Diplomarbeit, 2004
89 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Internationale Joint Ventures als Forschungsgegenstand
2.1 Internationales Joint Venture
2.1.1 Internationale Joint Ventures im Rahmen der Internationalisierung
2.1.2 Definition von Internationalen Joint Ventures
2.1.3 Wichtige Abgrenzung zu anderen Kooperationsformen
2.1.4 Einflussfaktoren auf Internationale Joint Ventures
2.2 Interkulturelle Managementforschung
2.2.1 Die Problematik des Kulturbegriffs
2.2.1.1 Definition von Kultur
2.2.1.2 Abgrenzung von Kultur
2.2.2 Aufgaben der Interkulturellen Managementforschung
2.2.3 Entwicklung der Interkulturellen Managementforschung
2.2.4 Ansätze der Interkulturellen Managementforschung
2.3 Der Ansatz der Kulturdimensionen
2.3.1 Kulturdimensionen nach HOFSTEDE
2.3.2 Kulturdimensionen nach HALL
2.3.3 Kritik an den Ansätzen von HOFSTEDE und HALL
2.4 Interkulturalitätsstrategien
2.4.1 Kulturelles Dominanzmodell
2.4.2 Kulturelles Kompromissmodell
2.4.3 Kulturelles Synergiemodell
2.4.4 Kritik am Ansatz der Interkulturalitätsstrategien
3 Beispiele ‚erfolgreicher’ deutsch-französischer Joint Ventures
3.1 Der Europäische Kulturkanal ARTE
3.1.1 Historischer Hintergrund von ARTE
3.1.2 ARTE im Spannungsfeld französischer und deutscher Kultur
3.1.2.1 ‚culture cultivée’ vs. ‚Kultur’
3.1.2.2 Zentrale vs. dezentrale Medienstruktur
3.1.2.3 Französische vs. deutsche Konkurrenzsituation
3.1.2.4 Sehgewohnheiten französischer und deutscher Zuschauer
3.1.2.5 Vorstellungswelten französischer und deutscher Zuschauer
3.1.3 Umgang bei ARTE mit den kulturellen Unterschieden
3.1.3.1 Strukturelle Aspekte von ARTE
3.1.3.1.1 Organisation und Programmzulieferungssystem
3.1.3.1.2 Grundsatz der Parität
3.1.3.1.3 Europäische Partner
3.1.3.2 Nutzung von Synergien
3.1.3.2.1 Nutzung kulturspezifischer Kompetenzen
3.1.3.2.2 Integrative und grenzübergreifende Programmkonzeption
3.1.3.2.3 Innovativer Anspruch des Europäischen Kulturkanals
3.1.4 Interpretation der Strategie von ARTE
3.2 Der Helikopterproduzent EUROCOPTER
3.2.1 Historischer Hintergrund
3.2.2 EUROCOPTER im Spannungsfeld französischer und deutscher Kultur
3.2.2.1 Generalisten vs. Spezialisten
3.2.2.2 Autorität vs. Konsens
3.2.2.3 Flexibilität vs. Kontinuität
3.2.2.4 Informelle vs. formelle Beziehungen
3.2.2.5 Sprachliche Missverständnisse
3.2.2.6 Deutsch-französische Synergien bei EUROCOPTER
3.2.3 Internationale Personal- und Organisationsentwicklung
3.2.3.1 Interkulturelle Kompetenz als strategische Notwendigkeit
3.2.3.2 Forschungsprojekt zum Thema Interkulturelles Verhaltenstraining
3.2.3.3 Konzepte der Personal- und Organisationsentwicklung
3.2.3.3.1 Interkultureller Lernprozess als Veränderungspotenzial
3.2.3.3.2 Monokulturelle Trainingsmaßnahmen
3.2.3.3.3 Bikulturelle Organisationsentwicklungsprozesse
3.2.3.3.3.1 Bikulturelle Organisationsentwicklung im Personalwesen
3.2.3.3.3.2 Bikulturelle Organisationsentwicklung im Team
3.2.3.3.4 Weiterentwicklung der gemeinsamen Konzepte
3.2.4 Interpretation der Strategie von EUROCOPTER
4. Conclusio
Die Arbeit untersucht die Rolle kultureller Unterschiede in deutsch-französischen Wirtschaftskooperationen, insbesondere im Kontext von Joint Ventures, mit dem Ziel, Konflikt- und Synergiepotenziale aufzuzeigen und Strategien für ein erfolgreiches interkulturelles Management abzuleiten.
3.2.2.1 Generalisten vs. Spezialisten
Viele kulturelle Konflikte rührten von den unterschiedlichen Bildungs-, Ausbildungs- und Karrieresystemen zwischen Deutschland und Frankreich her. So werden z.B. an den Grandes Écoles – rd. 160 Ingenieur- und 40 Handelshochschulen, die in Frankreich ein hohes Ansehen genießen – abstrakt denkende Generalisten und Führungskräfte ausgebildet. Deutsche Arbeitskräfte dagegen sind hochspezialisierte und praxisbezogene Fachmänner. In der Praxis äußert sich diese darin, wie Aufgaben angegangen und Informationen gewonnen werden. Französische Ingenieure verfügen ihrer Ausbildung entsprechend über eine relativ theoretische, abstrakte und oberflächliche Sichtweise eines Problems, deutsche Ingenieure dagegen gehen eine Aufgabe an, indem sie Teilaspekte isolieren und damit zu einer detaillierten und konkreten Lösung gelangen. Bei der Gewinnung von Informationen legt die französische Seite großen Wert auf die Synthese und präsentiert nur eine einzige, einfache sowie originelle Lösung. Die deutsche Seite dagegen liefert eine hohe Menge an noch aufzubereitenden Informationen.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung interkultureller Kooperation im Zuge der Globalisierung und Erläuterung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Diplomarbeit.
2 Internationale Joint Ventures als Forschungsgegenstand: Theoretische Fundierung des Kulturbegriffs, Darstellung der Interkulturellen Managementforschung und Analyse verschiedener Strategien im Umgang mit kulturellen Differenzen.
3 Beispiele ‚erfolgreicher’ deutsch-französischen Joint Ventures: Detaillierte Fallstudien zu ARTE und EUROCOPTER zur Untersuchung von Konflikten und Synergiepotenzialen in der deutsch-französischen Zusammenarbeit.
4. Conclusio: Zusammenführung der Erkenntnisse aus den Fallstudien und Ableitung von Empfehlungen für das Management und die zukünftige Forschung im Bereich interkultureller Zusammenarbeit.
Interkulturelles Management, Deutsch-Französische Joint Ventures, Kulturdimensionen, Unternehmenskultur, Interkulturelle Kompetenz, Synergiepotenzial, Organisationsentwicklung, ARTE, EUROCOPTER, Akkulturation, Konfliktmanagement, Personalentwicklung, Internationale Kooperation, Interkulturelles Training, Globalisierung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle nationaler kultureller Unterschiede in der deutsch-französischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Die zentralen Themenfelder sind die interkulturelle Managementforschung, das Management von Joint Ventures sowie konkrete Strategien zur Gestaltung interkultureller Synergien.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Reibungspunkte in wirtschaftlichen Kooperationen durch ein Verständnis für die jeweiligen Kulturen und gezielte Managementansätze in Synergien umgewandelt werden können.
Es wurde eine theoretische Analyse kombiniert mit einer Fallstudien-Methodik angewandt, wobei zwei erfolgreiche deutsch-französische Joint Ventures tiefgehend analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die zwei ausführlichen Fallstudien zum Kulturkanal ARTE und dem Hubschrauberhersteller EUROCOPTER.
Wichtige Schlagworte sind interkulturelles Management, Synergie, Joint Ventures, Unternehmenskultur und Organisationsentwicklung.
Während ARTE durch vertragliche Regelungen (Paritätsprinzip) versucht, Konflikten eher aus dem Weg zu gehen, verfolgt EUROCOPTER einen aktiven, lernorientierten Ansatz der interkulturellen Organisationsentwicklung.
Die Arbeit verdeutlicht, dass unterschiedliche Bildungssysteme (z.B. französische Generalisten/Eliteschulen vs. deutsche Spezialisten) direkt das Arbeitsverständnis, die Herangehensweise an Probleme und das Rollenverständnis von Führungskräften beeinflussen.
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