Magisterarbeit, 2005
140 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Einführung in das Themenfeld Weblogs
2.1 Eigenschaften der Weblogs
2.1.1 Definition
2.1.2 Technische Besonderheiten
2.2 Geschichte der Weblogs
2.2.1 Die Entstehung eines neuen Medien-Genres
2.2.2 Einfluss der US-amerikanischen Blogosphäre
2.2.3 Globale Perspektive
2.2.4 Deutsche Blogosphäre
2.2.5 Statistische Daten
2.3 Kategorisierungsversuch
2.3.1 Anzahl der Autoren
2.3.2 Inhaltliche Kategorisierung
2.3.3 Professionalisierungsgrad der Autoren
2.3.4 Multimedialität als Kennzeichen
3 Online-Kommunikation
3.1 Weblogs: ein Online-Genre
3.1.1 Weblogs als Genre oder Schema
3.1.2 Weblogs in Abgrenzung zu anderen Online-Genres
3.2 Besonderheiten der Online-Kommunikation
3.2.1 Vereinfachter Zugang zur Kommunikation
3.2.2 Neue Art der Vermittlung
3.3 Weblogs und die Online-Kommunikation
3.3.1 Herstellung von Öffentlichkeit durch Vernetzung
3.3.2 Eine neue Form der Qualitätskontrolle
3.3.3 Teilnahme am Kommunikationsprozess
3.3.4 Weblogs und journalistische Standards
3.3.5 Professionalisierungsgrad
3.4 Bürgerjournalismus und Journalismus-Diskussion
3.4.1 Verwirklichung eines demokratischen Mediensystems?
3.4.2 Weblogs und der Journalismus-Begriff
3.4.3 Prognose über das Verhältnis von Weblogs und Journalismus
4 Glaubwürdigkeit und Qualitätsforschung
4.1 Glaubwürdigkeit in der Kommunikationswissenschaft
4.1.1 Glaubwürdigkeit im Kommunikationsprozess
4.1.2 Ein multidimensionales Konstrukt
4.1.3 Glaubwürdigkeit des Internet
4.2 Qualitätsforschung
4.2.1 Zusammenhang zwischen Glaubwürdigkeit und Qualität
4.2.2 Stand der Qualitätsforschung
4.2.3 Qualität aus Rezipientensicht
4.2.4 Qualität im Internet
5 Methodenteil
5.1 Bisherige Forschungsergebnisse
5.2 Frage nach der Glaubwürdigkeit und Qualität von Weblogs
5.3 Forschungsfragen und Hypothesenbildung
5.4 Wahl der Methode
5.4.1 Befragung in der Kommunikationswissenschaft
5.4.2 Vor- und Nachteile der Online-Befragung
5.5 Operationalisierung
5.5.1 Operationalisierung der Konstrukte
5.5.2 Aufbau des Fragebogens
5.6 Ziehung der Stichprobe
5.7 Pretest
5.8 Diskurs: Reaktionen der Blogosphäre auf den Fragebogen
6 Ergebnisse
6.1 Besonderheiten der Stichprobe
6.2 Dimensionsreduktion durch Faktorenanalysen
6.3 Glaubwürdigkeitsbeurteilungen
6.3.1 Glaubwürdigkeit von Weblogs und Online-Magazinen
6.3.2 Intramediale Glaubwürdigkeitsunterschiede
6.3.3 Abhängigkeit von soziodemografischen Merkmalen
6.4 Qualitätsbewertungen
6.4.1 Vergleich der Qualitätsurteile
6.4.2 Intramediale Qualitätsunterschiede
6.4.3 Abhängigkeit von soziodemografischen Merkmalen
6.5 Erklärung der Glaubwürdigkeitszuschreibungen
6.5.1 Einflüsse auf die Beurteilung der Kompetenz von Weblogs
6.5.2 Einflüsse auf die Vertrauenswürdigkeit der Weblogs
6.5.3 Einflüsse auf die Glaubwürdigkeit bei Online-Magazinen
7 Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Weblogs hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Weblogs bereits als glaubwürdige und qualitativ hochwertige Informationsquellen im Vergleich zu traditionellen Online-Magazinen wahrgenommen werden und welche Faktoren diese Beurteilung beeinflussen.
3.3.1 Herstellung von Öffentlichkeit durch Vernetzung
Kommentarfunktion, Trackback oder RSS ermöglichen eine starke Vernetzung der Weblogs untereinander (vgl. Kapitel 2.1.2). Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Rezipienten strukturiert: Es entstehen Teilöffentlichkeiten, in denen Themen angesprochen und diskutiert werden (Schmidt 2005: 33).
„Blogs ermöglichen Diskussionen in der Nische – das heißt, in speziellen und bislang mangels Ressourcen noch gar nicht bzw. nur schwach ausgebildeten Öffentlichkeiten oder im Vorfeld und Nachgang der Thematisierung von Issues in etablierten und massenmedial strukturierten Öffentlichkeiten“ (Zerfaß 2005: 21).
So spielen Weblogs eine bedeutende Rolle, um Themen zu setzen und zu diskutieren. Wenn Themen nach dem Aufgreifen der Massenmedien wieder an Bedeutung verlieren, kann in Weblogs die Diskussion weitergeführt werden. Weblogs füllen somit Nischen im Kommunikationsprozess aus (Zerfaß 2005: 23). Lasica (2002) spricht im Zusammenhang mit der Blogosphäre von „niches of trust“.
Im Gegensatz dazu vermeiden Online-Ableger traditioneller Medien eine Vernetzung innerhalb des World Wide Web, da es ihr Ziel ist, Profit zu erwirtschaften und die Nutzer möglichst nur auf ihren Angeboten zu halten. Traditionelle Webseiten sind „zu Insel geworden, die klassischen Medien-Produkten ähneln“ (Eigner et al. 2003: 118). Weblogs dagegen haben nach Eigner et al. (2003: 121f.) „keinen Rand mehr“. Sie werden als ein Oszillationsmedium bezeichnet, das erstmals das Hypertext-Prinzip des Internet verwirklicht.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Weblogs ein und stellt die Forschungsfrage nach deren Glaubwürdigkeit und Qualität im Vergleich zu traditionellen Medien.
2 Einführung in das Themenfeld Weblogs: Dieses Kapitel definiert Weblogs, skizziert deren Geschichte und unternimmt eine Kategorisierung der verschiedenen Blog-Formen.
3 Online-Kommunikation: Es wird untersucht, wie Weblogs als Genre in die Online-Kommunikation eingebettet sind, welche Rolle sie im Vergleich zum klassischen Journalismus spielen und wie sie Öffentlichkeit herstellen.
4 Glaubwürdigkeit und Qualitätsforschung: Die theoretischen Grundlagen der Kommunikationswissenschaft bezüglich Glaubwürdigkeit und Qualität werden erarbeitet, um Kriterien für die empirische Untersuchung abzuleiten.
5 Methodenteil: Hier werden die Forschungsfragen und Hypothesen hergeleitet sowie die Methode der Online-Befragung zur Datenerhebung detailliert beschrieben.
6 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der explorativen Online-Befragung, analysiert Glaubwürdigkeits- und Qualitätsbewertungen und erläutert die Einflussfaktoren.
7 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Rolle von Weblogs in der Medienlandschaft.
Weblogs, Blogosphäre, Glaubwürdigkeit, Qualität, Online-Kommunikation, Bürgerjournalismus, Rezipientenforschung, Journalistische Standards, Online-Befragung, Medienrevolution, Internet-Medien, Faktorenanalyse, Mediennutzung.
Die Arbeit untersucht das noch junge Phänomen Weblogs im Kontext des Mediensystems und analysiert, ob diese den journalistischen Ansprüchen von Rezipienten gerecht werden.
Die zentralen Themen sind die Glaubwürdigkeit von Online-Informationen, die publizistische Qualität von Weblogs und deren Verhältnis zum traditionellen Journalismus.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Weblogs als glaubwürdige und hochwertige Alternative zu traditionellen Online-Medien wahrgenommen werden und welche Faktoren diese Einschätzung steuern.
Die Autorin führt eine explorative Online-Befragung durch, um Rezipientendaten zu sammeln und diese mittels statistischer Verfahren wie Faktorenanalysen und Regressionen auszuwerten.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Glaubwürdigkeits- und Qualitätsforschung) als auch die methodische Konzeption, die Darstellung der Ergebnisse der Online-Befragung und deren Interpretation.
Wichtige Begriffe sind Weblogs, Glaubwürdigkeit, Qualität, Bürgerjournalismus, Online-Kommunikation und Rezipientenforschung.
Die Studie zeigt überraschenderweise, dass Weblogs in bestimmten Dimensionen wie Vertrauenswürdigkeit und Gemeinwohlorientierung von den befragten Lesern sogar positiver bewertet werden als klassische Online-Magazine.
Unter anderem haben Schulbildung, das Alter der Nutzer und die Erfahrung im Umgang mit Weblogs einen signifikanten Einfluss auf die Glaubwürdigkeitseinschätzung der Befragten.
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