Diplomarbeit, 2005
109 Seiten, Note: 2,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
1.1 Definition des Untersuchungsobjektes
1.1.1 Government
1.1.2 Electronic Government
1.1.3 Mobile Government
1.2 Konkretisierung der Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Mobilität
2.1 Der Mobilitätsbegriff
2.2 Ebenen von Mobilität
2.3 Mobile Interaktion
2.3.1 Räumlich
2.3.2 Zeitlich
2.3.3 Kontextuell
2.3.4 Technisch vermittelte mobile Interaktion
3 Nutzerverhalten
3.1 Nutzererwartungen
3.1.1 Einflüsse der Umwelt
3.1.2 Persönliche Erfahrungen
3.2 Kennenlernphase
3.3 Verhaltensregeln
3.4 Das access anytime, anywhere- Paradigma
4 Government als Organisation
4.1 Mobilität und mobile Technologien in Organisationen
4.2 Strategien für M-Government
4.2.1 „e-Gov Goes Wireless: From Palm to Shining Palm“
4.2.2 „Mobile Government: Die Stadt als Lebensbegleiter“
4.2.3 „Preparing for Wireless and Mobile Technologies in Government”
4.2.4 „Government unplugged”
4.3 M-Government in öffentlichen Organisationen
5 Methoden zur Betrachtung von Prozessen
5.1 Elemente eines Prozesses
5.2 Mobilisierbarkeit von Prozessen
5.3 Bewertungsmethoden
5.3.1 eGov-Rechner
5.3.2 WiBe 21 / WiBe 4.0
5.3.3 3P Value Model for mGovernment applications
5.3.4 Portfolioanalyse
5.3.5 Diskussion der Methoden
6 Kriterien für die Bestimmung der Sinnhaftigkeit
6.1 Zwischenfazit
6.1.1 Mobile: Sonderweg oder Zusatzfunktion
6.2 Kriterienableitung
6.2.1 Vorüberlegungen
6.2.2 Kriterien
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die Sinnhaftigkeit mobiler Angebote der öffentlichen Hand, indem sie kritisch beleuchtet, unter welchen Bedingungen und mit welchen Methoden solche Angebote erfolgreich in Verwaltungsprozesse integriert werden können, ohne die Komplexität und den Nutzerfokus zu vernachlässigen.
1 Einleitung
Das Thema Mobile Government gewinnt im Rahmen des Electronic Government zunehmend an Bedeutung. Zumeist wird als Argument angeführt, dass die Nutzung mobiler Kommunikation (v.a. Mobiltelefonie) zunimmt. Daraus leitet sich die Erwartungshaltung ab, dass nach den sozialen und organisatorischen Veränderungen im privaten Bereich, ebenso wie in Unternehmen, auch die Organisationen im so genannten Public Sector mobile Dienste anbieten und nutzen sollten.
Die Erwartungen an diese neue technologische Entwicklung sind hoch, wie den Aussagen verschiedener Akteure in diesem Bereich zu entnehmen ist (siehe Abbildung 1). Im Laufe der Zeit sind jedoch die hochtrabenden Visionen zunehmend pragmatischeren Erwartungen gewichen. War 2001 noch von einer „fundamentalen Veränderung“ der Rolle des Staates und der Städte durch Mobile Kommunikation die Rede (siehe HABBEL 2000), werden heute v.a. Fragen nach der Möglichkeit des Zugangs und der Veränderung von Steuerungsmechanismen diskutiert (KUSHCHU, KUSCU 2003; DAUM 2002; ZALESAK 2003A) Vorstufe dieser Entwicklungen lässt sich derzeit eine Art Call-Center-Welle beobachten.
1 Einleitung: Führt in das Thema Mobile Government ein, diskutiert die wachsende Bedeutung durch Mobilfunkpenetration und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Mobilität: Analysiert den Mobilitätsbegriff sowie verschiedene Ebenen der Mobilität und Interaktion, um ein theoretisches Fundament für die weitere Arbeit zu schaffen.
3 Nutzerverhalten: Beleuchtet, wie Nutzer mobile Angebote wahrnehmen, welche Rolle Erfahrungen spielen und warum das "anywhere, anytime"-Paradigma kritisch zu hinterfragen ist.
4 Government als Organisation: Untersucht Herausforderungen für öffentliche Organisationen bei der Einführung mobiler Dienste, insbesondere in Bezug auf Prozessänderungen und Akzeptanz.
5 Methoden zur Betrachtung von Prozessen: Stellt verschiedene Bewertungsmethoden wie den eGov-Rechner, die WiBe und das 3P-Modell vor, um die Sinnhaftigkeit von Prozessmobilisierungen zu messen.
6 Kriterien für die Bestimmung der Sinnhaftigkeit: Leitet konkrete Kriterien für die Bewertung ab, unterteilt in Nutzerakzeptanz, organisatorische Bereitschaft und technische Machbarkeit.
7 Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und betont, dass technische Möglichkeiten allein nicht ausreichen, sondern stets die Akzeptanz des Nutzers und der organisatorische Kontext entscheidend für den Erfolg sind.
Mobile Government, E-Government, Öffentliche Verwaltung, Mobilität, Nutzerverhalten, Prozessoptimierung, WiBe, Akzeptanz, Digitalisierung, Technologieakzeptanz, mobile Dienste, Strategische Planung, Public Sector.
Die Diplomarbeit untersucht die Sinnhaftigkeit und die Erfolgsvoraussetzungen von mobilen Angeboten innerhalb der öffentlichen Hand im Kontext von Electronic Government.
Zentrale Felder sind der Mobilitätsbegriff, das Nutzerverhalten, die organisatorischen Anforderungen an Behörden sowie Methoden zur Prozessbewertung.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Kriterien und einer Bewertungsmethodik, um im Vorfeld entscheiden zu können, ob ein geplantes mobiles Angebot der öffentlichen Hand sinnvoll und machbar ist.
Der Autor führt eine Literatur- und Studienanalyse durch, vergleicht bestehende Bewertungsmodelle (z.B. WiBe, 3P-Modell) und leitet daraus ein eigenes Kriteriensystem ab.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Mobilität, Nutzer, Organisation), die Analyse von Bewertungsmethoden für Prozesse und die Kriterienableitung für die Praxis.
Die Arbeit fokussiert auf Mobile Government, Akzeptanz, Prozessmobilisierung und öffentliche Verwaltung.
Der Autor argumentiert, dass dieses rhetorische Konstrukt zu überhöhten Erwartungen führen kann und oft die tatsächlichen sozialen und technologischen Grenzen mobiler Interaktion im Public Sector ausblendet.
Der Mensch als Nutzer oder Verwaltungsmitarbeiter steht im Zentrum, da er über die tatsächliche Nutzung entscheidet, unabhängig davon, wie technisch fortgeschritten ein mobiles Angebot ist.
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