Diplomarbeit, 2000
89 Seiten, Note: 1,0
Abschnitt 1: Einleitung
Abschnitt 2: Lebensweg und Schaffensperiode
1. Kindheit und Ausbildungsjahre
1.1. Jugendzeit
1.2. Ausbildung an der Howard-High-School
1.3. Schulische Ausbildung in Philadelphia
1.4. Begegnung mit Fats Navarro
1.5. Schicksalhafte Begebenheiten
2. Karriere als Jazzmusiker
2.1. Erstes Projekt mit „Chris Powell and the Blue Flames“
2.2. Zusammenarbeit mit Tadd Dameron
2.3. Europatournee mit Lionel Hampton
2.3.1. Brownie und Art Farmer
2.3.2. Aufnahmesessions während der Zeit in Paris
2.4. Art Blakey und Clifford Brown
3. Das legendäre „Clifford Brown – Max Roach Quintet“
3.1. Entstehung und Anfangszeit des Quintetts
3.1.1. Personelle Umstrukturierung
3.2. Erste Aufnahmesessions mit dem „Brown – Roach Quintet“
3.3. Höhepunkt des „Clifford Brown – Max Roach Quintet“
3.4. Personelle Veränderung im Quintett
3.5. Letzte Tournee für das „Brown – Roach Quintet“
Abschnitt 3: Arbeitsweise und Übungsmethoden von Clifford Brown
1. Instrumentenspezifische Übungstechniken
1.1. Warm-Up Übungen
1.1.1. Luft- und Zungentechnische Übungsmethoden
1.1.2. „Buzzing“ mit dem Mundstück
1.2. Non-pressure-System
2. Übungstechnische Aspekte zum Thema Improvisation
2.1. Klavier als Hilfsmittel
2.1.1. Schulung des Gehörs
2.1.2. Anfertigen von Arrangements und Kompositionen
2.2. Tonaufnahmen seiner Übungsphasen
3. Analyse der Arbeitsweise anhand von Übungstapes
3.1. Üben im Kontext mit Jazzstandards
3.2. Transpositionen
3.3. Entwicklung von Melodiephrasen und verschiedenen Artikulation
3.4. Timing (innerer Puls)
Abschnitt 4: Analytische Betrachtungsweise von Solotranskriptionen
1. Quellenangabe
1.1. Jazzstandard: „Jordu“
1.2. Jazzstandard: „Walkin´“
2. Analyse der Melodie
2.1. Verwendung von Ornamentik
2.2. Tonumspielung
2.3. Artikulation
2.4. False Fingering
2.5. Tonumfang
2.6. Tonhöhenveränderungen
2.7. Blue Note
2.8. Melodiepattern
3. Analyse der Rhythmik
3.1. Triolische Figuren
3.2. Doubletime-Pattern
3.3. Rhythmische Verschiebung
3.4. Rhythmuspattern
4. Analyse der Harmonik
4.1. Skalen
4.1.1. Bebopskala
4.1.2. Verminderte Skala
4.1.3. Bluesskala
4.2. Akkorde
4.2.1. Umspielungen
4.2.2. Erweiterungen
4.3. Ersatzkadenz
Abschnitt 5:
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, die musikalische Arbeitsweise, die Übungsmethodik sowie die stilistischen Merkmale des Jazz-Trompeters Clifford Brown umfassend zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie seine spezifischen Techniken zur Entwicklung eines individuellen musikalischen Ausdrucks beigetragen haben.
1.1. Warm-Up Übungen
Aufwärmübungen dienen dazu, wie der Name schon vermuten lässt, den Körper langsam an das Instrument und an seine Aufgaben zu gewöhnen. Speziell bei der Trompete liegt der Schwerpunkt bei Ein- und Ausatmung, sowie bei der Funktionsfähigkeit der Lippenpartie.
Der größte Effekt wird erreicht, indem man die einzelnen Schwerpunkte getrennt voneinander übt und abprüft. Durch den langsamen Aufbau der Aufwärmphase kann sich der Körper bequem an die benötigten Fähigkeiten gewöhnen und sich auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereiten.
Dieses Konzept wurde anfänglich vorwiegend von Klassiktrompetern angewandt. Jazztrompeter hatten meisten keine Klassikausbildung und starteten ihre Übungsphasen deshalb ohne Aufwärmphase. Dies hat meistens zur Folge, dass sich der Körper im Laufe der Zeit wegen diesem Fehlverhalten wehrt und blockiert.
Clifford Brown hatte aber das Glück, dass seine Lehrer ihm zum Teil auch eine klassische Ausbildung zukommen ließen.
Abschnitt 1: Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den unterschätzten Einfluss Clifford Browns auf die Geschichte der Jazztrompete und skizziert seinen schnellen Aufstieg sowie das Erbe des Hard Bop.
Abschnitt 2: Lebensweg und Schaffensperiode: Dieser Teil beschreibt die Biografie Clifford Browns, von seinen Anfängen in Wilmington über seine prägenden Begegnungen mit Musikern wie Fats Navarro und Max Roach bis hin zu seinem tragischen Unfalltod.
Abschnitt 3: Arbeitsweise und Übungsmethoden von Clifford Brown: Dieses Kapitel analysiert Browns spezifische Ansätze zur instrumentalen Ausbildung, einschließlich technischer Übungen, der Arbeit mit dem Klavier und der systematischen Auswertung eigener Aufnahmen.
Abschnitt 4: Analytische Betrachtungsweise von Solotranskriptionen: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte musikalische Analyse von Browns Soli in Jazzstandards, unterteilt in die Kategorien Melodie, Rhythmik und Harmonik.
Abschnitt 5: Die abschließende Bemerkung würdigt Browns eiserne Disziplin und seinen bleibenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Jazzmusikern.
Clifford Brown, Jazztrompete, Hard Bop, Improvisation, Max Roach, Übungsmethodik, Solotranskription, Bebop, Jazzstandard, Warm-Up, Non-pressure-System, Harmonik, Rhythmik, Musikerbiografie
Die Arbeit untersucht das Leben und vor allem die musikalische Arbeitsweise des einflussreichen Jazz-Trompeters Clifford Brown, um zu verstehen, wie er seine technische und improvisatorische Brillanz entwickelte.
Die zentralen Felder sind Browns biografische Entwicklung, seine spezifischen Übungstechniken, die Anwendung von theoretischen Konzepten auf die Improvisation sowie die detaillierte analytische Betrachtung seiner Solotranskriptionen.
Das Ziel ist es, Brown als Lernenden und Musiker zu verstehen und die Methoden zu identifizieren, die seinen einzigartigen Sound und seine improvisatorische Sprache geformt haben.
Der Autor nutzt eine Kombination aus biografischer Recherche, Auswertung von Interviews und eine musikwissenschaftliche Analyse von Übungstapes und Solotranskriptionen der behandelten Jazzstandards.
Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, eine detaillierte Beschreibung der Übungsmethoden und eine systematische Analyse von Browns Spielweise hinsichtlich Melodie, Harmonik und Rhythmik.
Zu den prägenden Begriffen gehören Clifford Brown, Jazz-Trompete, Hard Bop, Improvisationsanalyse, Übungstechnik und die musiktheoretische Betrachtung von Soli.
Das Klavier diente Brown als essentielles Hilfsmittel, um harmonische Zusammenhänge visuell zu begreifen, Arrangements zu erstellen und seine Gehörbildung im Bereich der Jazz-Akkorde zu schulen.
Dieses System zielt darauf ab, den Druck des Mundstücks auf die Lippen zu minimieren, indem die Muskulatur des Gesichts sowie die richtige Atmung gestärkt werden, was Brown zu hoher Ausdauer und Flexibilität verhalf.
Brown nahm seine Übungseinheiten regelmäßig mit Kassettenrekordern auf, um sie später wie ein Außenstehender kritisch zu analysieren, Fehler zu identifizieren und die eigene musikalische Entwicklung gezielt zu steuern.
Die Blue Note wird von Brown gezielt eingesetzt, um bestimmten Linien einen bluesigen Charakter zu verleihen, wobei er sie häufig durch die Erniedrigung der 5. Stufe in Moll-Skalen oder als spezielle Akkorderweiterung in Dominant-Akkorden nutzt.
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