Diplomarbeit, 2004
82 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel dieser Arbeit
1.3 Gang der Arbeit
2 Schadenmanagement und Kfz-Versicherung
2.1 Aktives Schadenmanagement
2.2 Bedeutung des Schadenmanagement in der Kfz-Versicherung
3 Ansatzpunkte für ein aktives Schadenmanagement
3.1 Schadenbearbeitung im Rahmen des Schadenmanagements
3.2 Ausgewählte Ansatzpunkte für ein aktives Schadenmanagement
3.2.1 Erstkontakt zum Geschädigten durch Maßnahmen der GDV Dienstleitungs- GmbH & Co. KG
3.2.1.1 Zentralruf der Autoversicherer
3.2.1.2 Notrufsäulen-Netz
3.2.2 Mietwagenkosten
3.2.2.1 Rahmenbedingungen
3.2.2.3 HUK-Empfehlungen zur Mietwagenabrechnung
3.2.2.4 Regulierungsabkommen
3.2.2.5 Kostentableaus
3.2.2.6 Versicherungseigene Autovermietung (carpartner)
3.2.3 Reparaturkosten
3.2.3.1 Rahmenbedingungen
3.2.3.2 Bindung an eine Reparaturwerkstatt bei Kasko-Policen
3.2.3.3 Senkung der Reparaturkosten durch Einbau von Gebrauchtteilen
3.2.3.4 Werkstattmanagement
3.2.3.5 motorcare Service GmbH (motorcare)
3.2.4 Sachverständigenkosten
3.2.4.1 Rahmenbedingungen
3.2.4.2 Sachverständigenhonorare
3.2.4.3 Car Expert Kfz-Sachverständigen GmbH
4 Ansätze zu einem verbesserten aktiven Schadenmanagement am Beispiel des österreichischen Spalttarifs
5 Resümee
Das Ziel dieser Arbeit ist es, Potenziale zur Senkung von Schadenaufwendungen in der Kfz-Versicherung aufzuzeigen, indem Ansatzpunkte eines aktiven Schadenmanagements analysiert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Beeinflussung der zentralen Kostenfaktoren Mietwagen, Reparatur und Sachverständigenkosten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Versicherer in einem stagnierenden Marktumfeld zu sichern.
3.2.1.1 Zentralruf der Autoversicherer
Zur Abwehr der bereits beschriebenen Unfallhelferringe wurde 1997 das 1972 vom GDV gegründeten Dienstleistungsangebot „Zentralruf der Autoversicherer“ vom HUK-Verband neu organisiert.
Bis 1997 zeichnete sich der Zentralruf der Autoversicherer durch zeit- und kostenintensive Datenbeschaffung über Zulassungsstellen aus. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der zuständige Versicherer nur durch eine kostenpflichtige Anfrage bei den Zulassungsstellen festgestellt werden. Da diese aber nur zu bestimmten Zeiten erreichbar sind, war eine Antwort an den Geschädigten nur zeitversetzt bzw. erst am folgenden Werktag möglich.
Seit 1997 wird ein 24-Stunden-Service über ein Call-Center angeboten, welches über einen eigenen Datenbestand verfügt. Seither steht den Geschädigten oder deren Anwälten ein preiswerter und schneller Zugriff auf Informationen zur Verfügung. Die Versicherungsunternehmen übermitteln der Datenbank von jedem versicherten Fahrzeug, das Kennzeichen, den Versicherer, die Versicherungsnummer, die zuständige Regulierungsstelle, sowie den Vertragsbeginn und das Vertragsende. Ein regelmäßiger Datenaustausch zwischen den Kfz-Haftpflichtversicherern und dem Zentralruf gewährleistet die Aktualität des Datenbestands.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Situation der Kfz-Versicherung und definiert das Ziel, durch aktives Schadenmanagement Einsparpotenziale bei den Schadenaufwendungen zu erschließen.
2 Schadenmanagement und Kfz-Versicherung: Dieses Kapitel definiert den Begriff des aktiven Schadenmanagements und erörtert dessen strategische Bedeutung für die Kostenminimierung in einer Kollektivversicherung.
3 Ansatzpunkte für ein aktives Schadenmanagement: Hier werden konkrete Bereiche identifiziert, in denen Versicherer durch Prozesssteuerung, etwa beim Erstkontakt, bei Mietwagen- oder Reparaturkosten, den Schadenaufwand gezielt beeinflussen können.
4 Ansätze zu einem verbesserten aktiven Schadenmanagement am Beispiel des österreichischen Spalttarifs: Das Kapitel diskutiert den österreichischen Spalttarif als mögliches Modell zur Kostensteuerung durch Wahlmöglichkeiten beim Versicherungsschutz.
5 Resümee: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse und betont, dass aktives Schadenmanagement ein legitimes Mittel zur Sicherung günstiger Prämien ist, sofern die Dispositionsfreiheit der Kunden gewahrt bleibt.
Schadenmanagement, Kfz-Versicherung, Schadenaufwand, Combined Ratio, Schadenregulierung, Unfallersatztarif, Mietwagenkosten, Reparaturkosten, Gebrauchtteile, Werkstattmanagement, Sachverständigenkosten, Kostensenkung, Schadenminderungspflicht, Prozesssteuerung, Versicherungsmarkt
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, wie Kfz-Versicherer durch ein „aktives Schadenmanagement“ die stetig steigenden Schadenaufwendungen reduzieren können, um trotz zunehmenden Wettbewerbs rentabel zu bleiben.
Die zentralen Felder sind die Beeinflussung von Mietwagenkosten, Reparaturkosten sowie Kosten für Sachverständigengutachten nach einem Unfall.
Das Ziel ist die Identifikation und Darstellung von Potenzialen zur Senkung von Schadenkosten durch gezielte Steuerung des Regulierungsprozesses.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Statistiken und der Untersuchung von Fallbeispielen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen der Schadenregulierung.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Hebel zur Kostenbeeinflussung, darunter den Erstkontakt zum Kunden, Kooperationen mit Werkstätten, den Einsatz von Gebrauchtteilen und die Rolle von Regulierungsabkommen.
Wichtige Begriffe sind Schadenmanagement, Mietwagenkosten, Reparaturkosten, Prozesssteuerung und Schadenaufwandsenkung.
Er ermöglicht einen schnellen Erstkontakt zum Geschädigten, wodurch der Versicherer frühzeitig die Kontrolle über den Schadenprozess übernehmen und Kosten steuern kann.
Der Einbau von Gebrauchtteilen kann die Reparaturkosten signifikant senken, da diese Teile deutlich günstiger als Neuteile sind, bei technisch einwandfreiem Zustand.
Es handelt sich um ein integriertes System, das die gesamte Organisation der Schadenbehebung übernimmt, um Kosten für Reparaturen, Mietwagen und Gutachten durch gesteuerte Abläufe zu minimieren.
Der Spalttarif, bei dem Versicherungsnehmer durch den Verzicht auf bestimmte Leistungen (z.B. Mietwagen) im Schadenfall einen Prämiennachlass erhalten können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

