Bachelorarbeit, 2006
48 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Entstehung der Neuen Institutionenökonomie
2.2. Grundannahmen der Ansätze der Neuen Institutionenökonomie
2.3. Teilgebiete innerhalb der Neuen Institutionenökonomie
2.4. Der Markt aus neoklassischer und institutionenökonomischer Sichtweise
3. Operationalisierung von Preis- und Qualitätsunsicherheit
3.1. Preisunsicherheit
3.2. Qualitätsunsicherheit
4. Unsicherheitsreduktionsmaßnahmen
4.1. Transaktionskosten auf Nachfragerseite
4.2. Transaktionskosten auf Anbieterseite
4.3. Transaktionskosten bei dritter Partei
4.4. Zwischenfazit – Marktinstitutionen und effiziente Unsicherheitsreduzierung?
5. Internet, E-Commerce und Transaktionskosten
5.1. Begriffsbestimmungen
5.2. Unsicherheitsreduzierung durch das Internet
5.2.1. Reduzierung des Preisrisikos
5.2.2. Reduzierung von Qualitätsrisiken
5.2.3. Zwischenfazit
5.3. Empirie
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwieweit Institutionen und Marktphänomene aus Sicht der Neuen Institutionenökonomie als effiziente Mechanismen zur Überwindung von Preis- und Qualitätsunsicherheiten in der vorvertraglichen Phase dienen können, und analysiert dies beispielhaft anhand des E-Commerce.
3.2. Qualitätsunsicherheit
Stellt sich bereits die theoretische Auseinandersetzung mit Preisinformationen und den optimalen Aufwendungen um diese zu erlangen problematisch dar, so wird diese Problematik noch erweitert, wenn man die Produktqualität mit einbezieht. Hirshleifer macht dafür zwei Hauptgründe aus:
„First, quality may be multidimensinal, unquantifiable in some respects, and may contain an irreducible subjective element. Second, the authenticity of the claims made by sellers now becomes a most serious question for market participants.“ (Hirshleifer, 1973, S. 37)
Phillip Nelsons Arbeit stellt eine Ergänzung von Stiglers Ansatz um den Faktor der Produktqualität dar. Gerade die Produktqualität ist für Nelson eine entscheidende Komponente bei Kaufentscheidungen:
„Not only do consumers lack full information about the prices of goods, but their information is probably even poorer about the quality variations of products simply because the latter information is more difficult to obtain. One can, for example, readily determine the price of a television set; it is more difficult to determine ist performance characteristics under various conditions or ist expected needs for repairs.“ (Nelson, 1970, S. 311)
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Institutionen Informationsprobleme auf Märkten lösen, und grenzt die Neue Institutionenökonomie von der neoklassischen Theorie ab.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und Kernannahmen der Neuen Institutionenökonomie sowie ihre wichtigsten Teilgebiete.
3. Operationalisierung von Preis- und Qualitätsunsicherheit: Es wird analysiert, wie Unsicherheiten bezüglich Preisen und Produktqualitäten theoretisch erfasst und in Such- sowie Erfahrungsgüter unterteilt werden können.
4. Unsicherheitsreduktionsmaßnahmen: Das Kapitel untersucht Mechanismen zur Kostensenkung, darunter Screening, Signaling, Garantien, Werbung und die Rolle von Intermediären.
5. Internet, E-Commerce und Transaktionskosten: Die theoretischen Ansätze werden auf das Internet angewendet, um dessen Effizienz bei der Reduzierung von Preis- und Qualitätsrisiken zu prüfen.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Erklärungskraft der Neuen Institutionenökonomie gegenüber der Neoklassik.
Neue Institutionenökonomie, Transaktionskosten, Preisunsicherheit, Qualitätsunsicherheit, Informationsasymmetrie, Signaling, Screening, Suchgüter, Erfahrungsgüter, Vertrauensgüter, E-Commerce, Marktorganisation, Intermediäre, Reputation, Preisdispersion.
Die Arbeit analysiert Marktphänomene und Institutionen vor dem Hintergrund der Neuen Institutionenökonomie, um zu verstehen, wie Transaktionskosten in der Phase vor einem Vertragsschluss reduziert werden können.
Zentrale Themen sind der Umgang mit Preis- und Qualitätsunsicherheiten, die Rolle von Informationen auf unvollkommenen Märkten sowie die Bedeutung von Mechanismen wie Signaling und Intermediation.
Ziel ist es zu klären, inwieweit Marktphänomene als effiziente, transaktionskostensparende Mechanismen zur Unsicherheitsüberwindung fungieren und ob die Neue Institutionenökonomie das neoklassische Erklärungsvakuum füllen kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse der Neuen Institutionenökonomie, die anschließend auf das Beispiel des E-Commerce angewendet und durch empirische Studien reflektiert wird.
Der Hauptteil operationalisiert Preis- und Qualitätsunsicherheiten, analysiert Maßnahmen zur Unsicherheitsreduktion auf Anbieter- und Nachfragerseite sowie durch Dritte und untersucht den Einfluss des Internets auf diese Prozesse.
Die wichtigsten Begriffe sind Transaktionskosten, Informationsasymmetrie, Signaling, Such- und Erfahrungsgüter sowie die institutionenökonomische Analyse von Onlinemärkten.
Das Internet reduziert Suchkosten erheblich, ermöglicht eine höhere Preistransparenz und bietet neue Möglichkeiten für das Signaling von Qualität, auch wenn es durch neue Unsicherheiten (z.B. opportunistisches Verhalten) begrenzt wird.
Intermediäre, wie z.B. Marketmaker oder Matchmaker, helfen dabei, räumliche oder informationelle Distanzen zu überbrücken und koordinieren Angebot und Nachfrage, was besonders bei Gütern mit hohem Anteil an Erfahrungseigenschaften essenziell ist.
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