Examensarbeit, 2005
50 Seiten, Note: 14 Punkte
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0. Sachstruktur
1. Einleitung
2. Theoretische Erörterungen zum Thema
2.1 Definitorische Annäherungen an Literaturdidaktik
2.2 Handlungs- und produktionsorientierte Methoden im Deutschunterricht
2.2.1 Handlungs- und produktionsorientierte Verfahren – Eine Übersicht
2.3 Differenzierung
2.4 Merkmale des Werkstattunterrichts
2.4.1 Die Rolle des Lehrers im Werkstattunterricht
3. Planung der Unterrichtseinheit zur Literaturwerkstatt
3.1 Bedingungsanalyse
3.1.1 Situation der Klasse
3.1.2 Lernvoraussetzungen der Schüler
3.1.3 Lernvoraussetzungen ausgewählter Schüler
3.2 Didaktische Vorüberlegungen zur Literaturwerkstatt
3.2.1 Allgemeine Überlegungen zum Thema „Lesen“ in der Grundschule
3.2.2 Begründungen der Literaturauswahl
3.2.3 Begründungen der gewählten Unterrichtsform
3.2.4 Begründungen der gewählten Aufgabenformen
3.3 Methodische Vorüberlegungen zur Durchführung der Literaturwerkstatt
3.4 Ziele der Literaturwerkstatt
4. Darstellung der Unterrichtspraxis
4.1 Gesamtübersicht der Werkstattstunden
4.1.1 Beschreibung der Arbeitsangebote und deren Teilziele
4.2 Reflexion einzelner Arbeitsangebote
4.2.1 Angebot 7: „Wer schreibt mir da?“
4.2.1.1 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen zu Angebot 7
4.2.1.2 Reflexion des Angebots 7
4.2.2 Angebot 17: „Der schnellste Besen – Lese-Abschluss-Check“
4.2.2.1 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen zu Angebot 17
4.2.2.2 Reflexion des Angebots 17
4.2.3 Angebot 29: „Die alte Frau – Superkräfte“
4.2.3.1 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen zu Angebot 29
4.2.3.2 Reflexion des Angebots 29
4.3 Reflexion der Motivation und des Lernfortschrittes ausgewählter Schüler
5. Gesamtreflexion
5.1 Reflexion der Unterrichtsform
5.2 Reflexion der Arbeitsangebote
5.3 Reflexion des Lernziels
5.4 Rolle der Lehrerin
5.5 Rückblick und Aussichten auf späteres Handeln
6. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Methode der Literaturwerkstatt zur Förderung der Lesemotivation und Lesekompetenz von Schülern in einer heterogenen zweiten Grundschulklasse. Im Zentrum steht die Frage, ob handlungs- und produktionsorientierte Zugänge zu einem Kinderroman die individuellen Lernchancen verbessern und sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Kinder gezielt unterstützen können.
2.4 Merkmale des Werkstattunterrichts
In den 70er Jahren wurde der Werkstattunterricht als reformpädagogisch geprägtes Konzept eines geöffneten Unterrichts von Käthi Zürcher/ Franz Schär und Jürgen Reichen in der Schweiz konzipiert. Die heute vorzufindende Form wurde aber vor allem durch Reichen weiterentwickelt und bekannt gemacht. Reichen versteht unter Werkstattunterricht eine sog. „Lernumwelt“:
„Den Schülern steht zu einem bestimmten Thema ein vielfältiges Arrangement von Lernsituationen und Lernmaterialien für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit zur Verfügung. Dabei lassen sich die Lernangebote in der Regel im Selbststudium nutzen und ermöglichen den Schülern freie Wahl der Aufgabenfolge, Zusammenarbeit mit Kameraden, Selbstkontrolle u.v.m. (…) Es werden verschiedene Arbeitsplätze mit wenigen obligatorischen und vielen freiwilligen Lernangeboten eingerichtet.“
Der Lehrer soll Lernprozesse anregen, indem er Aufgaben, Anschauungsmaterial und Hilfsmittel bereitstellt und Schüler allenfalls berät. Etwas stärker als Reichen sieht Andreas Weber eine Einschränkung der Offenheit in Bezug auf die Arbeitsaufträge: „Aufträge und Materialien sind vom Lehrer vorbereitet und strukturiert worden, die Schüler haben also keinen oder nur einen geringen Einfluss auf die Auftragserteilung.“
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Leseförderung nach PISA/IGLU-Studien und stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, die Methode der Literaturwerkstatt an einer zweiten Klasse zu evaluieren.
2. Theoretische Erörterungen zum Thema: Dieses Kapitel fundiert das handlungs- und produktionsorientierte Literaturkonzept, die Möglichkeiten der Differenzierung und die theoretischen Grundlagen des Werkstattunterrichts.
3. Planung der Unterrichtseinheit zur Literaturwerkstatt: Hier wird die spezifische Lernsituation der Klasse 2b analysiert, die Literaturauswahl begründet und die methodische Planung der Werkstattarbeit sowie deren Lernziele dargelegt.
4. Darstellung der Unterrichtspraxis: Dieses Kapitel präsentiert die tatsächliche Durchführung, beschreibt die angebotenen Arbeitsaufträge und bietet eine tiefgehende Reflexion ausgewählter Angebote und Schülerleistungen.
5. Gesamtreflexion: Die abschließende Reflexion bewertet die Wirksamkeit der Unterrichtsform, die Rolle der Lehrkraft sowie die erzielten Fortschritte hinsichtlich Lesekompetenz und -motivation.
6. Literaturverzeichnis: Umfassende Zusammenstellung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Literaturwerkstatt, Leseförderung, Lesekompetenz, Grundschule, Deutschunterricht, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Differenzierung, Werkstattunterricht, Hexe Lakritze, Lesemotivation, Binnendifferenzierung, Lehrerrolle, Leseerziehung, Grundschulunterricht.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung einer Literaturwerkstatt in einer zweiten Grundschulklasse, um die Lesekompetenz und Lesemotivation der Kinder effektiv zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf dem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht, dem Einsatz von Werkstattarbeit als offene Unterrichtsform sowie der methodischen Differenzierung innerhalb einer heterogenen Lerngruppe.
Das Ziel ist es zu prüfen, ob die gewählte Unterrichtsmethode geeignet ist, die Lesefähigkeiten sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker Kinder zu verbessern und die Freude am Lesen zu steigern.
Es handelt sich um eine praxisorientierte pädagogische Untersuchung, die theoretische didaktische Konzepte in die Unterrichtspraxis überträgt, dokumentiert und anschließend kritisch reflektiert.
Der Hauptteil dokumentiert die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit zum Buch „Hexe Lakritze“, stellt die durchgeführten Arbeitsangebote vor und reflektiert deren Erfolg bei den Schülern.
Die Kernbegriffe sind Leseförderung, Literaturwerkstatt, Handlungsorientierung, Differenzierung und Lesekompetenz.
Die Lektüre bietet eine Identifikationsfigur für Zweitklässler, greift Themen wie Toleranz und den Abbau von Vorurteilen auf und ist aufgrund ihrer Struktur ideal für handelnde Lese- und Schreibanlässe geeignet.
Die Autorin reflektiert kritisch die anspruchsvolle Rolle als Moderatorin und Beobachterin, besonders als Berufsanfängerin, und betont den hohen Vorbereitungsaufwand einer Literaturwerkstatt.
Die Untersuchung zeigt, dass die Werkstattmethode ein effektives Werkzeug zur Binnendifferenzierung ist, da sie leistungsschwächere Schüler stützt und leistungsstärkere Kinder durch anspruchsvolle Angebote herausfordert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

