Wissenschaftliche Studie, 2005
41 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Finanzierung
2.1 Definition des Finanzierungsbegriffs
2.2 Ziele der Finanzierung
2.3 Arten der Finanzierung
3 Anleihen
3.1 Definition der Anleihe
3.2 Unterschiedliche Anleihetypen
3.3 Asset Backed Securities
4 Gründe für die Finanzierungskrise im deutschen Profifußball
4.1 Die Kirch-Pleite
4.2 Wachsender Verschuldungsgrad der Profivereine
4.3 Rückzug der Banken aus dem Fußball-Geschäft
4.4 Schere zwischen Arm und Reich
4.5 Zwischenfazit
5 Finanzierungsmöglichkeiten für Fußballvereine
5.1 Vereinsstruktur vs. Kapitalgesellschaften
5.2 Möglichkeiten alternativer Finanzierungswege
5.3 Die Schechter-Anleihe
5.3.1 Definition der Schechter-Anleihe
5.3.2 Zu erfüllende Voraussetzungen
5.3.3 Verwendungszweck
5.3.4 Resultierende Chancen und Risiken
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht alternative Finanzierungswege für Vereine der ersten Fußball-Bundesliga, um die durch den Einbruch der Fernseheinnahmen (nach der Kirch-Insolvenz) entstandene Finanzierungslücke zu schließen. Dabei wird insbesondere geprüft, welche organisatorischen Voraussetzungen Klubs erfüllen müssen, um moderne Finanzinstrumente wie die Schechter-Anleihe nutzen zu können.
5.3.1 Definition der Schechter-Anleihe
Die Anleihe hat ihren Namen durch ihren Begründer Stephen Schechter. Der Amerikaner mit Wohn- und Geschäftssitz in London kommt aus der Investment-Branche und hat bei renommierten, weltweit operierenden Unternehmen gearbeitet. Zuerst als Leiter des internationalen Anleihegeschäfts von Schroders, dann als Geschäftsführer des Investmenthauses Lazard. Erst im Herbst 2002 hat er sich mit seiner Geschäftsidee selbständig gemacht, nachdem den Geschäftsführern bei Lazard die Gewinnmargen mit diesem Geschäftsmodell zu gering ausgefallen sind.
Die Schechter-Anleihe ist eine der Finanzierungsformen der Asset Backed Securities und ist im Mutterland des Fußballs, England, schon gang und gäbe. Dabei werden zukünftige Einnahmen verbrieft und an Schechter abgetreten. Das Geschäft mit der Verbriefung von Erlösen betreibt Schechter bereits seit den 70er Jahren. Damals kreierte er im Gegensatz zu heute Anleihen für Computer-Leasingfirmen. Die Unternehmen traten die Leasingraten für ihre Industrierechner ab und besorgten sich auf diese Weise frische Liquidität. Die erste Anleihe für einen Klub hat der gelernte Investmentbanker 1999 aufgelegt. Doch nicht jeder Verein kommt für diese Finanzierungsform in Frage. Erst ab einem Finanzvolumen von 50 Millionen Euro wird das Geschäft für beide Seiten interessant. Trotzdem behauptet Schechter, dass die Anleihe nicht anders funktioniert als die Finanzierung eines Hauses. Er reduziert die Klubs auf ihre Einnahmen und Ausgaben und schaut ganz genau auf den Cash Flow: Zuschauereinnahmen, Sponsoreneinnahmen und Fernsehverträge.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung durch sinkende TV-Einnahmen im deutschen Profifußball und Einführung in das Thema der Schechter-Anleihe.
2 Finanzierung: Theoretische Grundlagen zu Begriffen, Zielen und Arten der Finanzierung, mit Fokus auf die Unterscheidung zwischen Innen- und Außenfinanzierung.
3 Anleihen: Erläuterung der Funktionsweise von Anleihen als langfristige Finanzinstrumente sowie Einführung in das Konzept der Asset Backed Securities.
4 Gründe für die Finanzierungskrise im deutschen Profifußball: Analyse der Ursachen wie die Kirch-Pleite, der steigende Verschuldungsgrad und der Rückzug von Banken.
5 Finanzierungsmöglichkeiten für Fußballvereine: Vergleich der Organisationsformen von Vereinen und Kapitalgesellschaften sowie detaillierte Betrachtung der Schechter-Anleihe als Finanzierungsoption.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einschätzung der Zukunftsfähigkeit der untersuchten Finanzierungsmodelle für Bundesligisten.
Fußball-Bundesliga, Finanzierung, Schechter-Anleihe, Asset Backed Securities, Fremdfinanzierung, Kirch-Pleite, Kapitalgesellschaft, Profifußball, Stadionfinanzierung, Liquidität, Fremdkapital, Annuitätentilgung, Investoren, Schuldverschreibung, Vereinsstruktur.
Die Arbeit untersucht, wie Fußballvereine der ersten Bundesliga trotz wegfallender TV-Einnahmen ihren Kapitalbedarf decken können und welche alternativen Finanzierungsformen hierfür zur Verfügung stehen.
Im Zentrum stehen die Finanzkrise im Profifußball, der notwendige Strukturwandel hin zu Kapitalgesellschaften sowie spezielle moderne Finanzierungsmodelle wie die Schechter-Anleihe.
Das Ziel ist es zu analysieren, welche Finanzierungsalternativen für Bundesligisten in Frage kommen und unter welchen Voraussetzungen die Schechter-Anleihe als Instrument genutzt werden kann.
Der Autor führt eine tiefgehende Literaturrecherche und eine Analyse betriebswirtschaftlicher Finanzierungsmodelle durch, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen und Strukturvergleichen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Finanzierung, die Ursachen der Finanzierungskrise im Fußball und die detaillierte Vorstellung alternativer Finanzierungswege unter besonderer Berücksichtigung der Schechter-Anleihe.
Die wichtigsten Begriffe sind Fußball-Bundesliga, Schechter-Anleihe, Asset Backed Securities, Fremdfinanzierung, Kapitalgesellschaft und Finanzierungskrise.
Da die Schechter-Anleihe auf einer regresslosen Abtretung zukünftiger Forderungen (Asset Backed Securities) basiert, benötigt das Modell eine rechtlich klar definierte Kapitalgesellschaft als Originator, die eine ordnungsgemäße Bilanzführung und Haftungsstruktur bietet.
Stephen Schechter fungiert als spezialisierter Investmentmanager und Mittelsmann, der die Wirtschaftlichkeit von Fußballvereinen (Cash-Flow-Check) überprüft und bei positivem Befund Kapital von institutionellen Investoren aus dem Ausland beschafft.
Seit 2002 ist vertraglich fixiert, dass das Kapital ausschließlich in Infrastruktur und Stadionneubau fließen darf, um zu verhindern, dass die Vereine das Geld in kurzfristige, unrentable Spielerinvestitionen stecken, die den langfristigen Schuldendienst gefährden könnten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

