Diplomarbeit, 2006
95 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Theorie und Historie der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
2.1 Basel I
2.2 Gründe für die Einführung von Basel II
2.3 Herkunft und Entwicklung in Deutschland
2.4 Auswirkungen von Basel II
2.4.1 auf Banken
2.4.2 auf bestehende Unternehmen
3. Ratingverfahren bei bestehenden Unternehmen
3.1 Theoretische Grundlagen
3.1.1 Begriffsbestimmung
3.1.2 Ablauf / Vorgehensweise
3.1.3 Ratingmethoden
3.1.4 Kritische Würdigung
3.2 Bestehende Bewertungskriterien von Banken
3.2.1 Businessplan
3.2.2 Harte Faktoren
3.2.3 Weiche Faktoren
3.2.4 Erfolgskennzahlen von Unternehmen
3.3 Wie sich Unternehmen auf ein Rating vorbereiten
3.3.1 Strategien für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Banken
3.3.2 Aufbau eines Unternehmensplans
4. Bewertungsmethoden von Existenzgründungen
4.1 Ausgangssituation und Problematik
4.1.1 von Banken
4.1.2 von Existenzgründern
4.2 Empirische Untersuchung der Bewertungsmethoden
4.2.1 Ziel der Untersuchung
4.2.2 Die telefonische Befragung als Möglichkeit der Primärforschung
4.3 Telefonische Befragung von Kapitalgebern
4.3.1 Bestimmung der Testpersonen
4.3.2 Durchführung der Befragung
4.3.3 Auswertungen und Schlussfolgerungen der Befragung
4.3.4 Interpretation der Ergebnisse
5. Einführung eines Existenzgründerratings
5.1 Das BVR II- Ratingverfahren
5.2 Geeignete qualitative Ratingkomponenten für Existenzgründungen
5.2.1 Bank- und Kontoverbindung
5.2.2 Unternehmen / Management
5.2.3 Marktbedingungen / Wettbewerbsposition
5.2.4 Wesentliche Unterschiede zu Ratingverfahren bei bestehenden Unternehmen
5.3 Maßnahmenplan für die praktikable Umsetzung eines Ratingverfahrens
5.3.1 Anforderungen an Banken und Existenzgründer
5.3.2 Verfahrensvorschlag
5.3.3 Abbildung der Bewertungsmethodik
6. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die aktuellen Bewertungsmethoden von Banken bei Gründungsvorhaben zu untersuchen und einen praxisorientierten Verfahrensvorschlag für ein Existenzgründerrating zu entwickeln, der sowohl Gründern als auch Banken als Hilfestellung dient.
3.1.2 Ablauf / Vorgehensweise
In der heutigen Zeit sind Unternehmen mehr denn je dazu aufgefordert, klare Maßstäbe zu setzen und aussagekräftige Fakten zu liefern, um weiterhin ihr Geld verdienen zu können. Daher ist es umso wichtiger geworden, in Form einer ganzheitlichen Bestandsaufnahme des betreffenden Unternehmens mögliche Risiken aufzudecken und realistisch einzuschätzen, was genau Sinn und Zweck eines Ratings ist.
Normalerweise beginnt der Ratingprozess mit einem ersten Gespräch zwischen dem Unternehmen und seiner Hausbank oder einer externen Ratingagentur. Darin wird der Unternehmer über Vorgehensweise und inhaltliche Bereiche des Ratings informiert. In diesem Gespräch sollte das Unternehmen die für die Durchführung eines Ratings relevanten Unterlagen aufweisen, welche im Vorfeld seitens der Bank oder Ratingagentur angekündigt werden.
Nachdem alle Informationen vorliegen, erfolgt im nächsten Schritt die eigentliche Bonitätsbeurteilung durch mehrere Personen, die sich in einem Expertenteam befinden. Dies geschieht, indem die Gesprächsergebnisse und weitere Faktoren des Unternehmens auf den Prüfstand kommen. Dabei werden ebenso Bereiche in das Rating mit einbezogen, auf die das Unternehmen nicht einmal einen Einfluss hat. Im Folgenden sollen die einzelnen Bewertungsgrößen eines Ratings vorgestellt werden:
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung von Existenzgründungen, die zunehmende Verunsicherung durch Basel II und stellt das Ziel der Arbeit vor, eine geeignete Ratingsystematik für Gründer zu entwickeln.
2. Theorie und Historie der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge und Ziele von Basel I und Basel II sowie deren rechtliche Implementierung und Auswirkungen auf Banken und Unternehmen in Deutschland.
3. Ratingverfahren bei bestehenden Unternehmen: Der theoretische Rahmen für Ratings wird hier definiert, wobei harte und weiche Bewertungskriterien der Banken sowie die Strategien zur Vorbereitung von Unternehmen auf das Kreditgespräch detailliert beschrieben werden.
4. Bewertungsmethoden von Existenzgründungen: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Problematik der Bewertung von jungen Unternehmen ohne Historie und präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Befragung bei Banken zu deren Bewertungspraxis.
5. Einführung eines Existenzgründerratings: Hier wird ein konkreter Verfahrensvorschlag für ein Existenzgründerrating präsentiert, inklusive qualitativer Komponenten und eines Maßnahmenplans zur praktikablen Umsetzung bei der Kreditvergabe.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei betont wird, dass Transparenz durch einen professionellen Businessplan entscheidend für den Erfolg in Kreditgesprächen ist.
Basel II, Ratingverfahren, Existenzgründung, Bonität, Kreditvergabe, Banken, Businessplan, Eigenkapital, Risikomanagement, Unternehmensbewertung, Fremdkapital, Bonitätskriterien, Kreditausfallrisiko, Unternehmensplanung, Finanzierung.
Die Arbeit analysiert, wie Banken Gründungsvorhaben bewerten und wie sich dies durch die Einführung von Basel II verändert hat. Ziel ist die Entwicklung eines verständlichen Bewertungsmodells für Gründer.
Die zentralen Themen sind die Anforderungen von Basel II, die Kriterien für ein bankinternes Rating bei bestehenden Unternehmen sowie die spezifischen Herausforderungen bei der Finanzierung von Existenzgründungen.
Das Ziel ist es, eine Ratingsystematik für Existenzgründer zu entwickeln, die den Banken hilft, die Erfolgsaussichten junger Unternehmen besser einzuschätzen, und den Gründern als Leitfaden für ihre Kreditgespräche dient.
Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen durch und ergänzt diese durch eine eigene empirische Untersuchung in Form einer telefonischen Befragung von Banken zum Thema Existenzgründungsberatung.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Ratingverfahren, der Analyse der Bewertungsfaktoren (Businessplan, Management, Markt) und der empirischen Auswertung der Bankenbefragung.
Wichtige Begriffe sind Basel II, Ratingverfahren, Existenzgründung, Bonität, Businessplan und bankinterne Risikosteuerung.
Da keine historischen Jahresabschlüsse vorliegen, dient der Businessplan als zentrales und oft einziges Beurteilungsinstrument für Banken, um die Qualität der Gründungsidee und die Vorbereitung des Gründers zu prüfen.
Ein "Override" ist eine nachträgliche Korrektur des automatisch ermittelten Ratingergebnisses durch den Kreditberater, um aktuelle, bisher nicht berücksichtigte Informationen in die Bewertung einfließen zu lassen.
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