Diplomarbeit, 2006
63 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Grundlagen des Cause-Related Marketing
2.1 Definition, Typen und Abgrenzung
2.2 Gründe, Ziele und Risiken
2.3 Entwicklung
2.4 Wettbewerbsrechtliche Aspekte
3. Potentielle Wirkungen und Einflussfaktoren auf den Konsumenten
3.1 Vorgehensweise der empirischen Studien
3.2 Potentielle direkte Wirkungen auf den Konsumenten
3.2.1 Einstellungen
3.2.2 Kauf
3.3 Potentielle Einflussfaktoren auf die Wirkungen
3.3.1 Faktoren bezüglich Profit-Organisation bzw. Produkt
3.3.2 Faktoren bezüglich Non-Profit-Organisation bzw. wohltätigem Zweck
3.3.3 Konsumentenbezogene Faktoren
4. Resultate der Studien
4.1 Befunde
4.1.1 Direkte Wirkungen auf Einstellungen und Kauf
4.1.2 Einflussfaktoren auf die Wirkungen
4.1.2.1 Faktoren bezüglich Profit-Organisation bzw. Produkt
4.1.2.2 Faktoren bezüglich Non-Profit-Organisation bzw. wohltätigem Zweck
4.1.2.3 Konsumentenbezogene Faktoren
4.2 Limitationen der empirischen Studien
5. Implikationen
5.1 Implikationen für die Forschung
5.2 Implikationen für die Praxis
6. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die in der wissenschaftlichen Literatur untersuchten Auswirkungen von Cause-Related Marketing (CRM) auf das Konsumentenverhalten und die Einstellungen der Konsumenten zu systematisieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, welche direkten Effekte CRM auf Konsumenten hat, welche Einflussfaktoren die Wirksamkeit dieser Marketing-Strategie moderieren und welche Implikationen sich daraus für die Unternehmenspraxis und die weitere Forschung ergeben.
2.1 Definition, Typen und Abgrenzung
CRM wird in der Literatur dem Bereich der CSR zugeordnet. Carroll definiert CSR wie folgt: „The social responsibility of business encompasses the economic, legal, ethical, and discretionary expectations that society has of organizations at a given point in time.” Dieses Konzept wird vor allem in den 60er Jahren in den USA entwickelt. Die Idee ist, dass ein Unternehmen Verantwortung trägt, die über die normalen, rechtlich festgelegten, Verpflichtungen hinaus geht. CRM wird in der Literatur weitgehend als “Subset” von CSR angesehen. Es ist demnach eine von vielen Initiativen der CSR bzw. eine von zahlreichen Formen des Unternehmensinvolvement mit Non-Profit-Organisationen. Smith und Alcorn zufolge stellt CRM eine Kombination der besten Elemente des traditionellen Marketings und der CSR dar.
CRM ist in der Literatur unter zahlreichen Namen, wie strategic philanthropy, charity marketing, passion branding oder auch “Company Advertising with a Social Dimension” bekannt. Auch die Definitionen gehen auseinander. Eine häufig zitierte, relativ enge Definition, die aus später erläuterten Gründen auch für diese Diplomarbeit gilt (siehe Kapitel 3.1, S.15), lautet wie folgt: „Cause-related marketing is the process of formulating and implementing marketing activities that are characterized by an offer from the firm to contribute a specified amount to a designated cause when customers engage in revenue-providing exchanges that satisfy organizational and individual objectives.“ Varadarajan und Menon gehören zu den ersten Autoren, die CRM definieren. Die Spende wird demnach bei jeder Transaktion getätigt, d.h. jedes Mal, wenn der Kunde ein bestimmtes Produkt kauft bzw. einen bestimmten Service in Anspruch nimmt. Wymer und Samu bezeichnen CRM im Rahmen dieser Definition auch als „Transaction-Based Promotion“.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Thema Cause-Related Marketing ein, erläutert die zunehmende Bedeutung sozialer Verantwortung von Unternehmen und definiert die Zielsetzung sowie die zentralen Forschungsfragen der Diplomarbeit.
2. Grundlagen des Cause-Related Marketing: Hier wird das Konzept des CRM definiert, von verwandten Begriffen wie Philanthropie und Sponsoring abgegrenzt, historisch eingeordnet und die rechtliche Situation in Deutschland beleuchtet.
3. Potentielle Wirkungen und Einflussfaktoren auf den Konsumenten: Dieses Kapitel systematisiert den aktuellen Stand der empirischen Forschung, stellt das konzeptionelle Modell der Wirkungszusammenhänge dar und beschreibt die methodischen Ansätze der analysierten Studien.
4. Resultate der Studien: Hier werden die Ergebnisse der empirischen Studien detailliert diskutiert, unterteilt in direkte Wirkungen auf Konsumenten sowie in verschiedene Einflussfaktoren auf den CRM-Erfolg, gefolgt von einer kritischen Reflexion der Limitationen der Studien.
5. Implikationen: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen werden Schlussfolgerungen für die zukünftige Forschung sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis abgeleitet.
6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel liefert eine abschließende Synthese der Ergebnisse und bewertet das Potenzial von CRM als Instrument im Marketing-Mix unter Berücksichtigung der aufgezeigten Risiken und Erfolgsfaktoren.
Cause-Related Marketing, CRM, Corporate Social Responsibility, CSR, Konsumentenverhalten, Konsumenteneinstellungen, Kaufintention, Non-Profit-Organisation, NPO, Marketing-Mix, empirische Studien, Attributionstheorie, Einflussfaktoren, Markenimage, transaktionsbasiertes Marketing.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Cause-Related Marketing (CRM), einer Partnerschaft zwischen einem gewinnorientierten Unternehmen und einer gemeinnützigen Organisation, und untersucht, wie sich diese Kooperation auf das Verhalten und die Einstellung von Konsumenten auswirkt.
Die Analyse umfasst die theoretische Fundierung von CRM, die Systematisierung empirischer Erkenntnisse über CRM-Wirkungen, die Identifikation von Einflussfaktoren auf den Kampagnenerfolg sowie die Ableitung von Implikationen für Forschung und Praxis.
Das Ziel ist es, in der Literatur identifizierte direkte Auswirkungen von CRM auf Konsumenten zu sammeln und die Faktoren zu analysieren, die bestimmen, wann und warum diese Marketing-Strategie wirksam ist oder scheitert.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung zahlreicher empirischer Studien (Experimente, Umfragen, Interviews), deren Ergebnisse systematisiert und kritisch miteinander verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wirkungen von CRM auf Einstellungen und Kaufverhalten sowie die Untersuchung diverser Einflussfaktoren, wie etwa die Produktkategorie, die Bekanntheit der Non-Profit-Organisation oder demographische Merkmale der Konsumenten.
Wichtige Begriffe sind Cause-Related Marketing (CRM), Corporate Social Responsibility (CSR), Konsumenteneinstellungen, Kaufintention, Non-Profit-Organisationen (NPO) und die Attributionstheorie.
Studien zeigen, dass die Art des Produkts die Wirksamkeit von CRM beeinflusst. So lassen sich bestimmte CRM-Angebote bei hedonistischen Produkten (z.B. Süßigkeiten) aufgrund emotionaler Ergänzungseffekte („Affect-based Complementarity“) effektiver vermarkten als bei rein praktischen Produkten.
Die Limitationen, wie z.B. kleine Stichproben, die häufige Verwendung von Studierenden als Probanden oder die Laborumgebungen, verdeutlichen, dass viele Forschungsergebnisse nicht ohne weiteres auf die reale Marktsituation übertragbar sind und weiterführende Feldstudien notwendig sind.
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