Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ablauf der Untersuchung
2. Das Neue Kommunale Rechnungswesen
2.1. Der aktuelle Gesetzesstand in Schleswig-Holstein
2.2. Rechtliche Grundlagen
2.3. Die doppelte Buchführung
2.3.1. Ziel handelsrechtlicher Bestimmungen
2.3.2. Vorteile der Doppik
2.3.3. Besonderheiten der Doppik in der öffentlichen Verwaltung
2.3.4. Das Drei-Komponenten-System
2.4. Ansatz- und Bewertungsregeln
2.4.1. Regeln zum Bilanzausweis
2.4.2. Bewertungsgrundsätze
2.4.3. Bewertungsvorschriften für Schleswig-Holstein
2.4.3.1. Anschaffungskosten
2.4.3.2. Herstellungskosten
2.4.4. Sonderregelungen für die Eröffnungsbilanz
2.4.5. Bewertungsvereinfachungsverfahren
3. Immobilienbewertung im Neuen Kommunalen Rechnungswesen
3.1. Der Gebäudebegriff
3.2. Bewertungsverfahren für Immobilien
4. Immobilienbewertung im Neuen Kommunalen Rechnungswesen an einem Beispiel der Gemeinde Büsum
4.1. Die Gemeinde Büsum im Überblick
4.2. Gebäude Sportlerheim
4.2.1. Wertermittlung mit Hilfe des Sachwertverfahrens
4.2.1.1. Allgemeines
4.2.1.2. Normalherstellungskosten
4.2.1.3. Baupreisindex und Baunebenkosten
4.2.1.4. Außenanlagen
4.2.1.5. Korrekturfaktor
4.2.1.6. Wertminderung wegen Bauschäden
4.2.1.7. Wertsteigernde Erweiterungen
4.2.1.8. Rückindizierung
4.2.1.9. Wertminderung wegen Alters
4.2.1.10. Zusammenfassung
4.2.2. Wertermittlung mit Hilfe des Ertragswertverfahrens
4.2.2.1. Allgemeines
4.2.2.2. Ermittlung des Roh- und Reinertrags
4.2.2.3. Aufspaltung in Bodenwert- und Gebäudewertanteil
4.2.2.4. Liegenschaftszins
4.2.2.5. Ertragswertermittlung
4.2.2.6. Zusammenfassung
4.2.3. Vergleich und Bewertung der Ergebnisse
4.3. Grund und Boden des Sportstadions Rosengrund
4.3.1. Bewertungsvorschriften für Grundstücke
4.3.2. Wertermittlung mit Hilfe des Vergleichswertverfahrens
5. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit entwickelt ein Konzept zur Immobilienbewertung für die Eröffnungsbilanzierung einer Kommunalverwaltung im Zuge der Einführung des Neuen Kommunalen Rechnungswesens (NKR) in Schleswig-Holstein, um die Lücke zwischen theoretischen Anforderungen und der praktischen Umsetzung bei der Bewertung kommunalen Vermögens zu schließen.
4.2.1. Wertermittlung mit Hilfe des Sachwertverfahrens
Auf Grund des teilweise gemeinnützigen Charakters des Sportlerheims ist eine Bewertung nach dem Sachwertverfahren gerechtfertigt. Hierzu konnten im Vorfeld folgende Daten über das Gebäude der Liegenschaftsakte entnommen werden:
1972 Errichtung Sportlerheim Kosten nicht bekannt
1977 Renovierungsarbeiten 4.466 DM
1989 Umbau der Garage in einen Lagerraum Kosten nicht bekannt
1990 Sanierung der Außenfassade 8.003 DM
1990 Renovierungsarbeiten in der Wohnung 7.695 DM
1997 Anbau eines Clubraumes Kosten nicht bekannt
Brutto-Grundfläche gesamtes Gebäude 313 m²
Brutto-Grundfläche Sportlerheim 232 m²
1. Einleitung: Darstellung der Problematik und des Ablaufs der Untersuchung im Kontext der Haushaltsreform.
2. Das Neue Kommunale Rechnungswesen: Erläuterung der theoretischen und rechtlichen Grundlagen des neuen kommunalen Finanzwesens in Schleswig-Holstein.
3. Immobilienbewertung im Neuen Kommunalen Rechnungswesen: Definition des Gebäudebegriffs und Überblick über die relevanten Bewertungsverfahren.
4. Immobilienbewertung im Neuen Kommunalen Rechnungswesen an einem Beispiel der Gemeinde Büsum: Detaillierte praktische Anwendung der Bewertungsverfahren (Sachwert, Ertragswert) für das Sportlerheim und das Sportstadion Rosengrund.
5. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Anwendbarkeit der Verfahren in der kommunalen Praxis.
Doppik, Neues Kommunales Rechnungswesen, NKR, Immobilienbewertung, Eröffnungsbilanz, Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren, Gemeinde Büsum, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Wertermittlungsverordnung, Kommunalverwaltung, Haushaltsreform, Bodenrichtwert, Bewertungsrecht
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Bewertung kommunaler Immobilien im Rahmen der Umstellung auf das Neue Kommunale Rechnungswesen (NKR) in Schleswig-Holstein.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Anforderungen an die Bilanzierung, die spezifischen rechtlichen Bewertungsvorschriften für Kommunen und die praktische Durchführung der Wertermittlung.
Das Ziel ist die Erstellung eines Handlungsleitfadens für Kommunen bei der erstmaligen Bewertung ihres Immobilienvermögens für die Eröffnungsbilanz.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Rechts- und Theorieanalyse sowie einer Fallstudie an der Gemeinde Büsum zur praktischen Erprobung der Bewertungsverfahren.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des NKR und wendet das Sachwert- sowie das Ertragswertverfahren exemplarisch auf konkrete kommunale Gebäude und Grundstücke an.
Wichtige Begriffe sind Doppik, Eröffnungsbilanz, Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren, kommunales Vermögen und Bewertungsvorschriften.
Aufgrund des teilweise gemeinnützigen Charakters und der öffentlichen Zweckbestimmung des Gebäudes wird das Sachwertverfahren als besonders angemessen für die Ermittlung der Ersatzbeschaffungskosten bewertet.
Der Faktor dient dazu, den nach mathematischen Verfahren ermittelten Sachwert an das tatsächliche regionale Kaufpreisniveau anzupassen, was jedoch im NKR kritisch diskutiert wird.
Die Rückindizierung ist notwendig, um die für die Eröffnungsbilanz gesetzlich geforderten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten fiktiv zu ermitteln.
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