Wissenschaftlicher Aufsatz, 2005
28 Seiten
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Dieser Text untersucht das Problem der Maßstäblichkeit menschlichen Handelns im Kontext biotechnologischer Entwicklungen und Albert Schweitzers Denken. Er hinterfragt, ob die Grenzen und Maßstäbe, die in der Moderne als unüberschreitbar galten, im Bereich ethischer Maßstäbe durch die rasanten Fortschritte der Biotechnologie ebenfalls überschritten werden müssen und ob dies überhaupt möglich ist.
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der biotechnologischen Entwicklungen für Albert Schweitzers Denken und stellt die beiden zentralen Fragestellungen des Textes vor: Sind angesichts der Biotechnologie Grenzen und Maßstäbe im ethischen Bereich überwindbar? Und kann Schweitzers Denken einen zukunftsweisenden ethischen Maßstab für diese Entwicklungen bieten?
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem grenzüberschreitenden Fortschritt der Biotechnologie, insbesondere der Gentechnik. Es wird deutlich gemacht, dass die Biotechnologie die traditionellen ethischen Grenzen und Maßstäbe in Frage stellt und eine "maß-lose" Epoche einleitet. Die Autoren betonen dabei die Gefahr eines reduktionistischen Wissenschaftsparadigmas, das die Natur lediglich als eine von der Information gesteuerte Maschine betrachtet.
Im zweiten Kapitel wird Schweitzers Verhältnis von Wissenschaft und Denken/Ethik analysiert. Er kritisiert die "Verkümmerung" des modernen Menschen im "eigentlichen Wesen" aufgrund eines unreflektierten wissenschaftlichen Fortschritts. Der Fokus liegt auf der Notwendigkeit einer "denkenden Wissenschaft", die ethische Fragen und deren Folgen mitbedenkt.
Kapitel drei beleuchtet Schweitzers Ethikprinzip der "Ehrfurcht vor dem Leben" als "denknotwendiges Maß" und grenzt es kritisch von Kants "Nötigung der Vernunft" ab.
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind: Biotechnologie, Gentechnik, Maßstäblichkeit, Ethik, Verantwortung, Albert Schweitzer, Ehrfurcht vor dem Leben, Grenzenlose Vernunft, Denkende Wissenschaft, Lebensmechanismen, Biosphäre, Reduktionismus.
Das Kernprinzip ist die "Ehrfurcht vor dem Leben", die besagt, dass alles Leben heilig ist und der Mensch die Verantwortung trägt, Leben zu erhalten und zu fördern.
Er sorgt sich um eine "Verkümmerung" des menschlichen Wesens durch rein technischen Fortschritt ohne entsprechende ethische und geistige Reife.
Der Text untersucht, ob Schweitzers Ethik als "denknotwendiges Maß" dienen kann, um die grenzenlosen Möglichkeiten der Biotechnologie (wie Gentechnik) ethisch zu begrenzen.
Es beschreibt die Notwendigkeit, dass der Mensch für seine Eingriffe in die Biosphäre und Lebensmechanismen die volle moralische Verantwortung übernehmen muss.
Schweitzers Ethik basiert auf einer "denknotwendigen Vernünftigkeit", die tiefer in der unmittelbaren Erfahrung des Lebens verwurzelt ist als Kants rein abstrakte Vernunftethik.
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