Examensarbeit, 2006
113 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Muskuläre Aktionsformen
2.1 Konzentrische Muskelaktion
2.2 Exzentrische Muskelaktion
2.3 Statische Muskelaktion
2.4 Kombinierte Muskelaktion im Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus
2.5 Zusammenfassung
3 Die Kraft
3.1 Definition von Kraft
3.2 Arten von Kraft
3.2.1 Innere und äußere Kraft
3.2.2 Allgemeine und spezielle Kraft
3.2.3 Absolute und relative Kraft
3.3 Struktur der motorischen Kraft
3.3.1 Die Maximalkraft
3.3.2 Die Schnellkraft
3.3.3 Die Kraftausdauer
4 Leistungsbestimmende Faktoren der Kraftfähigkeiten
4.1 Einflussgrößen
4.1.1 Der morphologisch-physiologische Aspekt
4.1.2 Der neuronale Aspekt
4.1.3 Der motivationale Aspekt
5 Adaptationen an ein Krafttraining
5.1 Neuronale Adaptationen
5.1.1 Die intramuskuläre Koordination
5.1.2 Die intermuskuläre Koordination
5.2 Morphologische Adaptationen
5.2.1 Die Hypertrophie
5.2.1.1 Auslöser einer Hypertrophie
5.2.1.2 Der Adaptationsvorgang
5.2.1.3 Proteinsynthese
5.2.1.4 Die Satellitenzellen
5.2.1.5 Der Muskelkater
5.2.2 Hyperplasie
5.2.3 Adaptation im Bereich von Knochen
5.2.3.1 Auslösender Stimulus
5.2.3.2 Adaptiver Vorgang
5.3 Enzymatische Adaptationen
5.3.1 Mitochondriendichte
5.3.2 Enzymatische Adaptationen
6 Arten und Organisationsformen des Krafttrainings
6.1 Arten des Krafttrainings
6.1.1 Dynamisches Krafttraining
6.1.1.1 Positiv dynamisches Krafttraining
6.1.1.2 Negativ dynamisches Krafttraining
6.1.2 Mischformen des dynamischen Krafttrainings
6.1.2.1 Plyometrisches Krafttraining
6.1.2.2 Isokinetisches Krafttraining
6.1.2.3 Desmodromisches Krafttraining
6.1.3 Statisches Krafttraining
6.2 Organisationsformen im Krafttraining
6.2.1 Stationstraining
6.2.2 Pyramidentraining
6.2.3 Kreistraining
7 Maximalkrafttraining
7.1 Methode der wiederholten submaximalen Kontraktionen
7.1.1 Standardmethode I
7.1.2 Standardmethode II
7.1.3 Bodybuildingmethode I
7.1.4 Bodybuildingmethode II
7.1.5 Isokinetische Methode
7.1.6 Isometrische Methode
7.1.7 Varianten der Bodybuildingmethoden
7.1.7.1 Negative Wiederholungen
7.1.7.2 Erzwungene Wiederholungen
7.1.7.3 Superserien
7.1.7.4 Brennende Wiederholungen
7.1.7.5 Prinzip der Vorermüdung
7.1.7.6 Mogelnde Wiederholungen
7.2 Schnellkrafttraining
7.2.1 Methoden der maximalen explosiven Kontraktion
7.2.1.1 Quasimaximale konzentrische Kontraktion
7.2.1.2 Maximale konzentrische Kontraktion
7.2.1.3 Maximale isometrische Kontraktion
7.2.1.4 Maximale exzentrische Kontraktion
7.2.1.5 Konzentrisch-exzentrische Maximalkontraktionen
7.2.2 Methode der nicht maximalen explosiven Kontraktion
7.2.3 Methoden zur Entwicklung der Reaktivkraft
8 Fragestellung und Hypothesen
9 Methodik
9.1 Personenstichprobe
9.2 Untersuchungsdesign- und –ablauf
9.2.1 Testtermin
9.2.2 Feststellung der Maximalkraft
9.2.3 Durchführung der Standardsprungkrafttests
9.2.4 Datenverarbeitung und Statistik
10 Ergebnisse
11 Diskussion
11.1 Parameter Körpergewicht
11.2 Parameter Squat Jump
11.3 Parameter Counter Movement Jump
11.3.1 Vergleich SJ mit CMJ
11.4 Parameter DJ aus 24 cm Höhe
11.5 Parameter DJ aus 32 cm Höhe
11.6 Parameter DJ aus 40 cm Höhe
11.7 Parameter DJ aus 48 cm Höhe
12 Zusammenfassung
13 Literaturverzeichnis
14 Anhang
14.1 Abkürzungsverzeichnis
14.2 Abbildungsverzeichnis
14.3 Tabellenverzeichnis
14.4 Diagrammverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Maximalkraft und der Schnellkraft bei der Übung Hanteltiefkniebeuge sowie verschiedenen Sprungtests. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine empirische Studie zu klären, inwieweit die Maximalkraft als Basisfähigkeit für die Schnellkraft bei standardisierten Sprungvarianten (Squat Jump, Counter Movement Jump, Drop Jump) fungiert.
5.2.1 Die Hypertrophie
Der Begriff der „Hypertrophie“ deklariert einen Adaptationsvorgang des menschlichen Körpers an ein Krafttraining. Dieser Mechanismus beschreibt die Zunahme der Muskelfasergröße bei gleich bleibender Anzahl der Muskelfasern.
Diese Adaptation wird jedoch nur dann hervorgerufen, wenn die Belastung des Skelettmuskels mindestens im Bereich von 60-70% der individuellen Maximalkraft liegt. Im Zuge eines belastenden Krafttrainings kommt es infolgedessen zu einer Querschnittszunahme der Typ I- wie auch der Typ II-Fasern (MACDOUGALL, 1994, S. 232).
GOLDSPINK (1994) fand in diesem Zusammenhang heraus, dass die erste morphologische Adaptation in der Stabilisierung des Muskelfaseranteils besteht, was sich zu Lasten der extrazellulären Räume auswirkt. Hieraus ergibt sich die Konsequenz, dass zu Beginn eines Krafttrainings der Muskelfaserquerschnitt vergrößert wird, der Gesamtquerschnitt jedoch unverändert bleibt und rein optisch keinerlei Veränderungen festgestellt werden können.
Des Weiteren macht GOLDSPINK (1994) deutlich, dass es im Zuge von Adaptationen an ein Krafttraining zu einer Myofibrillenzunahme und einer Zunahme des Myofibrillenquerschnitts kommt. Dies wiederum hat zur Konsequenz, dass das Potenzial an Muskelkraft steigt (vgl. GOLDSPINK, 1994, S. 218).
In den folgenden Ausführungen werden die Ursache, die den Mechanismus der Hypertrophie auslöst, sowie der Adaptationsvorgang selbst beschrieben. Daran anschließen werden sich die Darstellungen der Proteinsynthese, der Satellitenzellen und des so genannten Muskelkaters, welcher als womöglich entscheidender Auslösungsfaktor der Hypertrophie gesehen wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Vorurteilen gegenüber Krafttraining ein und definiert den Untersuchungsgegenstand, nämlich die Korrelation zwischen Maximalkraft und Schnellkraft bei Kniebeugen und Sprungtests.
2 Muskuläre Aktionsformen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Arten muskulärer Arbeit, insbesondere die konzentrische, exzentrische und statische Aktion sowie den Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ).
3 Die Kraft: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Kraftbegriffs, seiner physikalischen Definition sowie der Differenzierung in Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer.
4 Leistungsbestimmende Faktoren der Kraftfähigkeiten: Dieses Kapitel identifiziert die morphologisch-physiologischen, neuronalen und motivationalen Faktoren, die die verschiedenen Kraftfähigkeiten des Menschen limitieren oder fördern.
5 Adaptationen an ein Krafttraining: Hier werden die körperlichen Anpassungsreaktionen durch Training beschrieben, unterteilt in neuronale Lernprozesse, morphologische Veränderungen wie Hypertrophie und Hyperplasie sowie biochemische Adaptationen.
6 Arten und Organisationsformen des Krafttrainings: Es werden die verschiedenen Trainingsarten (dynamisch, statisch, Mischformen) sowie die Organisationsformen (Stationstraining, Pyramidentraining, Kreistraining) methodisch dargestellt.
7 Maximalkrafttraining: Dieses Kapitel widmet sich detailliert den Trainingsmethoden für die Maximalkraft, inklusive einer Übersicht zu verschiedenen Belastungsvarianten und Methoden der Schnellkraftentwicklung.
8 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfragen und die daraus abgeleiteten Hypothesen für die empirische Untersuchung formuliert, die den Kern der Arbeit bilden.
9 Methodik: Beschreibung des Versuchsaufbaus, der Stichprobe (Sportler aus Hessen), der Testprotokolle (Kniebeuge und Sprungkrafttests) und der angewandten statistischen Analyseverfahren.
10 Ergebnisse: Darstellung der erhobenen Daten in Tabellenform sowie statistische Auswertung der Korrelationen zwischen Maximalkraft, Relativkraft und den Sprungparametern.
11 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse unter Einbeziehung des Körpergewichts als Einflussfaktor und Abgleich mit der bestehenden Literatur zur Kraft-Schnellkraft-Relation.
12 Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die Studie, die wesentlichen Erkenntnisse und die Bestätigung der Hypothesen durch die erhobenen Daten.
Maximalkraft, Schnellkraft, Krafttraining, Hanteltiefkniebeuge, Sprungkraft, Squat Jump, Counter Movement Jump, Drop Jump, Hypertrophie, Neuronale Adaptation, Muskelkater, Relativkraft, Koordination, Trainingsmethodik, Biomechanik.
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen der Maximalkraft eines Sportlers und dessen Schnellkraftleistung, gemessen an der Übung Hanteltiefkniebeuge und verschiedenen Sprungtests.
Die zentralen Felder umfassen die physiologischen Grundlagen der Muskelarbeit, die Anpassungserscheinungen an Krafttraining, die verschiedenen Methoden des Krafttrainings sowie eine empirische Auswertung zur Korrelation von Sprunghöhen und Kraftwerten.
Das Hauptziel ist es, zu analysieren, ob und wie die Maximalkraft (ermittelt über das 1RM in der Kniebeuge) als Basis für die Leistung in standardisierten Sprungkrafttests (SJ, CMJ, DJ) dient.
Es handelt sich um eine empirische Studie, bei der Daten von 69 Probanden erhoben wurden. Die Auswertung erfolgt mittels deskriptiver Statistik und der Berechnung des Produkt-Moment-Korrelations-Koeffizienten nach Pearson.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kraft und Adaptation sowie einen empirischen Teil, in dem die Messergebnisse an 69 Sportlern präsentiert und unter Berücksichtigung von Parametern wie Relativkraft und Körpergewicht diskutiert werden.
Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Maximalkraft, Schnellkraft, Sprungkrafttests, Hypertrophie und neuronale Adaptation geprägt.
Die Untersuchung zeigt, dass ein höheres Körpergewicht zwar oft mit einer höheren absoluten Maximalkraft korreliert, jedoch bei höheren Sprungvarianten zu einer verminderten Relativkraft und längeren Stützzeiten führen kann.
Die Relativkraft, definiert als Maximalkraft in Relation zum Körpergewicht, erweist sich in der Diskussion als ein entscheidenderer Parameter für die Sprungkraftleistung bei leichteren Probanden im Vergleich zur absoluten Maximalkraft.
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