Examensarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Kultur
1.1. Der Kulturbegriff
1.2. Die Bedeutung von Kultur für Kinder und Erwachsene
2. Migration
2.1. Begriffliche Erläuterung von Migration
2.1.1. Migrationsgeschichte
2.1.2. Migration in Deutschland seit der Nachkriegszeit (seit 1960er Jahren)
2.2. Multikulturalität in unserer heutigen Gesellschaft
2.3. Der Integrationsbegriff
2.3.1. Die Bereitschaft von Ausländern zur Integration
2.4. Migration und ihre damaligen Folgen für die Schule
2.4.1. Zur heutigen Situation von Migrationskindern in deutschen Schulen
3. Deutsch als Zweitsprache für Ausländerkinder
3.1. Probleme der Zweisprachigkeit bei Ausländerkindern in Deutschland
3.2. Muttersprachlicher Unterricht
4. Ausländerfeindlichkeit – eine begriffliche Annäherung
4.1. Fremdverstehen und Perspektivwechsel
4.2. Ethnische Vorurteile und Rassismus
4.3. Ethnozentrismus
5. Von der Ausländerpädagogik zur interkulturellen Erziehung
6. „Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Erziehung“
6.1. Zur Begrifflichkeit der Interkulturalität
6.2. Gegenwärtige Ansätze von interkulturellem Lernen in der Grundschule
6.3. Was kann der Kindergarten im Bereich der interkulturellen Erziehung leisten?
6.4. Welche Möglichkeiten gibt es für interkulturelle Erziehung in den Grundschulen?
6.5. Spielend interkulturell Lernen
6.5.1. Zum Begriff „Spiel“
6.5.2. Argumente für den Einsatz von Spielen bei der interkulturellen Erziehung in der Grundschule
7. Interkulturelles Lernen am Beispiel des Projekts „Weihnachten überall auf der Welt“
7.1. Die Bedeutung von Festen und Feiern
7.2. Weihnachten gibt’s nicht überall
7.3. Der Projektunterricht
7.4. Bedingungsanalyse
7.5. Projektziele
7.6. Eine Möglichkeit der Projektdurchführung
8. Schlusswort
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Konzepte interkulturellen Lernens in der Grundschule vor dem Hintergrund einer durch Migration geprägten Gesellschaft. Das zentrale Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Bildungseinrichtungen durch Toleranz, Perspektivwechsel und gezielte pädagogische Ansätze zur Integration beitragen und Vorurteile abbauen können.
4.1. Fremdverstehen und Perspektivwechsel
Die Konfrontation mit fremden Menschen ist in unserer heutigen Gesellschaft etwas ganz Natürliches. Ob beim Einkaufen, bei der Arbeit, in den Schulen, im Sportstudio oder –vereinen, im Kino und Fernsehen; egal wo wir uns befinden, sind wir von fremden Menschen umgeben. Doch sollte nicht vergessen werden, dass wir für Menschen, die wir als fremd empfinden, ebenfalls als Fremde gelten.
Haag beschreibt das Fremde „mit anderem Aussehen, anderen Lebensformen, anderer Religion und anderer Kultur“ (vgl. Haag 1996, S.161). Dennoch ist die Wahrnehmung jedes Individuums sehr unterschiedlich. Manche begegnen der Andersartigkeit mit Vorurteilen und Hass, andere dagegen mit viel Anerkennung, Toleranz und auf eine offene Art, einige Menschen wiederum verhalten sich teilnahmslos. Das Fremde muss also nicht unbedingt ein Gefühl der Bedrohung auslösen. Vor allem südeuropäische oder orientalische Verhaltensweisen können von anderen Menschen als herzlich empfunden werden.
Die Konfrontation mit dem Fremden kann eine gewisse „Reflexion der eigenen Wahrnehmungsmuster“ hervorrufen. Dies bedeutet also, dass beim Versuch des Fremdverstehens eine Möglichkeit besteht, auch die eigene Persönlichkeit zu begreifen. Denn das Urteil, das wir gegenüber fremden Menschen fällen, bezeichnet Holzbrecher als eine Art Spiegelbild unserer Eigenheit. Demnach ist unsere Beurteilung des Fremden auch eine Beurteilung der eigenen Person.
0. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung interkultureller Erziehung in Grundschulen als Reaktion auf die durch Migration bedingte gesellschaftliche Heterogenität.
1. Kultur: Dieses Kapitel klärt den Kulturbegriff und dessen Einfluss auf die Identitätsbildung von Kindern und Erwachsenen.
2. Migration: Es werden die geschichtlichen Hintergründe der Migration nach Deutschland sowie die daraus resultierenden Integrationsherausforderungen für das Schulsystem analysiert.
3. Deutsch als Zweitsprache für Ausländerkinder: Das Kapitel behandelt die sprachlichen Hürden und die Notwendigkeit des muttersprachlichen Unterrichts zur Unterstützung des Zweitspracherwerbs.
4. Ausländerfeindlichkeit – eine begriffliche Annäherung: Hier werden Ursachen für Vorurteile, Rassismus und Ethnozentrismus untersucht und pädagogische Strategien zum Fremdverstehen entwickelt.
5. Von der Ausländerpädagogik zur interkulturellen Erziehung: Die Entwicklung weg von einer auf Assimilation ausgerichteten Ausländerpädagogik hin zu einem ganzheitlichen interkulturellen Ansatz wird dargestellt.
6. „Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Erziehung“: Das Kapitel definiert den interkulturellen Bildungsbegriff und diskutiert Ansätze für Kindergarten und Grundschule sowie die Bedeutung des spielerischen Lernens.
7. Interkulturelles Lernen am Beispiel des Projekts „Weihnachten überall auf der Welt“: Ein konkreter Projektentwurf illustriert, wie interkulturelle Themen im Unterricht praktisch umgesetzt werden können.
8. Schlusswort: Das Fazit unterstreicht die Verantwortung der Schule und der Politik bei der Förderung eines friedlichen Zusammenlebens in einer multikulturellen Welt.
Interkulturelle Erziehung, Migration, Integration, Kulturbegriff, Grundschule, Fremdverstehen, Perspektivwechsel, Deutsch als Zweitsprache, Rassismus, Ethnozentrismus, Spielpädagogik, Projektunterricht, Identitätsbildung, Toleranz, Multikulturalität.
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Umsetzung von interkulturellem Lernen in der Grundschule, um ein friedliches Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft zu fördern.
Die zentralen Felder sind Migrationsgeschichte, der Erwerb von Deutsch als Zweitsprache, der Abbau von Vorurteilen sowie methodische Ansätze wie der Projektunterricht.
Das Ziel ist es, pädagogische Konzepte aufzuzeigen, die Kinder zur Toleranz befähigen und die Integration ausländischer Kinder durch eine interkulturelle Öffnung der Schule erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlicher Literatur und der Entwicklung eines praktischen Projektkonzepts.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kultur und Migration, sprachliche Aspekte, Ursachen von Ausländerfeindlichkeit sowie eine methodische Anleitung für ein interkulturelles Schulprojekt.
Interkulturelle Erziehung, Integration, Migration, Perspektivwechsel, Grundschule und interkulturelle Kompetenz.
Der Kindergarten ist laut Autorin organisatorisch besser auf Heterogenität eingestellt und erreicht Kinder in einem Alter, in dem sie noch ohne tiefsitzende Vorurteile agieren.
Es verknüpft unterschiedliche kulturelle Erfahrungen und feierliche Bräuche, um Gemeinsamkeiten hervorzuheben und das gegenseitige Verständnis der Kinder zu stärken.
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