Examensarbeit, 2003
73 Seiten, Note: 1,0
1. Allgemeine Bedeutung von Festen
1.1. Definition „Fest“
1.2. Der Unterschied zwischen Feier und Fest
1.3. Feste früher- Feste heute
1.4. Wann feiern wir Feste?
2. Feste feiern in der Grundschule
2.1. Sind Feste in der Grundschule wichtig?
2.1.1. Problematische Beweggründe für Schulfeste
2.2. Feste feiern im Religionsunterricht
2.3. Gestaltung von Schulfesten
3. Wir feiern Weihnachten
3.1. Weihnachten als Thema für den Religionsunterricht
3.1.1. Themenvorschläge
3.2. Die Geschichte des Weihnachtsfestes
3.2.1. Der biblische Hintergrund
3.3. Weihnachtsbräuche
3.4. Die Weihnachtsbotschaft vermitteln
3.5. Vorerfahrungen der Schüler zu Weihnachten
4. Planung der Weihnachtsfeier
4.1. Allgemeines
4.2. Allgemeine Vorbereitungen
5. Weihnachten in anderen Ländern
5.1. Didaktische/ Theologische Überlegungen
5.2. Methodische Überlegungen
5.3. Lerngruppe
5.4. Die Länder
5.4.1. Gruppenübergreifende Überlegungen
5.4.2. Spanien
5.4.2.1. Methodische Überlegungen
5.4.3. Niederlande
5.4.3.1. Methodische Überlegungen
5.4.4. Italien
5.4.4.1. Methodische Überlegungen
5.4.5. Schweden
5.4.5.1. Methodische Überlegungen
5.4.6. Russland
5.4.6.1. Methodische Überlegungen
6. Theaterstück „Die Stallmusikanten von Bethlehem“
6.1 Didaktisch-methodische Überlegungen
6.1.1. Kindertheater
6.1.2. Kindertheater in der Grundschule
6.1.3. Regeln für Spielanfänger
6.2. Theologische Überlegungen
6.3. Lerngruppe
6.4. Spielszene „Die Stallmusikanten von Bethlehem“
6.5. Rahmenbedingungen für die Probe
6.6. Organisation der Proben
6.6.1. Die Aufgabe der Lehrerin
6.7. Kostüme
6.8. Tipps für die Spielpause
7. Die Weihnachtsfeier
7.1. Programm
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, theoretische Grundlagen des Festfeierns mit praktischen Unterrichtskonzepten zu verknüpfen, um Schülern der Grundschule den tieferen Sinn von Weihnachten näherzubringen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Frage, wie durch die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven und kreative Theaterarbeit eine sinnhafte Festkultur im schulischen Alltag etabliert werden kann, die über reinen Konsum hinausgeht.
1.2. Der Unterschied zwischen Feier und Fest
Im schulischen Bereich wird der Unterschied zwischen Fest und Feier zu wenig beachtet, so dass daraus misslungene Veranstaltungen resultieren können. Dies führt oftmals dazu, dass die Feste und Feiern immer weiter aus dem Schulalltag verdrängt werden.
Zunächst möchte ich verdeutlichen, worin der Unterschied zwischen Fest und Feier liegt:
Ein Fest kann zu jedem Anlass gefeiert werden: Frühlings- oder Sommerfest, Herbst- oder Winterfest, Laternenfest etc. Es ist durch irdische und weltliche Freude gekennzeichnet, ist unterhaltsam und bunt, locker im Aufbau und Ablauf. Das Thema des Festes wird vom Menschen selbst bestimmt.
Eine Feier wird hingegen aus einem bestimmten Anlass gefeiert und hat somit ein bereits vorgegebenes Thema: Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Trauerfeier etc. Bei einer Feier steht das Besinnliche im Mittelpunkt.
Alberts stellt die beiden „Veranstaltungen“ kurz gegenüber:
Feste:
Feste haben mehr einen dionysischen Charakter als Feiern und lassen Raum für spontane Entscheidungen. Außerdem sind sie stets auf freudige Anlässe bezogen und können mehrere Tage dauern. Dennoch können feierliche Momente impliziert sein.
1. Allgemeine Bedeutung von Festen: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Fest“ theologisch und soziologisch und differenziert zwischen Festen und Feiern.
2. Feste feiern in der Grundschule: Der Abschnitt erörtert die pädagogische Relevanz von Schulfesten, reflektiert problematische Hintergründe und beleuchtet die Gestaltungsmöglichkeiten.
3. Wir feiern Weihnachten: Hier wird die Thematisierung von Weihnachten im Religionsunterricht behandelt, inklusive der historischen Hintergründe, Bräuche und der Vermittlung der Weihnachtsbotschaft.
4. Planung der Weihnachtsfeier: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Vorbereitung einer schulischen Weihnachtsfeier unter Einbeziehung von Eltern und Schülern.
5. Weihnachten in anderen Ländern: Der Autor erläutert didaktische Überlegungen und methodische Schritte, um interkulturelle Weihnachtsbräuche (Spanien, Niederlande, Italien, Schweden, Russland) im Unterricht zu behandeln.
6. Theaterstück „Die Stallmusikanten von Bethlehem“: Ein umfassendes Kapitel zur theaterpädagogischen Arbeit, das von didaktischen Überlegungen über organisatorische Regeln bis hin zum konkreten Skript und den Probenbedingungen reicht.
7. Die Weihnachtsfeier: Das abschließende Kapitel beschreibt die praktische Durchführung der Feier sowie den finalen Programmablauf.
Grundschule, Weihnachten, Religionsunterricht, Schulfest, Festkultur, Weihnachtsbräuche, Kindertheater, Interkulturalität, Planung, Didaktik, Methodik, Rituale, Pädagogik, Theaterstück, Schulalltag
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Festen in der Grundschule und stellt ein konkretes Projekt vor, wie das Weihnachtsfest pädagogisch sinnvoll, kreativ und interkulturell gestaltet werden kann.
Die Arbeit behandelt die Unterscheidung von Fest und Feier, die Rolle von Festen im Schulalltag, die historische und religiöse Einordnung von Weihnachten sowie die Planung interkultureller Beiträge und eines Theaterstücks.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Weihnachten in der Schule jenseits von Konsum und Oberflächlichkeit als bedeutungsvolles Ereignis gefeiert werden kann, das soziale Bindungen stärkt.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die theoretische Grundlagen durch Literaturanalyse aufbereitet und diese in Form eines praxisorientierten Planungsvorschlags auf den Unterricht überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Thema Feste, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Weihnachten, eine interkulturelle Unterrichtseinheit sowie eine detaillierte theaterpädagogische Konzeption.
Die zentralen Schlagworte sind Grundschule, Weihnachten, Schulfest, Kindertheater, interkulturelles Lernen und fachdidaktische Planung.
Das Theaterstück erlaubt den Kindern, sich durch die Rollen der Tiere emotional mit der Weihnachtsgeschichte zu identifizieren und ihre Kreativität sowie Kooperationsfähigkeit zu entfalten.
Die ausländischen Kinder fungieren als Experten für ihre jeweiligen Heimatkulturen und leisten so einen wertvollen Beitrag zur interkulturellen Verständigung innerhalb der Klasse.
Durch die Vermittlung des religiösen Hintergrunds und den bewussten Einblick in andere kulturelle Traditionen soll der Fokus von der rein materiellen Geschenkeorientierung auf den tieferen Sinn des Festes gelenkt werden.
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