Diplomarbeit, 2006
68 Seiten, Note: 1.1
Einleitung
1. Modalpartikeln
1.1. Deutsche Modalpartikeln
1.1.1. Bemerkungen zur Geschichte des deutschen Begriffes Modalpartikel
1.1.2. Modalpartikeln in den deutschen Grammatiken und in der Fachliteratur (Weydt, Engel, Liefländer-Koistinen)
1.2. Lettische Modalpartikeln
1.3. Vergleich der häufigesten deutschen und lettischen Modalpartikeln
2. Modalpartikeln als Übersetzungsproblem
3. Vergleichende Analyse beider deutscher Originaltexte
4. Analyse der lettischen Übersetzung des Dokumentationsmaterials
4.1. Betrachtung der deutschen Modalpartikel aber
4.1.1. Wiedergabe der Modalpartikel aber in den veröffentlichten Übersetzungen des Originaltextes
4.1.2. Wiedergabe der Modalpartikel aber in den Testübersetzungen des Originaltextes
4.2. Betrachtung der deutschen Modalpartikel denn
4.2.1. Wiedergabe der Modalpartikel denn in den veröffentlichten Übersetzungen des Originaltextes
4.2.2. Wiedergabe der Modalpartikel denn in den Testübersetzungen des Originaltextes
4.3. Betrachtung der deutschen Modalpartikel doch
4.3.1. Wiedergabe der Modalpartikel doch in den veröffentlichten Übersetzungen des Originaltextes
4.3.2. Wiedergabe der Modalpartikel doch in den Testübersetzungen des Originaltextes
4.4. Betrachtung der deutschen Modalpartikeln eben, etwa, mal
4.4.1. Wiedergabe der Modalpartikeln eben, etwa, mal in den veröffentlichten Übersetzungen des Originaltextes
4.4.2. Wiedergabe der Modalpartikeln eben, etwa, mal in den Testübersetzungen des Originaltextes
4.5. Betrachtung der deutschen Modalpartikel eigentlich
4.5.1. Wiedergabe der Modalpartikel eigentlich in den veröffentlichten Übersetzungen des Originaltextes
4.5.2. Wiedergabe der Modalpartikel eigentlich in den Testübersetzungen des Originaltextes
4.6. Betrachtung der deutschen Modalpartikeln ja, vielleicht, wohl
4.6.1. Wiedergabe der Modalpartikeln ja, vielleicht, wohl in den veröffentlichten Übersetzungen des Originaltextes
4.6.2. Wiedergabe der Modalpartikel ja in den Testübersetzungen des Originaltextes
4.7. Wiedergabe der komplettierbaren Modalpartikeln in der lettischen Sprache
4.8. Resümee über die veröffentlichten Übersetzungen und Testübersetzungen des Originaltextes
Schlusswort
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die kontrastive Verwendung von Modalpartikeln im Deutschen und Lettischen, basierend auf Erich Kästners „Emil und die Detektive“. Ziel ist es, die Übersetzungsmöglichkeiten und -tendenzen dieser sprachlichen Mittel zu analysieren, da Modalpartikeln im Lettischen oft vernachlässigt werden oder kein direktes Äquivalent besitzen.
1. Modalpartikeln
Zur Beschreibung der deutschen Modalität ist es hilfreich, sich auf die Grammatik Theorien von Götze/ Hess-Lüttich (1999, S. 114) zu stützen. Sie schreiben, dass ein Sprecher/Schreiber ein Geschehen als wirklich, möglich, vorstellbar, gewünscht, befohlen, unwirklich, unsicher oder unmöglich darstellen kann. Laut beider Autoren kann der Sprecher die Aussage (Rede) eines anderen wiedergeben und seine eigene Meinung dazu ausdrücken. Diese unterschiedlichen Aussagemöglichkeiten werden als Modalität des Satzes, ausgedrückt durch morphologische und lexikalisch pragmatische Mittel, bezeichnet.
Zu den lexikalisch-pragmatischen Mitteln zählen laut Götze / Hess-Lüttich (1999, S. 114) die Adverbien (vielleicht, sicher(lich), möglicherweise, bestimmt, hoffentlich, fast, beinahe), die Modalpartikeln (denn, schon, doch), die modale Wortgruppen (meiner Meinung nach, meines Erachtens) sowie die modalen Hilfsverben (wollen, sollen, müssen, dürfen, können, mögen) und die Umschreibungen:
haben + Infinitiv mit zu
sein + Infinitiv mit zu
Zu den lexikalisch-pragmatischen Mitteln gehört auch die Umschreibung der Konjunktiv-Form mit würde.
In der deutschen Grammatik gibt es auch andere Einteilungen der lexikalisch pragmatischen Mittel, die sich von der oben erwähnten Einteilung unterscheiden (vgl. Hentschel, Weydt 2003, S. 114).
In der lettischen Sprache kann die Modalität durch die Modi Indikativ, Imperativ, das Supinum in konditionaler Funktion, Optativ, Debitiv und Modus relativus sowie durch Modalverben, Modalpartikeln und Partizipialformen ausgedrückt werden.
Das baltische Verbalsystem ist durch den Schwund der Modi bis auf Indikativ und Imperativ gegenüber dem Urindogermanischen stark vereinfacht worden. Um ein Ausgleich zu schaffen, ist zum einen eine Reihe von Modi völlig neu geschaffen worden (zu nennen sind hier: der Debitiv, aber auch der Modus relativus und der Optativ); zum anderen haben das Supinum und z. T. die Partizipien modale Funktionen erhalten (vgl. Frossmann 2001, S. 296).
1. Modalpartikeln: Definitorische Grundlagen der deutschen und lettischen Modalpartikeln sowie deren Abgrenzung und historische Einordnung in der Fachliteratur.
2. Modalpartikeln als Übersetzungsproblem: Diskussion der Herausforderungen bei der Übertragung von Modalpartikeln, insbesondere hinsichtlich der Äquivalenzproblematik und der Wahrung emotionaler Schattierungen.
3. Vergleichende Analyse beider deutscher Originaltexte: Untersuchung, wie der Autor die Modalität in der Originalfassung und einer vereinfachten Ausgabe angepasst hat.
4. Analyse der lettischen Übersetzung des Dokumentationsmaterials: Detaillierte, kapitelweise Betrachtung spezifischer deutscher Modalpartikeln und ihrer unterschiedlichen Wiedergabe in veröffentlichten Übersetzungen und Testübersetzungen.
Modalpartikeln, Kontrastive Linguistik, Deutsch-Lettisch, Übersetzung, Erich Kästner, Emil und die Detektive, Modalität, Abtönungspartikeln, Dialoganalyse, Sprachvergleich, Übersetzungsproblematik, pragmatische Mittel, Umgangssprache, Äquivalenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der kontrastiven Untersuchung von deutschen Modalpartikeln im Roman „Emil und die Detektive“ und deren Übersetzung ins Lettische.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Funktion von Modalpartikeln, die Probleme bei der Übersetzung von Modalität und die Analyse der Übersetzungstendenzen bei der Übertragung von der deutschen in die lettische Sprache.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie deutsche Modalpartikeln ihre spezifische Stimmung im Lettischen entfalten können und ob die lettische Sprache geeignete Äquivalente für diese oft schwer übersetzbaren Wörter besitzt.
Die Autorin führt eine kontrastive Analyse durch, bei der sie 43 Beispiele aus dem Originaltext mit offiziellen Übersetzungen sowie 12 selbst erhobenen Testübersetzungen vergleicht und tabellarisch auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Modalpartikeln wie aber, denn, doch, eben, eigentlich etc. und prüft jeweils deren Wiedergabe in bestehenden sowie in neuen Testübersetzungen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Modalpartikeln, kontrastive Linguistik, Übersetzung, Erich Kästner, Modalität und Äquivalenz.
Die Untersuchung zeigt, dass Übersetzer sehr frei mit diesen Partikeln umgehen; oft werden sie komplett ausgelassen, was jedoch den emotionalen Ton oder die Intention des Originals schwächen kann.
Für die meisten deutschen Modalpartikeln gibt es keine direkten, eins-zu-eins Äquivalente im Lettischen, weshalb Übersetzer häufig auf Adverbien, Konjunktionen oder Umformulierungen ausweichen müssen.
Da Modalpartikeln maßgeblich zur Gestaltung des Tons und der emotionalen Bindung des Redners zum Inhalt beitragen, ist ihr Verständnis für Übersetzer entscheidend, um den Text nicht steif oder unnatürlich wirken zu lassen.
Die Autorin stellt fest, dass gängige Wörterbücher oft keine ausreichende Unterstützung bieten, da Modalpartikeln in ihnen selten als solche markiert sind und meist nur ihre direkten, grammatikalischen Bedeutungen aufgelistet werden.
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