Diplomarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Struktur der Arbeit
2 Der Konzern in wirtschaftlicher und rechtlicher Sichtweise
2.1 Der Konzern in betriebswirtschaftlicher Sicht
2.2 Der Rechtsbegriff Konzern und seine Unterscheidungen
2.3 Konzerne außerhalb des Aktienrechtes
2.3.1 Der GmbH-Konzern und seine Unterscheidungen
2.3.2 Weitere Konzernformen außerhalb des Aktienrechtes
2.3.3 Abgrenzung des GmbH-Konzerns als mittelständischer Konzern
3 Die Finanzierung im Konzern
3.1 Zielsetzungen der Konzernfinanzwirtschaft
3.2 Organisation der Konzernfinanzwirtschaft
3.3 Finanzierungsarten in der Konzernfinanzierung
3.3.1 Die konzerninterne Außenfinanzierung
3.3.2 Finanzierungseffekte in der Konzernfinanzierung
3.3.3 Besonderheiten bei der Finanzierung im GmbH-Konzern
4 Das Cash Management innerhalb der Konzernfinanzierung
4.1 Der Prozess des Cash Managements
4.1.1 Die Liquiditätsplanung
4.1.2 Die Liquiditätsdisposition
4.1.3 Die Liquiditätskontrolle
4.2 Der Komplex des Cash Managements
4.2.1 Aufgaben des Cash Managements
4.2.2 Einflussfaktoren der Organisation des Cash Managements
4.3 Konzerninterner Liquiditätsausgleich innerhalb des Cash Managements
5 Cash Pooling als Mittel der konzerninternen Finanzierung
5.1 Abgrenzung und Methoden des Cash Pooling
5.1.1 Aufbau und Ablauf des Cash Pooling
5.1.2 Methoden und Funktionsweisen des Cash Pooling
5.1.3 Grenzüberschreitendes Cash Pooling
5.2 Wertung des Cash Pooling
5.2.1 Wirtschaftliche Bedeutung eines Cash Pooling
5.2.2 Gefahren durch Cash Pooling innerhalb des Konzerns
5.2.3 Ertragssteuerliche Auswirkungen
5.3 Rechtliche Rahmenbedingungen des konzernweiten Cash Pooling
5.3.1 Rechtsgrundlage des Cash Pooling
5.3.2 Kapitalerhaltung nach §§ 30 GmbHG und § 57 AktG
5.3.3 Eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen nach § 32a GmbHG und die Anwendung auf eine AG
5.3.4 Sonderproblem der Kapitalerhöhung
5.4 Gestaltungsmaßnahmen beim Cash Pooling
5.4.1 Transparenz und Dokumentation
5.4.2 Frühwarnsystem - Informationsrechte und Kündigungsmöglichkeiten
5.4.3 Kapitalschutzbestimmungen
6 Die Konzerneigene Finanzierungsgesellschaft im Konzern
6.1 Erscheinungsformen und Aufgaben von Finanzierungsgesellschaften
6.2 Gründe für die Einschaltung einer konzerneigenen Finanzierungsgesellschaft
6.2.1 Die betriebswirtschaftlichen Gründe
6.2.2 Die steuerlichen Gründe
6.3 Die Standortwahl für Konzernfinanzierungsgesellschaften
6.3.1 Die betriebswirtschaftlichen Standortfaktoren
6.3.2 Die steuerlichen Standortfaktoren
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die rechtliche sowie wirtschaftliche Gestaltung eines zentralisierten Cash-Pooling-Systems als Instrument zur Optimierung der kurzfristigen Liquidität innerhalb eines mittelständischen GmbH-Konzerns.
3.3.2 Finanzierungseffekte in der Konzernfinanzierung
Die aufgeführten Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen einem Konzern nicht nur neue Wege zur Kapitalbeschaffung, sondern führen darüber hinaus zu konzernspezifischen Finanzierungseffekten innerhalb der Konzernfinanzierung. Dies resultiert aus der Verschiebung zwischen Innen- und Außenfinanzierung einerseits und der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung andererseits, wenn für die konzerninterne Finanzierung auf Kapital von anderen Konzerngesellschaften zurückgegriffen wird. Bei der konzerninternen Finanzierung werden finanzielle Mittel zwischen den Konzerngesellschaften weitergeleitet (sog. Durchleitungseffekt). Die Weiterleitung kann zum einen durch eine Kapitalerhöhung und zum anderen durch die Gewährung interner Kredite erfolgen. Eine Finanzierung, die in einer isolierten Sicht eines Unternehmens eine Außenfinanzierung darstellt, kann aus Konzernsicht wirtschaftlich eine Innenfinanzierung darstellen und darüber hinaus eine Verschiebung zwischen Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung beinhalten. Diesbezüglich wird der Durchleitungseffekt durch den sog. Metamorphoseneffekt ergänzt. Dieser tritt ein, wenn eine Konzerngesellschaft sein Eigenkapital für eine Darlehensgewährung an eine Konzerngesellschaft verwendet. Ein entsprechender Wesenswandel ergibt sich für extern aufgenommenes Fremdkapital, wenn es konzernintern als Eigenkapital bei einer Konzerngesellschaft eingebracht wird.
Die verschiedenen Formen der konzerninternen Außenfinanzierung und die Beteiligungsverhältnisse in einem Konzern ermöglichen eine Durchleitung von Kapital zwischen den Konzerngesellschaften (sog. Teleskopeffekt). Die damit verbundene finanzielle Verschachtelung der Gesellschaften ist der Ausgangspunkt für den Pyramideneffekt. Dieser Effekt wird erreicht, wenn eine Gesellschaft mit ihrem Eigenkapital eine Beteiligung, unabhängig von der Rechtsform, an einer anderen Konzerngesellschaft eingeht. Dies hat zur Folge, dass dasselbe Eigenkapital nun in zwei Bilanzen ausgewiesen wurde. Durch diese Mehrfacherfassung wird das vorhandene Eigenkapital im Konzern nach außen vervielfältigt. Die tatsächlich vorhandene Summe des Kapitals hat sich jedoch nicht verändert, wie das folgende Beispiel zeigt:
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Liquiditätssteuerung im GmbH-Konzern und Vorstellung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 Der Konzern in wirtschaftlicher und rechtlicher Sichtweise: Definition und Abgrenzung des Konzernbegriffs mit besonderem Fokus auf die Rechtsform der GmbH.
3 Die Finanzierung im Konzern: Erläuterung der Zielsetzungen, Organisationsformen und spezifischen Finanzierungseffekte im Konzernverbund.
4 Das Cash Management innerhalb der Konzernfinanzierung: Detaillierte Darstellung der Teilprozesse des Cash Managements, insbesondere Planung, Disposition und Kontrolle.
5 Cash Pooling als Mittel der konzerninternen Finanzierung: Analyse des Cash Pooling als zentrales Instrument, inklusive Methoden, rechtlicher Rahmenbedingungen und steuerlicher Implikationen.
6 Die Konzerneigene Finanzierungsgesellschaft im Konzern: Untersuchung der Vorteilhaftigkeit und strategischen Bedeutung einer In-House-Bank zur Konzernfinanzierung.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Würdigung der Anwendung von Cash Pooling im GmbH-Konzern.
Cash Management, Cash Pooling, GmbH-Konzern, Konzernfinanzierung, Liquidität, Liquiditätsplanung, Kapitalerhaltung, Gesellschafterdarlehen, Pyramideneffekt, In-House-Bank, Verrechnungspreise, Konzernrecht, Finanzierungsgesellschaft, Unternehmensliquidität, Risikomanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Liquidität in einem mittelständischen GmbH-Konzern durch den Einsatz von Cash-Pooling-Verfahren.
Zentrale Themen sind die konzerninterne Finanzierung, der Prozess des Cash Managements, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kapitalerhaltung sowie die strategische Rolle von Finanzierungsgesellschaften.
Ziel ist es, die Möglichkeiten und Herausforderungen der Integration eines Cash Pools in die Finanzwirtschaft eines mittelständischen GmbH-Konzerns aufzuzeigen und dessen Vorteilhaftigkeit zu prüfen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie einer systematischen Untersuchung rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Anforderungen an Konzernfinanzierungssysteme.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Konzernfinanzierung, das Cash Management, das Cash Pooling als konkretes Instrument und die Erörterung der Vorteile einer konzerneigenen Finanzierungsgesellschaft.
Konzernfinanzierung, Cash Pooling, Liquiditätsmanagement, GmbH-Konzern und Kapitalerhaltung.
Der Pyramideneffekt beschreibt die Vervielfältigung von Fremdkapital für Finanzierungsvorgänge durch die mehrfache Erfassung von Eigenkapital innerhalb einer Konzernverschachtelung.
Die Standortwahl beeinflusst maßgeblich die Steuerbelastung und die Anwendbarkeit spezifischer rechtlicher Rahmenbedingungen, was direkten Einfluss auf die Kosten der Konzernfinanzierung hat.
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