porträt des Nationalparks Kalkalpen (Region Steyr-Kirchdorf) und des Naturparks Grebenzen (Bezirk Murau) inklusive deren regionaler Einbettung.
9. Vergleich der Bedeutung der Schutzgebiete für die Regionalentwicklung: Führt die Analyse zusammen, vergleicht die Ansätze beider Länder anhand der Kriterien und diskutiert Kooperationsmodelle sowie Erfolgsfaktoren.
10. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und zieht Schlussfolgerungen aus dem Ländervergleich.
Schutzgebiete, Regionalentwicklung, Nationalpark, Naturpark, Neuseeland, Österreich, Department of Conservation, Regionalpolitik, ländliche Entwicklung, Akzeptanz, Tourismus, Landwirtschaft, Kooperation, Wertschöpfung, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit vergleicht die Rolle von Schutzgebieten bei der Förderung der regionalen Entwicklung in ländlichen Räumen in Österreich und Neuseeland.
Die Schwerpunkte liegen auf der Regionalpolitik, dem Management von Schutzgebieten, der wirtschaftlichen Rolle des Tourismus und der sozialen Akzeptanz von Schutzvorhaben.
Es wird untersucht, welche Funktion Schutzgebiete für die Regionalentwicklung einnehmen und unter welchen politisch-administrativen Rahmenbedingungen diese Entwicklung stattfindet.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturrecherche mit problemzentrierten Experteninterviews, um einen qualitativen Vergleich zwischen beiden Ländern zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der nationalen Systeme, Fallbeispiele von Schutzgebieten in beiden Ländern sowie eine vergleichende Analyse dieser Beispiele anhand festgelegter Kriterien.
Neben Regionalentwicklung und Schutzgebiete sind Begriffe wie Naturschutzmanagement, Tourismusförderung, Stakeholder-Kooperation und Partizipation maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung.
Das DoC ist die landesweite, staatliche Naturschutzbehörde Neuseelands, die das Management von rund einem Drittel der Landesfläche verantwortet und somit die maßgebliche Instanz für alle Schutzgebietsaktivitäten darstellt.
Während der Nationalpark primär auf strengen Naturschutz in der Kernzone setzt, verstehen sich Naturparks als Kulturlandschaftsprädikat, das Bildung, Erholung und Regionalentwicklung gleichwertig neben dem Landschaftsschutz verfolgt.
Es handelt sich um einen ganzheitlichen Regierungsansatz, bei dem verschiedene Ministerien und Behörden ihre Aktivitäten für eine integrierte Regionalentwicklung koordinieren, um Silo-Denken zu vermeiden.
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