Magisterarbeit, 2006
66 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Handlungskompetenz
1.1 Begriffsbestimmung
1.2 Globalisierung und Wissensgesellschaft
1.2.1 Bedeutung der beruflichen Handlungskompetenz
1.2.2 Identität
1.2.3 Kompetenzanforderungen
1.3 Bildungstheoretische Verortung
1.4 Kompetenzentwicklung
1.4.1 Wissen und Lernen
1.4.2 Lerntheoretische Einordnung
1.4.3 Lernkonzepte
1.5 Zusammenfassung
2 Soziale Netzwerke
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Humanökologisch-systemtheoretische Einbettung
2.3 Charakteristik
2.3.1.Aktuelle gesellschaftliche Entwicklung
2.3.2 Merkmale
2.3.3 Erwartungen und Möglichkeiten
2.3.4 Voraussetzungen für Entwicklung und Stabilität
2.3.5 Probleme
2.3.6 Konsequenzen für die Erziehungswissenschaft
2.4 Zusammenfassung
3 Fallstudie
3.1 Die Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Karlsruhe
3.1.1 Seminarreihe „Frauen in Führungspositionen“ (FiF)
3.1.2 Problembenennung
3.2 Forschungsdesign
3.2.1 Hypothesen
3.2.2 Methode und Organisation
3.2.3 Gegenstandsbenennung
3.3 Auswertung
3.3.1 Benennung der Fragestellung
3.3.2 Zusammenfassende Inhaltsanalyse
4 Fazit
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht die Bedeutung sozialer Netzwerke für die Förderung von Handlungskompetenz bei Akteuren in einer zunehmend komplexen Wissensgesellschaft. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, inwieweit solche Netzwerke als informelle Lernorte fungieren und zur Stärkung der individuellen Handlungsfähigkeit beitragen können.
1.1 Begriffsbestimmung
Unter Kompetenz wird die individuelle Ausbildung der grundlegenden Fähigkeiten verstanden. Grundfähigkeiten sind Voraussetzung für den Aufbau von Kompetenz, die für die Bewältigung komplexer Anforderungen benötigt werden (vgl. Schmidt 2005, S.160). Der Begriff Fähigkeiten beschreibt demnach grundlegend die psychischen und physischen Voraussetzungen für leistungsbezogenes Verhalten. Sprachfähigkeit beschreibt beispielsweise die generelle Möglichkeit, Sprache auszubilden. Mit Sprachkompetenz ist eine weitere Ausbildung dieser Fähigkeit gemeint bis hin zur Anwendung rhetorischer Stilmittel.
Fähigkeiten können durch anlagebedingte Dispositionen beeinflusst sein oder sich in Sozialisations-, Lern- und Übungsprozessen entwickeln. In ihrer Ausprägung und Qualität sind sie von Individuum zu Individuum verschieden (vgl. dtv WB Päd., S.206). Von Kompetenz wird erst dann gesprochen, wenn eine Person die Fähigkeit besitzt, den Anforderungen und Aufgaben in bestimmten Bereichen zu entsprechen (vgl. dtv WB Päd., S.326). Damit sind Kompetenzen zum einen an konkrete Tätigkeiten und Aufgaben gebunden, zum anderen stellen sie die individuellen Besonderheiten und Stärken einer Persönlichkeit dar (vgl. Wittwer 2003, S.26).
1 Handlungskompetenz: Dieses Kapitel definiert Handlungskompetenz als Fähigkeit zur Bewältigung komplexer Anforderungen und beleuchtet deren Entwicklung im Spannungsfeld von Globalisierung und Wissensgesellschaft.
2 Soziale Netzwerke: Das Kapitel klärt den Netzwerkbegriff aus humanökologischer Perspektive und analysiert Netzwerke als informelle, bildungsrelevante Erfahrungsräume für den Einzelnen.
3 Fallstudie: Hier wird die empirische Untersuchung der Seminarreihe „Frauen in Führungspositionen“ an der Universität Karlsruhe vorgestellt, um die theoretischen Hypothesen zur Netzwerkbildung zu überprüfen.
4 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer reflexiven Pädagogik, die Selbsttätigkeit in Netzwerken unterstützt.
Handlungskompetenz, Soziale Netzwerke, Wissensgesellschaft, Informelles Lernen, Persönlichkeitsentwicklung, Systemtheorie, Humanökologie, Netzwerkkompetenz, Selbstgesteuertes Lernen, Lebenslanges Lernen, Weiterbildung, Identitätsstiftung, Coaching, Didaktik, Empowerment.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialen Netzwerken und der Entwicklung individueller Handlungskompetenz, insbesondere im Kontext aktueller gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Handlungskompetenz, das informelle Lernen, die humanökologische Systemtheorie sowie die praktische Analyse von Netzwerkstrukturen in der Weiterbildung.
Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit soziale Netzwerke die Handlungsfähigkeit der beteiligten Akteure fördern und als Lernorte fungieren können.
Die theoretische Herleitung wird durch eine empirische Fallstudie ergänzt, wobei eine teil-standardisierte schriftliche Befragung und eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewendet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Handlungskompetenz und Soziale Netzwerke sowie die Durchführung und Auswertung einer Fallstudie zur Seminarreihe „Frauen in Führungspositionen“.
Die Studie ist durch Begriffe wie Kompetenzentwicklung, informelles Lernen, Netzwerkeffekte und die humanökologische Einbettung des Lernens geprägt.
Netzwerke werden als „Erfahrungsräume“ begriffen, die durch Synergieeffekte und informelle Informationsdurchlässigkeit eine Steigerung der Kompetenzen und eine Stabilisierung der Identität ermöglichen.
Die Unsichtbarkeit als Charakteristikum von Netzwerken erschwert zwar die steuerbare Organisation von außen, birgt aber gleichzeitig das Potential, ungeahnte Ressourcen und Verbindungsmöglichkeiten für die Beteiligten zu erschließen.
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