Magisterarbeit, 2006
88 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Dörner: Intelligenz und Problemlösen
2.1 Problemdefinition
2.2 Lohhausen-Paradigma
2.2.1 Ergebnisse des Lohhausen-Paradigma
2.3 Diskussion der Ergebnisse des Lohhausen-Paradigma
3. Schneiderwerkstattproblem (SWS)
3.1 SWS & Putz-Osterloh und Lüer
3.1.1 Ergebnisse
3.2 SWS & Funke
3.2.1 Ergebnisse
3.3 SWS & Hussy
3.3.1 Ergebnisse
3.4 Zusammenfassende Betrachtung
4. Rüppell: QI statt IQ
4.1 GIN & CHIPS – Modell
4.1.1 Das Konzept der produktiven Intelligenz
4.1.2 GIN – Die Struktur der produktiven Intelligenz
4.1.3 CHIPS – Die Prozesse der produktiven Intelligenz
4.1.4 GIN & CHIPS
4.1.5 Die Lehre der produktiven Intelligenz
4.1.5a Die Lehre der Mikrooperationen
4.1.5b Die Lehre der handlungsanalogen Schemata
4.1.5c Ein Lehr- und Lernmodell für die Ausbildung der CHIPS
4.2 Der DANTE-Test
4.2.1 Analogie-Empfänglichkeit (AE)
4.2.2 Selektive Elaboration (SE)
4.2.3 Koordinationskapazität (KK)
4.2.4 Strukturierungsflexibilität (SF)
4.2.5 Synergetisches Denken (SD)
4.2.6 Operationalisierung der Qualitäten des erfinderischen Denkens
4.2.7 Entwurf des DANTE-Tests
4.3 Zusammenfassende Betrachtung
5. Die Diskussion der bisherigen Befunde
6. Internetbeiträge zum Thema der Intelligenz- und Problemlöseforschung
6.1 Komplexes Problemlösen, Funke
6.2 Determinanten komplexen Problemlösens, Wittman, Süß & Oberauer
6.3 Erfassung fächerübergreifender Problemlösekompetenzen in PISA, Baumert et al.
7. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen menschlicher Intelligenz und Problemlösefähigkeit, um der Frage nachzugehen, warum in psychologischen Studien häufig eine geringe oder gar keine Korrelation zwischen IQ-Tests und der Bewältigung komplexer Probleme festgestellt wurde.
2. Dörner: Intelligenz und Problemlösen
„Meine Grundthese ist: Intelligenz hat mit Intellekt relativ wenig zu tun! Diese in Kurzform und absichtlich provokant gehaltene Aussage lautet in Langform: Intelligentes, raffiniertes, vernünftiges, effektives Problemlösen basiert nur zum geringen Teil auf dem Funktionieren einer psychischen „Intelligenzmaschinerie“, d.h. auf rein intellektuellen Prozessen“ (Dörner 1984, S. 11).
Was veranlasste einen der bedeutendsten deutschen Psychologen zu solch einer provozierenden Aussage? Wie kann man behaupten, Fähigkeit zum Problemlösen hätte mit der Intelligenz des Menschen nichts zu tun? Auf welchen Experimenten und Befunden basiert Dörners Grundthese?
Intelligenzdiagnostik und Problemlösen, beiden Thematiken wurde in den letzten Jahren gerade im deutschen psychologischen Sprachraum große Aufmerksamkeit gewidmet. Zahlreiche Experimente auf diesem Gebiet führten bekannte Psychologen wie Dörner, Lüer, Putz-Osterloh, Funke, Hussy, usw. durch. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig Interesse die Frage nach dem Zusammenhang von Intelligenz und Problemlösefähigkeit fand. Roth sieht den Grund für die mangelhafte Forschung in diesem Bereich darin, „...dass sich die Intelligenztestforschung lange Zeit insbesondere für interindividuelle Unterschiede interessiert hat, während sich die Problemlöseforschung vor allem mit allgemeinen Gesetzmäßigkeiten kognitiver Prozesse beschäftigt“ (Roth 1998, S. 201).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verbindung zwischen Intelligenzforschung und Problemlöseforschung sowie Aufwerfen der zentralen Forschungsfrage nach deren Zusammenhang.
2. Dörner: Intelligenz und Problemlösen: Vorstellung von Dörners provokanter These sowie detaillierte Untersuchung des Lohhausen-Paradigmas und der daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen.
3. Schneiderwerkstattproblem (SWS): Darstellung der SWS-Studien verschiedener Forscher als „Kleinausgabe“ komplexer Probleme und Diskussion der unterschiedlichen Ergebnisse unter verschiedenen Transparenzbedingungen.
4. Rüppell: QI statt IQ: Einführung des Konzepts der Qualitativen Intelligenz (QI) durch die GIN- und CHIPS-Modelle und Vorstellung des DANTE-Tests als prozessorientiertes Diagnoseverfahren.
5. Die Diskussion der bisherigen Befunde: Kritische Reflexion der vorangegangenen Studien und Einordnung der Ergebnisse in den historischen Kontext der psychologischen Forschung.
6. Internetbeiträge zum Thema der Intelligenz- und Problemlöseforschung: Präsentation aktueller Forschungsperspektiven und -ansätze im Bereich des komplexen Problemlösens anhand ausgewählter Online-Beiträge.
7. Schlusswort: Resümee der Arbeit und Fazit zur aktuellen Relevanz der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Intelligenz und Problemlösefähigkeit.
Intelligenz, Problemlösen, Lohhausen-Paradigma, Schneiderwerkstattproblem, Qualitative Intelligenz, GIN-Modell, CHIPS-Modell, DANTE-Test, Kognitive Schemata, Informationsverarbeitung, Analogie-Empfänglichkeit, Strukturierungsflexibilität, Denken in Analogien, Problemlösekompetenz, Psychologische Forschung.
Die Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen menschlicher Intelligenz und der Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, und hinterfragt die provokante These, dass zwischen beiden Bereichen kaum ein Zusammenhang besteht.
Die zentralen Felder sind die klassische Problemlöseforschung (u.a. Computersimulationen wie Lohhausen), die Intelligenzdiagnostik und das neuartige Konzept der Qualitativen Intelligenz (QI).
Das Ziel ist es, die Gründe für die oft niedrige Korrelation zwischen Intelligenztests und Problemlöseleistungen zu identifizieren und zu prüfen, ob neue Ansätze wie der DANTE-Test diese Lücke schließen können.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse psychologischer Studien, basierend auf Literaturrecherche und der Auswertung von computersimulierten Szenarien sowie prozessorientierten Testmodellen.
Der Hauptteil analysiert die historischen Meilensteine der Problemlöseforschung (Dörner, Funke, Hussy), die theoretischen Grundlagen der kognitiven Informationsverarbeitung (GIN/CHIPS) und die praktische Anwendung durch den DANTE-Test.
Die Begriffe "Qualitative Intelligenz", "Komplexes Problemlösen", "Informationsverarbeitung" und "DANTE-Test" sind für das Verständnis der Arbeit essenziell.
Dörner argumentiert, dass IQ-Tests meist klar strukturierte, monotelische Aufgaben sind, während komplexe Probleme intransparent und polytelisch sind und hohe Anforderungen an Eigeninitiative und Selbstorganisation stellen.
Der DANTE-Test soll als prozessorientiertes Instrument den "erfinderischen Geist" diagnostizieren, indem er das Denken in komplexen Analogien statt bloßer logischer Schnelligkeit prüft.
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