Examensarbeit, 2006
86 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
TEIL 1 SCHULISCHE INTEGRATION VON SCHÜLERN MIT DEM FÖRDERSCHWERPUNKT GEISTIGE ENTWICKLUNG
1.1 „INTEGRATION“: EINE BEGRIFFSBESTIMMUNG
1.2 ZUR ENTWICKLUNG DER INTEGRATIONSPÄDAGOGIK
1.2.1 Exklusion
1.2.2 Separation
1.2.3 Integration
1.2.3.1 Das Grundgesetz
1.2.3.2 Das Schulpflichtgesetz
1.2.3.3 Die Verordnung über die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und die Entscheidung über den schulischen Förderort
1.2.3.4 Die Kultusministerkonferenz und die Richtlinien den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
1.2.3.5 Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 8.10.1997
1.2.3.6 Die Salamanca-Erklärung
1.2.4 Inklusion
1.3 ZIELE UND FORDERUNGEN DER INTEGRATIONSPÄDAGOGIK
1.4 VORAUSSETZUNGEN ZUR UMSETZUNG DES GEMEINSAMEN UNTERRICHTS IN DER PRAXIS
1.4.1 Personelle Voraussetzungen
1.4.2 Strukturelle Voraussetzungen
1.4.3 Räumliche Voraussetzungen
1.4.4 Finanzielle Voraussetzungen
1.5 AKTUELLER STAND SCHULISCHER INTEGRATION
1.5.1 Nordrhein-Westfalen
1.5.2 Stadt Köln
TEIL 2 ERFAHRUNGEN MIT INTEGRIERENDER UND SEPARIERENDER SCHULISCHER FÖRDERUNG
2.1 AUSWIRKUNGEN INTEGRIERENDER SCHULISCHER FÖRDERUNG
2.1.1 Auswirkungen auf die Emotionalität
2.1.2 Auswirkungen auf das Sozialverhalten
2.1.3 Auswirkungen auf das Lernverhalten
2.2 FAKTOREN, DIE DIE UMSETZUNG INTEGRATIVER FÖRDERUNG BEEINFLUSSEN KÖNNEN
2.2.1 Die Pubertät
2.2.2 (Ent)Stigmatisierung im Gemeinsamen Unterricht
TEIL 3 BEENDIGUNG DER SCHULISCHEN INTEGRATION
3.1 STATISTISCHE ANGABEN ZUR BEENDIGUNG DER SCHULISCHEN INTEGRATION
3.2 MÖGLICHE GRÜNDE FÜR EINE BEENDIGUNG DER SCHULISCHEN INTEGRATION
3.2.1 Schulorganisatorische Gründe
3.2.2 Didaktische Probleme
3.2.3 Kooperationsprobleme
3.2.4 Soziale Inakzeptanz
3.2.5 Änderung des Elternwunsches
3.2.6 Psychosoziale Veränderungen der Schüler
3.3 FOLGEN DER INTEGRATIONSBEENDIGUNG FÜR SCHÜLER MIT SONDERPÄDAGOGISCHEM FÖRDERBEDARF
3.3.1 Auswirkungen auf die Emotionalität
3.3.2 Auswirkungen auf das Sozialverhalten
3.3.3 Auswirkungen auf das Lernverhalten
3.3.4 Auswirkungen auf die Eltern
3.4 KONSEQUENZEN DER BEFRAGUNGEN FÜR DIE BEDEUTUNG DES GEMEINSAMEN UNTERRICHTS
TEIL 4 ABSCHLIEßENDES RESÜMEE
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen eines Schulwechsels von einer integrativen Grundschule zu einer Schule für Geistigbehinderte aus der Perspektive betroffener Schüler und Eltern zu untersuchen, um systemische sowie individuelle Folgen und Gründe für eine solche Entscheidung zu beleuchten.
2.2.1 Die Pubertät
Die Phase der Pubertät vollzieht sich im Durchschnitt bei Mädchen vom 10. bis zum 15. Lebensjahr, bei Jungen vom 12. bis zum 17. Lebensjahr (vgl. PSCHYREMBEL 1989, 1380). Sie beschreibt die Zeit der geschlechtlichen Reifung und erfüllt für jeden Menschen zentrale Entwicklungsaufgaben. So vollziehen sich in dieser Phase die Ablösung aus der emotionalen Abhängigkeit der Eltern und die Suche nach der eigenen abgegrenzten Identität (vgl. SENCKEL 2004, 85). Zentral sind auch die Bedeutung der Integration von Sexualität, Aufbau individueller Wertesysteme und somit das Hineinwachsen in die Gesellschaft. In dieser Zeit sind also die Veränderungen, die sich sowohl körperlich, kognitiv oder emotional beim Menschen vollziehen, immens. Sie beeinflussen maßgeblich den Umgang miteinander.
Die Pubertät betrifft also altersgemäß meist Kinder und Jugendliche, die sich am Ende ihrer Grundschulzeit und in der Sekundarstufe I befinden.
Demnach hat die Pubertät auch Auswirkungen auf den Schulalltag und somit auch auf den Umgang von Schülern untereinander. Man kann die Pubertät allgemein als ‚schwierige’ Phase beschreiben, in der sich große Veränderungen vollziehen. Dadurch können sich für die Gemeinsame Unterrichtung von Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf spezielle Schwierigkeiten ergeben.
EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der schulischen Integration ein und formuliert das Ziel, die Folgen eines Schulwechsels von der integrativen Grundschule zur Schule für Geistigbehinderte zu analysieren.
TEIL 1 SCHULISCHE INTEGRATION VON SCHÜLERN MIT DEM FÖRDERSCHWERPUNKT GEISTIGE ENTWICKLUNG: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die historische Entwicklung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Integrationspädagogik in Nordrhein-Westfalen.
TEIL 2 ERFAHRUNGEN MIT INTEGRIERENDER UND SEPARIERENDER SCHULISCHER FÖRDERUNG: Der Abschnitt diskutiert die Auswirkungen integrativer Förderung auf die Bereiche Emotionalität, Sozial- und Lernverhalten sowie Faktoren wie Pubertät und Stigmatisierung.
TEIL 3 BEENDIGUNG DER SCHULISCHEN INTEGRATION: Dieses Kapitel untersucht die Gründe für eine Beendigung der Integration, die Folgen dieses Wechsels für Schüler und Eltern sowie die bildungspolitischen Positionen dazu.
TEIL 4 ABSCHLIEßENDES RESÜMEE: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Entscheidung für oder gegen eine Schulform immer individuell unter Berücksichtigung der aktuellen Bedürfnisse des Schülers getroffen werden muss.
Schulische Integration, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, Inklusion, Sonderpädagogik, Gemeinsamer Unterricht, Integrationspädagogik, Stigmatisierung, Pubertät, Schulwechsel, Lernverhalten, Sozialverhalten, Emotionalität, individuelle Förderung, Schulentwicklung, Elternzufriedenheit.
Die Arbeit untersucht die Folgen und Gründe eines Wechsels von einer integrativen Grundschule zu einer Schule für Geistigbehinderte.
Die zentralen Felder sind die Geschichte der Integration, die Bedingungen für gemeinsamen Unterricht, soziale und emotionale Entwicklungen sowie die Gründe für den Abbruch der Integration.
Das Ziel ist es, mögliche Folgen eines Schulwechsels aufzuzeigen, wobei die individuellen Erfahrungen der betroffenen Eltern und Schüler im Fokus stehen.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und Untersuchungen zu Integrationserfahrungen ausgewertet werden.
Der Hauptteil beleuchtet die Auswirkungen auf das Kind, die Rolle von Faktoren wie Pubertät und Stigmatisierung sowie die statistischen Hintergründe und Ursachen für den Abbruch integrativer Maßnahmen.
Wichtige Begriffe sind schulische Integration, Geistige Entwicklung, Gemeinsamer Unterricht, Stigmatisierung und individuelle Förderplanung.
Oft verhindern die Ganztagsbeschulung an Förderschulen sowie die teilweise langen und durch Sonderschulbusse organisierten Schulwege die Pflege außerschulischer Kontakte.
Sie beschreiben das Phänomen, dass Lehrkräfte aufgrund professioneller Einschätzungen den Kindern bestimmte Leistungen nicht zutrauen, woraufhin die Schüler diese Fähigkeiten tatsächlich nicht entwickeln.
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