Diplomarbeit, 2003
49 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Werbung
2.1 Werbeerfolg versus Werbewirkung
3 Modelle und Theorien
3.1 Werbewirkungsmodelle
3.1.1 Stufenmodelle
3.1.2 Stimulus-Response-Modelle
4 Grundlagen für die Messung von Werbewirkung
4.1 Zeitpunkt der Messung
4.2 Empirische Voraussetzungen für eindeutige Ergebnisse
4.2.1 Repräsentatives Ergebnis
4.2.2 Qualität der Messinstrumente
5 Erhebungsmethoden
5.1 Experimente
5.2 Beobachtungen
5.3 Befragungen
5.3.1 Schriftliche Befragungen
5.3.2 Persönliche Befragungen
5.3.3 Telefonische Befragungen
5.3.4 Online Befragungen
5.3.5 Varianten der Methode Befragung
5.4 Mehrmethodenuntersuchung
6 Testverfahren zur Ermittlung der Werbewirkung
6.1 Apparative Messverfahren
6.1.1 Blickregistrierung
6.1.2 Aktivierungsmessung
6.1.3 Compagnon-Verfahren
6.1.4 Tachistoskop
6.1.5 Programmanalysator
6.1.6 Magnitude-Skalierung
6.2 Nicht apparative Methode Copytest
6.2.1 Kritiken am Copytest
6.2.2 Copytest dargestellt am Beispiel der regionalen Tageszeitung „Hannoversche Allgemeine Zeitung“
6.2.2.1 Durchführung der Untersuchung
6.2.2.2 Ergebnisvergleich am Beispiel des Unternehmens „XXX“
7 Generelle Erkenntnisse der Werbewirkung von Anzeigen
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Zusammenfassung und Definition der wesentlichen Methoden zur Messung der Werbewirkung bei Anzeigen in Printmedien, um dem Leser einen Überblick über die wissenschaftlichen Ansätze und praktischen Testverfahren zu verschaffen.
6.1.1 Blickregistrierung
Um angestrebte Werbeziele in einer Zielgruppe zu erreichen, müssen Anzeigen zwei Grundvoraussetzungen erfüllen:
1. Das Werbemittel (Anzeige) muss wahrgenommen werden.
2. Die Schlüsselinformation der Werbung muss wahrgenommen und verstanden werden.77
Um dies zu überprüfen wird die apparative Methode der Blickregistrierung, auch Blickaufzeichnung oder Eyetracking genannt, verwandt. Sie untersucht und analysiert das Informationsaufnahmeverhalten von Beworbenen über die Beobachtung von Augenbewegungen und Augenstillständen.78
Es werden Ergebnisse aufgezeigt, die durch Befragungen nicht erzielt werden können. Denn die Blickaufzeichnung misst vor allem Prozesse der Wahrnehmung und der Informationsverarbeitung. Die Wahrnehmung ist ein besonders schneller Prozess beim Menschen, es wird nur sehr wenig von dem was wahrgenommen wird, auch im Gehirn gespeichert. Und über die nicht gespeicherten Informationen kann der Proband später keine Auskunft mehr geben.79
Durch photomechanische Aufzeichnungen wird bei diesem apparativen Verfahren der Blickverlauf von Versuchspersonen bei der Betrachtung von Texten und Werbemitteln ermittelt. Die bewusste Kontrolle der Aufmerksamkeit durch den Blickverlauf liegt dann vor, wenn das Auge gezielt zu bestimmten Punkten des Gesichtsfeldes bewegt wird und dieses Verhalten zum Erwerb von Informationen genutzt wird. Festgestellt wird z. B., welche Elemente einer Anzeige überhaupt wahrgenommen wurden, wie oft, wie lange und in welcher Reihenfolge die Inhalte betrachtet wurden. Es gibt verschiedene Varianten und Möglichkeiten dieses Testverfahren durchzuführen. Dabei werden verschiedene Augenreaktionen, z. B. die der Pupille oder die des Augenlides durch verschiedene Hilfsmittel festgehalten, unter anderem durch Kontaktlinsen, Blickachsvermessung, Videokameras oder Spezialbrillen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung der Werbewirkungsmessung dar und verdeutlicht die Notwendigkeit, Werbeausgaben durch messbare Erfolge zu rechtfertigen.
2 Grundlagen und Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie Werbung sowie der Unterschied zwischen Werbeerfolg und Werbewirkung definiert.
3 Modelle und Theorien: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Werbewirkungsmodelle, insbesondere Stufenmodelle und Stimulus-Response-Modelle, als theoretische Grundlage.
4 Grundlagen für die Messung von Werbewirkung: Hier werden methodische Voraussetzungen für empirische Untersuchungen sowie die zeitliche Einordnung von Messungen erläutert.
5 Erhebungsmethoden: Dieser Abschnitt beschreibt die primären Erhebungsmethoden Experiment, Beobachtung und Befragung sowie deren Kombinationen.
6 Testverfahren zur Ermittlung der Werbewirkung: Dieses Kapitel bietet einen tiefen Einblick in apparative und nicht-apparative Verfahren, inklusive eines detaillierten Praxisbeispiels für den Copytest.
7 Generelle Erkenntnisse der Werbewirkung von Anzeigen: Hier werden allgemeingültige Zusammenhänge zwischen Anzeigen-Gestaltung und Beachtungswerten aus der Forschung zusammengefasst.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des aktuellen Stands der Werbewirkungsforschung und der Bedeutung der Methodenwahl.
Werbewirkung, Werbeerfolg, Printanzeigen, Copytest, Blickregistrierung, Marktforschung, Stufenmodelle, Stimulus-Response-Modelle, Empirie, Werbeforschung, Mediaanalyse, Werbebotschaft, Aktivierungsmessung, Recall, Recognition
Die Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen theoretischen und praktischen Möglichkeiten, die Werbewirkung von Printanzeigen zu messen und zu analysieren.
Im Fokus stehen Werbewirkungsmodelle, empirische Methoden der Datenerhebung sowie apparative und nicht-apparative Messverfahren in der Werbepraxis.
Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der Messverfahren zu geben, ihre Vor- und Nachteile aufzuzeigen und deren Eignung für die Werbepraxis zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studienergebnisse, insbesondere im Bereich der Copytests und der Blickregistrierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Modelle sowie die detaillierte Darstellung und kritische Würdigung spezifischer Testverfahren wie dem Copytest und apparativer Messungen.
Wesentliche Begriffe sind Werbewirkung, Copytest, Blickregistrierung (Eyetracking), Aktivierungsmessung sowie die Differenzierung zwischen Recall- und Recognition-Verfahren.
Ein Pretest findet vor der Veröffentlichung statt, um Anzeigen zu optimieren, während ein Posttest die Wirkung nach Erscheinen einer Kampagne bewertet.
Zu den Kritikpunkten gehören die Erinnerungsleistung der Probanden, potenzielle Verfälschungen durch Produktinteresse und die Schwierigkeit, die Quelle bei mehreren Werbeträgern eindeutig zu lokalisieren.
Sie ermöglicht es, non-verbal und objektiv zu messen, welche Anzeigenelemente in welcher Reihenfolge vom Auge erfasst werden, was durch bloße Befragungen oft nicht präzise ermittelbar ist.
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