Magisterarbeit, 2005
113 Seiten, Note: 1,0
Diese Magisterarbeit befasst sich mit der Bedeutung der Technik für die musikalische Avantgarde und untersucht, wie die durch die Technik ausgelösten oder in ihr verorteten Transformationen musikalischer Ästhetik und künstlerischen Selbstverständnisses die Kunst veränderten. Dabei wird sowohl die Produktion, Reproduktion und Distribution von Musik als auch die programmatische Integration von Technik in den Blick genommen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den historischen Kontext des Aufstiegs der Technik und ihrer Auswirkungen auf die Kunst um die Jahrhundertwende beleuchtet. Kapitel 2 befasst sich mit dem Technikbegriff in der Philosophie und führt in die Konzepte von Technik und Maschine sowie in die Techno-Ästhetik ein. Kapitel 3 widmet sich der musikalischen Kunsttheorie und analysiert die Rolle der Technik in der Kunsttheorie um 1850, insbesondere bei Richard Wagner, sowie in der Avantgarde ab 1900, wobei Vertreter wie Ferruccio Busoni, Hermann Bahr, Oswald Spengler und die Futuristen (Filippo Tommaso Marinetti, Balilla Pratella, Luigi Russolo) sowie das Bauhaus beleuchtet werden. Kapitel 4 befasst sich mit der Technik in der Kunstpraxis und analysiert den Einfluss der Technik auf den Instrumentenbau und die synästhetischen und gesamtkunstwerklichen Bestrebungen der Avantgarde.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Bedeutung der Technik für die musikalische Avantgarde, insbesondere auf die Transformationen musikalischer Ästhetik und künstlerischen Selbstverständnisses, die durch die Technik ausgelöst wurden. Weitere Schlüsselwörter sind: Technikphilosophie, Techno-Ästhetik, Kunsttheorie, Avantgarde, Musikmaschinen, Instrumentenbau, Synästhesie, Gesamtkunstwerk.
Die Technik wirkte als Katalysator für die Transformation klassischer Ästhetik. Sie veränderte die Produktion, Reproduktion und Distribution von Musik und beeinflusste das künstlerische Selbstverständnis grundlegend.
Techno-Ästhetik beschreibt die ästhetische Auseinandersetzung mit der Maschine und technischen Regeln als formgebende Elemente in der Kunst, weg vom rein romantischen Geniekult.
Futuristen wie Russolo und Marinetti propagierten die „Geräuschkunst“ und die Integration von Maschinenklängen in die Musik, was den Weg für neue Klangfarben und experimentelle Kompositionen ebnete.
Wagner thematisierte in „Das Kunstwerk der Zukunft“ bereits die technologische Entwicklung als notwendiges Mittel zur Realisierung seiner Vision des Gesamtkunstwerks.
Das Bauhaus suchte nach einer Verbindung von Handwerk, Technik und Kunst, was sich auch in Bestrebungen zur Automatisierung und neuen Instrumentenkonzepten in der Musik niederschlug.
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