Examensarbeit, 2006
47 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 ADHS – Was ist das eigentlich?
2.1 Ursachen für ADHS
2.2 Prävalenz
2.3 Diagnostik
2.4 Behandlungsmöglichkeiten
3 T. braucht Hilfe – ein Konzept um Hilfestellung zu geben
3.1 Ausgangssituation – Unterricht mit T.
3.2 Fördermaßnahmen
3.2.1 Arbeitsplatzgestaltung
3.2.2 Klare Strukturen und Konsequenz
3.2.3 Vorhersehbarkeit und Hineindenken in ein Thema
3.2.4 Umgang mit Unterrichtsstörungen
3.2.5 Bündelung der Aufmerksamkeit
3.2.6 Nutzung der Konzentrationsphasen
3.2.7 Bewegungsanlässe schaffen
3.2.8 Positive Eigenschaften nutzen
3.2.9 Arbeitsorganisation planen
3.3 Zusammenfassung des Konzeptes
4 Evaluation der durchgeführten Förderung
4.1 Evaluation aus Lehrersicht
4.2 Evaluation aus T.s Sicht
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein schulpraktisches Förderkonzept für einen an ADHS erkrankten Schüler der Jahrgangsstufe 5 zu entwickeln und zu erproben, um dessen schulische Integration zu verbessern und seine individuellen Potenziale unter Berücksichtigung der Symptomatik bestmöglich zu entfalten.
Umgang mit Unterrichtsstörungen
Im Vorfeld dieses Konzeptes versuchte ich auf Unterrichtsstörungen mit sofortigen kurzen und sachlichen Ermahnungen zu reagieren, um T. unmittelbar zu signalisieren, dass sein Verhalten falsch ist. Doch das führte nicht zum Erfolg. Das Gegenteil war der Fall: T. sah die sachliche Ermahnung als willkommenen Aufmerksamkeitsgewinn und schien es zu genießen im Mittelpunkt zu stehen. Nach KROWATSCHEK erleben es ADHS Kinder als positive Verstärkung, wenn die Klasse über ihr Fehlverhalten lacht und der Lehrer ständig zu ihnen spricht. Sie ordnen ihr Verhalten als ‚Erfolg’ ein und wiederholen es entsprechend (vgl. KROWATSCHEK 2002, S. 21). Basierend auf diesem Erfahrungswert soll in dem vorliegenden Konzept eine andere Maßnahme angewendet werden.
In T.s Fall bietet sich die Methode des „gewollten Ignorierens“ an. Dabei wird der Wunsch des Kindes nach Aufmerksamkeit – der bei T. sehr ausgeprägt ist – genutzt, um positives Verhalten zu verstärken. Ich ignoriere also konsequent störendes Verhalten, benenne aber gleichzeitig positive Alternativen, z. B. betone ich, dass ein Großteil der Klasse besonders gut zuhört, während T. mit dem Nachbarn redet. T. verliert so seine Stellung im Mittelpunkt und wird bemerken, dass nur positive Verhaltensweisen in den Blickpunkt der Klasse gerückt werden und Zuwendung erfahren. Ignorieren mit positivem Modell hat sich in der Unterrichtspraxis als äußerst effektiv erwiesen (vgl. ebd., S. 21).
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die gesellschaftliche Wahrnehmung von ADHS und begründet das Anliegen der Arbeit, für den Schüler T. ein passgenaues Förderkonzept zu entwerfen.
2 ADHS – Was ist das eigentlich?: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Hintergrund zu Ursachen, Prävalenz, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten des Störungsbildes.
3 T. braucht Hilfe – ein Konzept um Hilfestellung zu geben: Hier wird die Ausgangssituation beschrieben und ein detailliertes Förderkonzept mit konkreten pädagogischen Maßnahmen entworfen.
4 Evaluation der durchgeführten Förderung: Dieser Abschnitt wertet die praktische Umsetzung der Maßnahmen aus der Perspektive der Lehrkraft sowie des Schülers aus.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit zieht Bilanz über den Erfolg der Maßnahmen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige pädagogische Arbeit.
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, schulisches Förderkonzept, Klassenmanagement, Inklusion, Verhaltensauffälligkeit, pädagogische Intervention, Lernatmosphäre, Unterrichtsstörungen, Selbstwertgefühl, Teilleistungsstörungen, Schulpraxis, Prozessorientierung, positive Verstärkung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines pädagogischen Förderkonzepts für einen an ADHS erkrankten Schüler in einer 5. Klasse, um dessen schulische Teilhabe und Lernleistungen zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf dem theoretischen Verständnis von ADHS, der praktischen Anwendung von Unterrichtsstrategien sowie der Evaluation von Maßnahmen zur Verhaltenssteuerung.
Das Ziel ist es, dem betroffenen Schüler durch klare Strukturen, positive Verstärkung und individuelle Anpassungen eine erfolgreiche schulische Entwicklung zu ermöglichen und den Leidensdruck im Unterricht zu minimieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse, Verhaltensbeobachtung, aktiver Konzepterprobung und anschließender qualitativer Evaluation.
Der Hauptteil widmet sich der Analyse der Ausgangssituation des Schülers, der detaillierten Beschreibung der Fördermaßnahmen sowie der anschließenden Dokumentation der Erprobung.
Wesentliche Begriffe sind ADHS, Förderkonzept, Unterrichtsstörungen, positive Verstärkung, Arbeitsorganisation, Selbstbild und schulisches Umfeld.
Sie dient dazu, das Bedürfnis des Schülers nach Aufmerksamkeit bei störendem Verhalten nicht durch negative Aufmerksamkeit zu bestätigen, sondern diese gezielt auf positive Verhaltensweisen umzulenken.
Durch die Unterteilung komplexer Aufgaben in kleine, handhabbare Schritte wird Überforderung vermieden, Frustration reduziert und das Erfolgserlebnis durch prozessorientierte Rückmeldung gefördert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

