Diplomarbeit, 2005
106 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Wissenstheoretischer Bezugsrahmen
2.1 Wissen
2.1.1 Definition: Daten, Information und Wissen
2.1.2 Arten von Wissen
2.1.3 Wissensträger
2.2 Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements
2.2.1 Definition von Wissensmanagement
2.2.2 Dimensionen des Wissensmanagements
2.2.3 Bausteine des Wissensmanagements
2.2.3.1 Wissensidentifikation
2.2.3.2 Wissens(ver)teilung / Wissenstransfer
2.2.4 Instrumente und Methoden des Wissensmanagements
3 Der Kulturbegriff im Überblick
3.1 Charakterisierung von Kultur
3.2 Existenz von Kulturunterschieden in multinationalen Unternehmen
3.3 Gegenüberstellung zweier Kulturkreise – China und Deutschland
3.3.1 Grundlagen der chinesischen Kultur
3.3.2 Grundlagen der deutschen Kultur
3.3.3 Die Kulturdimensionen anhand des Ansatzes von Geert Hofstede
3.4 Vergleich der Kulturdimensionen zwischen China und Deutschland anhand des Ansatzes von Geert Hofstede
3.4.1 Machtdistanz
3.4.2 Unsicherheitsvermeidung
3.4.3 Individualismus versus Kollektivismus
3.4.4 Maskulinität versus Femininität
3.4.5 Langfristige versus kurzfristige Orientierung
3.4.6 Kritik des Ansatzes von Geert Hofstede
3.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede des chinesischen und deutschen Kulturkreises
4 Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse
4.1 Wissen und Kultur
4.2 Wissen im Einflussbereich philosophischer Strömungen
4.3 Auswirkungen der Kulturdimensionen von Hofstede auf das Wissensmanagement
4.4 Wissensmanagement und Motivation
5 Modell zur Implementierung von Wissensmanagement im Unternehmen
5.1 Wissensmanagement und Projektmanagement
5.2 Phasenmodell zur Implementierung von Wissensmanagement
5.2.1 1. Phase: Zielfindung und Initiierung
5.2.1.1 Wissensziele von Wissensmanagementprojekten
5.2.1.2 Kick-off-Meeting
5.2.2 2. Phase: Analyse der Wissens- und Kommunikationsstrukturen
5.2.3 3. Phase: Entwicklung eines Wissensmanagementkonzeptes
5.2.4 4. Phase: Implementierung der Wissensinstrumente
5.2.5 5. Phase: Evaluation der Instrumente und der Vorgehensweise
5.3 Kritische Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Wissensmanagement
6 Implementierung von Wissensmanagement am Beispiel des Siemens AMC AA
6.1 Kurzportrait des Siemens AMC AA
6.2 Das Wissensmanagementprojekt bei Siemens AMC AA
6.3 Zielsetzung und Initiierung des Projektes – Phase 1
6.4 Methodik der Untersuchung – Phase 2
6.4.1 Auswahl des Untersuchungsinstruments
6.4.2 Zentrale Fragestellungen
6.5 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
6.5.1 Siemens Unternehmenskultur
6.5.2 Wissens- und Kommunikationsstrukturen
6.5.2.1 Die Wissensstruktur des AMC AA
6.5.2.2 Die Kommunikationsstrukturen des AMC AA
6.5.3 IT-Infrastruktur
6.5.4 Kommunikations- und Kooperationskultur
6.5.5 Kulturelle Aspekte
6.6 Entwicklung eines Wissensmanagementkonzeptes für das AMC AA – Phase 3
6.6.1 Organisation
6.6.2 Human Resources
6.6.3 IT-Infrastruktur
6.6.4 Interkulturelles Wissensmanagement als Synthese von Kultur und Wissen
6.6.4.1 Das Verhältnis von Unternehmenskultur und nationaler Kultur
6.6.4.2 Handlungsempfehlungen für ein kulturbewusstes Wissensmanagement
6.7 Kritische Würdigung des Wissensmanagementprojektes im AMC AA
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Entwicklung eines ganzheitlichen Modells zur Implementierung von Wissensmanagement innerhalb des Siemens AMC AA in Peking ab, wobei insbesondere die Auswirkungen interkultureller Unterschiede zwischen Deutschland und China untersucht werden, um daraus spezifische Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
3.4.1 Machtdistanz
Die Machtdistanz beschreibt das Ausmaß, bis zu dem schwächere Mitglieder der Gemeinschaft die ungleiche Verteilung von Macht hinnehmen bzw. erwarten. Gesellschaftlich betrachtet zeigt der Machtindex (MDI) die Akzeptanz von Autorität bzw. von Hierarchien innerhalb der Gesellschaft [Vest01, S. 61]. Ein hoher Machtindex bedeutet eine stärkere Akzeptanz der Ungleichverteilung von Macht in der Gesellschaft, d. h. zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten ist die emotionale Distanz sehr groß. Die Mitarbeiter tendieren dazu, den Chef nur selten anzusprechen, zu widersprechen oder zu kritisieren [Hofs93, S. 42]. Gesellschaften mit hoher Machtdistanz lassen kaum einen Veränderungsspielraum der individuellen Machtposition zu [HoPu05, S. 23].
Dagegen stellt die Chancengleichheit in Gesellschaften mit niedriger Machtdistanz ein wichtiges gesellschaftliches Gut dar. Die Abhängigkeit des Mitarbeiters von seinem Vorgesetzten ist in Ländern mit geringer Machtdistanz begrenzt. Der Vorgesetzte ist für den Mitarbeiter immer ansprechbar sowie auch offener Kritik ausgesetzt [Hofs93, S. 42].
1 Einführung: Dieses Kapitel etabliert den ökonomischen Kontext des Wissensmanagements und definiert die Problemstellung, Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Wissenstheoretischer Bezugsrahmen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Wissen und Wissensmanagement definiert, inklusive der verschiedenen Dimensionen, Bausteine und Methoden des Wissensmanagements.
3 Der Kulturbegriff im Überblick: Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition von Kultur und vergleicht mittels der Kulturdimensionen von Geert Hofstede die Unterschiede zwischen dem deutschen und chinesischen Kulturkreis.
4 Wissensmanagement im Spannungsfeld interkultureller Einflüsse: Hier werden die Auswirkungen der zuvor beschriebenen Kulturunterschiede auf das Wissensmanagement sowie auf Motivationsmethoden analysiert.
5 Modell zur Implementierung von Wissensmanagement im Unternehmen: In diesem Kapitel wird ein praxisorientiertes Phasenmodell für die Einführung von Wissensmanagement entwickelt, das den gesamten Prozess von der Zielfindung bis zur Evaluation abdeckt.
6 Implementierung von Wissensmanagement am Beispiel des Siemens AMC AA: Dieses Kapitel wendet das Phasenmodell konkret auf das Fallbeispiel des Siemens AMC AA an, präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung und gibt Handlungsempfehlungen.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit resümiert und zukünftige Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Wissen und Kultur diskutiert.
Wissensmanagement, interkulturelles Management, Siemens AMC AA, China, Deutschland, Geert Hofstede, Unternehmenskultur, Wissensidentifikation, Wissenstransfer, Wissensnutzung, Guanxi, Wissensstruktur, Kollektivismus, Individualismus, Wissensziele
Die Diplomarbeit behandelt die Entwicklung eines Modells zur Implementierung von Wissensmanagement in einem multinationalen Unternehmen, unter besonderer Berücksichtigung kultureller Unterschiede zwischen Deutschland und China.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die kulturvergleichende Analyse zwischen Deutschland und China nach Hofstede sowie die praktische Anwendung in einem Wissensmanagementprojekt bei Siemens.
Das primäre Ziel ist es, ein ganzheitliches Modell zur Implementierung von Wissensmanagement für das Siemens AMC AA in Peking zu erarbeiten, das sowohl wissenschaftliche als auch kulturspezifische Faktoren integriert.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Untersuchungsmethode, insbesondere durch persönliche Interviews mit Führungskräften, da dies den analytisch-deskriptiven Charakter der Fragestellung am besten unterstützt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Bezugsrahmen, eine Kulturbetrachtung, die Analyse der Auswirkungen dieser Kultur auf Wissensmanagement-Prozesse sowie ein detailliertes Phasenmodell zur Umsetzung im Unternehmen.
Wissensmanagement, Interkulturelles Management, Siemens AMC AA, China, Unternehmenskultur und Wissenstransfer sind die prägenden Begriffe.
Während die deutsche Kultur rational-analytisch geprägt ist und auf offene Kommunikation setzt, ist die chinesische Kultur durch hierarchisches Denken, ein starkes Harmoniebedürfnis und die Bedeutung von informellen Beziehungsnetzwerken (Guanxi) geprägt.
Das Bestreben, das Gesicht zu wahren, wirkt als Kommunikationsbarriere, da Fehler häufig vertuscht werden, statt sie offen in organisationalen Lernprozessen zu diskutieren, was die Wissens(ver)teilung erschwert.
Obwohl es in China ansässig ist, sind fast alle wichtigen Managementpositionen mit deutschen Mitarbeitern besetzt, was bedeutet, dass westliche Managementmethoden tendenziell ohne direkte Adaption an den chinesischen Kontext angewendet werden.
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