Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Angst
2.1 Das Phänomen Angst
2.2 Definition der Angst
2.3 Angsttheorien
2.3.1 Psychoanalytische Theorie nach Sigmund Freud
2.3.2 Behavioristische Theorie
2.3.3 Kognitionstheoretische Theorie
3. Kinderängste
3.1 Entwicklungsbedingte Kinderängste
3.1.1 Ängste im Säuglingsalter
3.1.2 Ängste im Kleinkind- und Kindergartenalter
3.1.3 Ängste im Grundschulalter
4.1 Definition Schulangst und Schulphobie
4.2 Mögliche Ursachen für die Entstehung von Schulangst
4.2.1 Soziokulturelle Bedingungen für die Entstehung von Schulangst
4.2.2 Familiäre Bedingungen für die Entstehung von Schulangst
4.2.3 Bedingungen, die die Persönlichkeit des Kindes betreffen
4.2.4 Die Schule als Auslöser von Schulangst
4.3 Mögliche Auswirkungen von Schulangst
5. Kindliche Angstbewältigungstechniken
6. Kinderliteratur und ihre Bedeutung bei der Angstbewältigung
6.1 Allgemeine Ausführungen zur Kinderliteratur
6.2 Themenrelevante Gattungen der Kinderliteratur
6.2.1 Das Bilderbuch
6.2.2 Das realistische Kinderbuch
6.2.3 Das phantastische Kinderbuch
6.3 Der Einfluss des Kinderbuches auf die Entwicklung des
6.4 Die Bedeutung des Lesens
6.4.1 Die Wirkung des Lesens aus kommunikations- und lerntheoretischer Sicht
6.4.2 Die Wirkung des Lesens aus psychoanalytischer Sicht
6.4.3 Mechanismen, die beim Lesen von Kinderbüchern wirken
6.5 Kinderliteratur als Hilfsmittel zur Angstbewältigung
6.5.1 Verbalisieren von Kinderängsten durch das Kinderbuch
6.5.2 Angebot von Angstverarbeitungsstrategien durch das Kinderbuch
6.6 Ängste die in Kinderbüchern häufig thematisiert werden
6.7 Überlegungen zur Auswahl von Kinderbüchern zum Thema Angst
7. Ausgewählte Kinderliteratur zum Thema
7.1 „Kannst du nicht schlafen, kleiner Bär?“ von Martin
7.2 „Rosi in der Geisterbahn“ von Philip Waechter
7.3 „Michael hat einen Seemann“ von Wolf Harranth
7.4 „Schule beißt nicht“ von Christoph Mauz
7.5 Abschließende Bemerkungen zu den untersuchten
8. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen kindlicher Ängste in verschiedenen Entwicklungsphasen und analysiert, wie pädagogische Fachkräfte durch den gezielten Einsatz themenspezifischer Kinderliteratur Hilfestellung bei der Angstbewältigung leisten können.
Textprobe:
„Ich fürchte mich“, sagte der kleine Bär. „Warum fürchtest du dich, kleiner Bär?“, fragte der große Bär. „Ich mag die Dunkelheit nicht“, sagte der kleine Bär. „Was für eine Dunkelheit?“ fragte der große Bär. „Die Dunkelheit rundherum“, sagte der kleine Bär. „Aber ich hab dir doch zwei Laternen gebracht“, sagte der große Bär. „Eine kleine und eine größere.“ „Viel größer ist die nicht“, sagte der kleine Bär. „Und die Dunkelheit ist noch immer sehr groß.“ Der große Bär dachte nach. Dann ging er zum Laternenschränkchen und nahm die allergrößte Laterne heraus, die mit den zwei Handgriffen und einem Stückchen Kette zum Aufhängen. Er hängte die Laterne über das Bett des kleinen Bären. „Ich hab dir die allergrößte Laterne gebracht, kleiner Bär“, sagte er. „Mit der wirst du dich nicht mehr fürchten.“ „Danke, großer Bär“, sagte der kleine Bär, kuschelte sich in die Kissen und sah zu wie die Schatten auf den Wänden tanzten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Angstbewältigung bei Kindern ein und skizziert das Forschungsziel, die Rolle von Kinderliteratur als pädagogisches Hilfsmittel zu untersuchen.
2. Angst: Das Kapitel behandelt das Phänomen der Angst aus psychologischer und pädagogischer Sicht, beleuchtet theoretische Konzepte (Freud, Lerntheorien) und definiert den Angstbegriff.
3. Kinderängste: Hier werden entwicklungsbedingte Ängste von der frühen Kindheit bis zum Grundschulalter analysiert und deren Bedeutung für die Ich-Identität hervorgehoben.
4. Schulangst: Dieser Abschnitt widmet sich den Ursachen, Definitionen und Auswirkungen von Schulangst und Schulphobie im Kontext des schulischen Umfelds.
5. Kindliche Angstbewältigungstechniken: Das Kapitel stellt verschiedene Strategien vor, wie Kinder Ängste durch Gespräche, Malen, Spiel oder Geschichten aktiv bewältigen können.
6. Kinderliteratur und ihre Bedeutung bei der Angstbewältigung: Es wird erörtert, wie Literatur (Bilderbücher, realistische und phantastische Erzählungen) als Hilfsmittel fungiert und welche psychischen Mechanismen wie Identifikation und Projektion dabei wirken.
7. Ausgewählte Kinderliteratur zum Thema: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte literarische Analyse von vier exemplarischen Kinderbüchern und evaluiert deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.
8. Schlusswort: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, dass Kinderliteratur ein wertvolles, wenngleich kein Allheilmittel zur Stärkung des kindlichen Selbstvertrauens darstellt.
Kinderängste, Schulangst, Angstbewältigung, Kinderliteratur, Bilderbuch, pädagogische Strategien, Identifikation, Projektion, Grundschule, emotionale Entwicklung, Angsttherapie, Leseerziehung, Angst, Kindheit, Resilienz.
Die Arbeit untersucht, wie Grundschulkinder mit Ängsten umgehen und inwieweit Kinderliteratur als pädagogisches Werkzeug zur Bewältigung dieser Ängste eingesetzt werden kann.
Die Arbeit deckt die Angsttheorie, die spezifischen Ängste im Kindesalter, die Problematik der Schulangst sowie die didaktischen Potenziale der Kinderliteratur ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrpersonen und Eltern durch den gezielten Einsatz ausgewählter Bücher Kindern helfen können, Ängste besser zu verstehen und zu verarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer qualitativen Analyse exemplarischer Kinderbücher zur Angstthematik.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Angst, eine detaillierte Auseinandersetzung mit kindlichen Ängsten und Schulangst sowie eine fundierte Analyse zur Funktion und Auswahl von Kinderliteratur.
Wichtige Begriffe sind Kinderängste, Schulangst, Angstbewältigung, Kinderliteratur, Identifikation und Projektion.
In dieser Phase besitzt das Kind eine sehr aktive Phantasiewelt, die zwar Ängste vor Irrealem (Geister, Monster) befördert, aber gleichzeitig ein wichtiges Spielfeld zur Bewältigung von Ängsten bietet.
Sie ermöglichen es Kindern, ihre eigenen Sorgen in den Protagonisten wiederzuerkennen, bieten Vorbilder für Angstbewältigung und enttabuisieren das Thema in einem geschützten Rahmen.
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