Diplomarbeit, 2005
134 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Stand der Technik
2.1 Zeigeeffektivität und Zeigeeffizienz
2.2 Bisherige Beiträge zu LPKS
2.3 Stiftbasierte Eingabetechniken
2.4 Verfügbare kommerzielle Lösungen
3 Entwicklung eines neuen LPKS
3.1 Konzeption des neuen LPKS
3.2 Technische Basis
3.2.1 Verwendete Hardware
3.2.2 Software zur Bildverarbeitung
3.2.3 Videoschnittstelle
3.3 Softwaretechnische Umsetzung
3.3.1 Laserpunkterkennung
3.3.2 Rektifizierung von Laserpunktkoordinaten
3.3.3 Zeigegestenerkennung
3.3.4 Kontextextraktion
3.3.5 Zusammenführung von Nutzereingaben und Kontext
3.3.6 Visualisierung im Interaktionsprozess
3.4 Dokumentation des Programmcodes
4 Anleitung zur Benutzung des LPKS
4.1 Inbetriebnahme des LPKS
4.2 Individualisierung des LPKS
5 Quantitative Evaluierung des LPKS
6 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Laserpointer-Kamera-Systemen (LPKS) im Hinblick auf Zeigeeffektivität und -effizienz. Es wird erforscht, wie durch aufwandsarme Hardware und intelligente Softwaremechanismen eine intuitive Interaktion mit Projektionsflächen ermöglicht werden kann, die bestehende Probleme wie Handzittern kompensiert und die Interaktionsqualität einer Computermaus erreicht.
3.3.1 Laserpunkterkennung
Die Laserpunkterkennung hat die Aufgabe Kamerabilder sequentiell auf das Vorhandensein eines Laserpunktes zu überprüfen und gegebenenfalls dessen Koordinaten zu bestimmen. Die Koordinaten werden benötigt, um im Anschluss den Mauszeiger zu positionieren. In zweierlei Hinsicht sind die Algorithmen zur Laserpunkterkennung von entscheidender Bedeutung für die Leistungsfähigkeit des gesamten LPKS. Zum einen können durch eine ineffektive Laserpunkterkennung Latenzen entstehen, welche die Eingabeleistung des Nutzers stark einschränken. Zum anderen kann eine unzuverlässige Laserpunkterkennung das LPKS durch Fehldetektionen vollkommen unbrauchbar machen.
Die im Abschnitt 2.2 vorgestellten LPKS realisieren die Laserpunkterkennung durch die Suche nach einem Bildpunkt mit maximaler Intensität. Übersteigt diese Intensität eine definierte Schwelle so wird der Bildpunkt als Laserpunkt klassifiziert. In der vorliegenden Diplomarbeit wird diese Technik so modifiziert, dass nicht die Helligkeit eines Bildpunktes im Vordergrund steht, sondern die Abweichung der Bildpunktfarbe von der Laserfarbe. Ein Bildpunkt wird dann als Laserpunkt klassifiziert, wenn seine Farbwerte (Rot, Grün, Blau) möglichst wenig von der Laserfarbe abweichen.
Die Abbildung 3.4 veranschaulicht wie ein Kamerabild IRGB zunächst in die Farbbestandteile Rot (IR), Grün (IG) und Blau (IB) zerlegt wird. Danach wird von den drei Farbkanälen die jeweilig passende Farbkomponente der Laserfarbe subtrahiert. Aus dem Mittelwert der absoluten Differenzen berechnet sich das Graustufenbild S („Score map“). Bewusst wird hier auf die Berechnung der euklidischen Distanz verzichtet, da sie eine, bzgl. der Rechenzeit, teure Wurzelfunktion beinhaltet. Eine Minimumsuche in S liefert den Helligkeitswert S(xmin, ymin). Anschließend wird die absolute Differenz SDiff aus S(xmin, ymin) und dem Mittelwert SMean = Mean(S) gebildet: SDif f = |SMean − S(xmin, ymin)|. Übersteigt SDiff eine definierte Schwelle ThScore, dann wird der Bildpunkt an der Position (xmin, ymin) als Laserpunkt klassifiziert.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Motivation zur Erweiterung von Laserpointern zu komplexen Interaktionswerkzeugen und definiert das Ziel der Arbeit, die Leistungsfähigkeit von LPKS zu verbessern.
2 Stand der Technik: Hier werden die Grundlagen von Zeigeeffektivität und -effizienz erläutert sowie bestehende LPKS-Forschung und stiftbasierte Eingabetechniken kritisch bewertet.
3 Entwicklung eines neuen LPKS: Dieses Hauptkapitel dokumentiert die Konzeption, die technische Basis, die Software-Implementierung inklusive Laserpunkterkennung, Kontextanalyse und die Skript-basierte Individualisierung des Systems.
4 Anleitung zur Benutzung des LPKS: Eine praxisorientierte Anleitung zur Inbetriebnahme, Justierung und Nutzung der von Mario Pilz entwickelten LPKS-Software.
5 Quantitative Evaluierung des LPKS: Die Evaluierung der Leistungsfähigkeit des entwickelten Systems anhand standardisierter ISO-Durchsatzanalysen und deren Vergleich mit herkömmlichen Eingabemethoden.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Eine abschließende Reflektion der erreichten Ziele sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der laserbasierten Mensch-Maschine-Interaktion.
Laserpointer-Kamera-System, LPKS, Mensch-Maschine-Interaktion, Zeigeeffektivität, Zeigeeffizienz, Bildverarbeitung, OpenCV, Dwell-Mechanismus, Kontextanalyse, Gestenerkennung, ISO 9241-9, Durchsatzanalyse, Skriptprozessor.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Laserpointer-Kamera-Systems, das als präzises und effizientes Eingabegerät für die Interaktion mit großen Projektionsflächen dient.
Zentrale Schwerpunkte sind die Bildverarbeitung zur Laserpunkterkennung, die Modellierung von Interaktionsmechanismen und die quantitative Bewertung der Leistungsfähigkeit durch ergonomische Studien.
Das primäre Ziel ist die Steigerung der Zeigeeffektivität und -effizienz gegenüber bestehenden Lösungen, um eine flüssige und präzise Computersteuerung mittels Laserpointer zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf der Analyse bestehender Ansätze sowie der experimentellen Evaluierung mittels standardisierter Durchsatztests gemäß der ISO-Norm 9241-9.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption des neuen Systems, der technischen Hardware- und Softwareumsetzung sowie der Entwicklung eines flexiblen, skriptbasierten Interaktionsmodells.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Laserpointer-Kamera-System, Zeigeeffizienz, Bildverarbeitung, Gestenerkennung und ISO-Norm 9241-9 geprägt.
Das System nutzt verschiedene Ansätze, darunter adaptive Zeigerbeschleunigung, pseudo-haptisches Feedback durch Modifikation der Interaktionsbereiche und eine leistungsfähige Kontextanalyse zur Stabilisierung der Eingaben.
Der "Flow-Mechanismus" ermöglicht eine strichbasierte Interaktion, bei der durch ein einfaches Überstreichen von Bedienelementen Aktionen ausgelöst werden, wodurch das schwierige und hektische exakte "Point & Click" entfällt.
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