Examensarbeit, 2003
124 Seiten, Note: 1,0
TEIL I: GRUNDLEGUNG
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Erkenntnisinteresse
1.2 Bezug zur Berufs- und Wirtschaftspädagogik
1.3 Überblick zum Aufbau der Arbeit
2 Zum Beruf der Arzthelferin
2.1 Berufsbezeichnung
2.2 Ausbildung
2.3 Aufgaben und Tätigkeiten
2.4 Berufsaussichten und Entwicklungsmöglichkeiten
3 Die Zielgruppe der Jugendlichen
3.1 Zur Lebenssituation
3.2 Zum Gesundheitsverhalten
3.3 Zur gesundheitlichen Lage
3.4 Jugendliche in der Berufsausbildung
TEIL II: THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN
4 Terminologische Orientierung
5 Konzepte und Ansätze zum Gesundheitsverhalten
5.1 Laienkonzepte
5.2 Wissenschaftliche Konzepte
5.2.1 Medizinisch orientierte Ansätze
5.2.2 Psychologisch orientierte Ansätze
5.2.3 Sozialwissenschaftlich orientierte Ansätze
5.2.4 Integrative, ganzheitlich orientierte Ansätze
6 Zur Gesundheitsförderung
6.1 Das Konzept der Gesundheitsförderung
6.2 Der Setting-Ansatz
6.2.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
6.2.2 Schulische Gesundheitsförderung
6.3 Gesundheitsförderung und berufliche Bildung
6.3.1 Zur aktuellen Lage an berufsbildenden Schulen
6.3.2 Das duale System der beruflichen Bildung
6.3.3 Ein Konzept zur Integration von Gesundheitsförderung in die Berufsausbildung
TEIL III: EMPIRISCHE ERHEBUNG
7 Vorbereitung und Durchführung
7.1 Eingrenzung des Forschungsanliegens
7.2 Forschungsmethode Befragung
7.3 Konstruktion des Fragebogens
7.4 Pretest
7.5 Konstruktion und Beschreibung der Stichprobe
7.6 Durchführung der Befragung
8 Auswertung der Daten
8.1 Auswertungsverfahren
8.2 Auswertung und Interpretation der Daten
8.2.1 Themenbereich I: Verständnis und Kenntnisse
8.2.2 Themenbereich II: Belastungsfaktoren und Ressourcen
8.2.3 Themenbereich III: Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten
8.2.4 Themenbereich IV: Gegebenheiten, Erwartungen und Meinungen
8.2.5 Zusammenhänge
9 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, im Rahmen einer empirischen Zielgruppenanalyse bei Auszubildenden zur Arzthelferin Ansatzpunkte für die Einführung gesundheitsförderlicher Maßnahmen zu identifizieren. Dabei wird untersucht, welches Gesundheitsverständnis die Auszubildenden aufweisen, welchen Belastungsfaktoren sie in Betrieb und Berufsschule ausgesetzt sind und über welche persönlichen Ressourcen sie verfügen, um eine Grundlage für zielgruppenorientierte Interventionen zu schaffen.
3.1 Zur Lebenssituation
Wenn von `Jugendlichen´, dem J`ugendalter´ bzw. der A`doleszenz´ die Rede ist, dann ist oft unklar, welche Altersgruppe damit eigentlich gemeint ist. Die Jugendphase wird in unserem Kulturkreis als Übergangsphase von der Kindheit zum Erwachsenenstatus definiert (vgl. ENGEL/HURRELMANN, 1993, S. 2). Allerdings ist deren inhaltliche und zeitliche Abgrenzung mittlerweile etwas unklar und diffus geworden. Während der Beginn noch relativ präzise mit dem Einsetzen der Pubertät angegeben werden kann, „... verliert sich das Ende dieser Phase hingegen zunehmend in Teilübergängen oder verfranst sich ins Erwachsenendasein ...“ (MOLL/SCHMAUDER/KLEINDIENST, 1998, S. 68).
Typische tiefgreifende Geschehnisse, die mit dem Übergang ins Erwachsenenleben assoziiert werden (wie z.B. der Einstieg ins Berufsleben, Heirat und Kinder), erfolgen immer später und auch nicht mehr „streng“ chronologisch (vgl. ebd.). Insgesamt betrachtet hat sich die Dauer der Jugendphase in unserer heutigen, komplexen Gesellschaft stetig verlängert: Sie setzt einerseits früher ein und zögert sich andererseits durch die Ausdehnung von Schul- und Ausbildungszeiten immer weiter hinaus. Der Schulbesuch mit anschließender weiterer Ausbildung ist zum dominanten Merkmal der Jugendphase geworden (vgl. HURRELMANN, 1991, S. 63).
Zur groben zeitlichen Orientierung wird die Lebensphase Jugend heutzutage meistens auf die Altersspanne zwischen 10 und 20 Jahren festgelegt. Weiterhin werden i.d.R. drei Phasen der Adoleszenz unterschieden: Die frühe (ca. 10 bis 13 Jahre), die mittlere (ca. 14 bis 16 Jahre) und die späte Adoleszenz (ca. 17 bis 20 Jahre), während die Altersgruppe der 20-25jährigen der sog. Postadoleszenz zugeordnet wird (vgl. z.B. SEIFFGE-KRENKE, 1994, S. 20). Somit könnte man eigentlich auch von vier Adoleszenzphasen sprechen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Gesundheitsförderung bei Jugendlichen ein und begründet das spezifische Erkenntnisinteresse für die Zielgruppe der Auszubildenden in Gesundheitsberufen.
2 Zum Beruf der Arzthelferin: Dieses Kapitel beschreibt das Anforderungsprofil, die Ausbildungssituation und die beruflichen Perspektiven von Arzthelferinnen, um den Kontext der empirischen Untersuchung zu verdeutlichen.
3 Die Zielgruppe der Jugendlichen: Hier werden die lebensweltlichen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen von Jugendlichen in der Übergangsphase zum Erwachsenenalter analysiert, insbesondere im Kontext der Belastungen durch die Berufsausbildung.
4 Terminologische Orientierung: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe der Arbeit, wie Gesundheit, Gesundheitsverhalten, Prävention und Gesundheitsförderung, um ein einheitliches Verständnis sicherzustellen.
5 Konzepte und Ansätze zum Gesundheitsverhalten: Hier werden sowohl subjektive Laienkonzepte als auch wissenschaftliche Modelle vorgestellt, die für das Verständnis und die Veränderung von Gesundheitsverhalten bei der Zielgruppe relevant sind.
6 Zur Gesundheitsförderung: In diesem Kapitel wird das Konzept der Gesundheitsförderung, insbesondere der Setting-Ansatz in Schule und Betrieb, als theoretischer Rahmen für die berufliche Bildung dargelegt.
7 Vorbereitung und Durchführung: Dieser methodische Teil erläutert die Konzeption der empirischen Erhebung, die Auswahl der Zielgruppe und die Durchführung der Befragung an der berufsbildenden Schule.
8 Auswertung der Daten: Hier werden die Ergebnisse der Befragung deskriptiv und interpretativ dargestellt, gegliedert in verschiedene Themenbereiche von Kenntnissen über Belastungen bis hin zu Erwartungen.
9 Schlussbetrachtung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung der Zielgruppenanalyse und gibt einen Ausblick auf die Integration von Gesundheitsförderung in die berufliche Bildung.
Gesundheitsförderung, Arzthelferin, Berufsausbildung, Jugendliche, Setting-Ansatz, Gesundheitsverhalten, Gesundheitskompetenz, Stressbewältigung, Belastungsfaktoren, Salutogenese, Ressourcen, duales System, Gesundheitsbildung, Zielgruppenanalyse, Ausbildungszufriedenheit.
Die Arbeit untersucht die gesundheitliche Situation und das Gesundheitsverhalten von Auszubildenden zur Arzthelferin, um Ansätze für gesundheitsfördernde Maßnahmen in der beruflichen Bildung zu entwickeln.
Die Untersuchung umfasst das Gesundheitsverständnis der Auszubildenden, die Belastungsfaktoren in Betrieb und Berufsschule sowie die vorhandenen personalen und sozialen Ressourcen der Zielgruppe.
Ziel ist es, Daten über die Zielgruppe zu gewinnen, die als Anregung und Ansatzpunkt dienen, um zielgruppenorientierte gesundheitsfördernde Interventionen in der Ausbildung zur Arzthelferin zu etablieren.
Es wurde eine standardisierte schriftliche Befragung durchgeführt, um quantitative und qualitative Daten zur Einschätzung der Auszubildenden zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Gesundheitsbegriffen, Konzepten der Gesundheitsförderung und der Lebenssituation Jugendlicher sowie in die detaillierte empirische Auswertung der Befragungsdaten.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Gesundheitsförderung, berufliche Ausbildung, Jugendliche, Belastungsfaktoren und Ressourcenstärkung im dualen System.
Das salutogenetische Modell von Antonovsky dient als integrativer theoretischer Rahmen, der den Fokus von der reinen Krankheitsvermeidung auf die Stärkung von Ressourcen und Kompetenzen zur aktiven Gesundheitsgestaltung verschiebt.
Der Setting-Ansatz ist zentral, da er nicht auf das individuelle Verhalten des Einzelnen abzielt, sondern an den sozialen Systemen und Rahmenbedingungen in Schulen und Betrieben ansetzt, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen.
Die empirische Analyse zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Ressourcenaufkommen und dem seelischen Gesundheitszustand, was die Stärkung dieser Ressourcen als wesentliches Ziel einer effektiven Gesundheitsförderung ausweist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

