Magisterarbeit, 2001
74 Seiten, Note: 1,0
VORWORT
1 EINLEITUNG
2 BIOGRAPHISCHE DATEN
3 ZEITGESCHICHTLICHER ABRISS
4 ZUR WERKAUSWAHL – “DIE SERAPIONS-BRÜDER”
4.1 RAT KRESPEL
4.2 DER DICHTER UND DER KOMPONIST
4.3 ARTUSHOF
4.4 DAS FREMDE KIND
5 SCHWELLEN- /GRENZÜBERSCHREITENDES SEHEN
6 HOFFMANNS WERKCHARAKTERISTIKA
Diese Arbeit untersucht die in ausgewählten Erzählungen aus E.T.A. Hoffmanns Werk „Die Serapionsbrüder“ hervortretenden philosophischen und poetischen Maximen. Ziel ist es, Hoffmanns spezifische Weltanschauung sowie seine besondere Art der Realitätssicht und Darstellungsweise darzulegen, wobei ein Fokus auf dem Zusammenspiel von innerer künstlerischer Welt und äußerer, oft als bedrohlich empfundener Wirklichkeit liegt.
4.1 Rat Krespel
Die Novelle “Rat Krespel” erschien zuerst im “Frauentaschenbuch” des Hoffmannschen Freundes und Herausgebers Fouqué für das Jahr 1818. Bei ihrer Überarbeitung für die serapiontischen Geschichten entfiel das zuvor im „Frauentaschenbuch“ veröffentlichte Vorwort des Autors.
Die Anregung zu der Geschichte vom Rat Krespel erhielt Hoffmann von Clemens Brentano, mit dem er 1816 Umgang pflegte. Dieser hatte ihm vom wunderlichen Benehmen eines Frankfurter Archivars erzählt. Dieser Johann Bernhard Crespel (1747-1813) gehörte zum Bekanntenkreis Goethes, der ihn in seinem sechsten und fünfzehnten Buch von “Dichtung und Wahrheit” als skurrilen, menschenscheuen, aber für die Kunst begeisterten Menschen beschrieb.
Hoffmanns Krespel ähnelt diesem zuvor genannten Archivar, denn er zählt zu jener sensiblen Menschenart, die eine Disharmonie zwischen der inneren Gefühlswelt und dem äußeren Leben empfinden und nicht in der Lage sind, die daraus resultierende Anspannung hinter einer Maske der Gleichmütigkeit zu verbergen:
Das Missverhältnis des inneren Gemüts mit dem äußeren Leben, welches der reizbare Mensch fühlt, treibt ihn wohl zu besonderen Grimassen, die die ruhigen Gesichter, über die der Schmerz so wenig Gewalt hat als die Lust, nicht begreifen können, sondern sich nur darüber ärgern.
VORWORT: Der Autor reflektiert über die eigene Suche nach Orientierung während des Studiums und die persönliche Begegnung mit der seltsamen Gestalt E.T.A. Hoffmanns.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit definiert ihren Fokus auf Hoffmanns philosophische Maximen in ausgewählten Erzählungen aus „Die Serapionsbrüder“ und grenzt den Untersuchungsbereich bewusst ein.
2 BIOGRAPHISCHE DATEN: Es wird der Lebensweg E.T.A. Hoffmanns nachgezeichnet, von seiner Herkunft über seine strapaziöse Doppelexistenz als Jurist und Künstler bis hin zu seinem Tod in Berlin.
3 ZEITGESCHICHTLICHER ABRISS: Das Kapitel verortet Hoffmann innerhalb der deutschen Romantik und beleuchtet den Einfluss von Naturphilosophie, Transzendentalismus und der Faszination für das „Wunderbare“.
4 ZUR WERKAUSWAHL – “DIE SERAPIONS-BRÜDER”: Dieser Abschnitt erläutert die Entstehung des Freundeskreises und die serapiontische Idee als künstlerisches Leitmotiv der Novellensammlung.
4.1 RAT KRESPEL: Eine Untersuchung des Konflikts zwischen innerem Künstlertum und äußerer Wirklichkeit, verdeutlicht durch die Figur des Rat Krespel und seine zwanghafte Beziehung zu Musik und Instrumenten.
4.2 DER DICHTER UND DER KOMPONIST: Hier wird das Verhältnis von Kunst und Politik zur Zeit der napoleonischen Kriege analysiert, eingebettet in den Dialog zwischen einem Komponisten und einem Dichter.
4.3 ARTUSHOF: Das Kapitel analysiert die Rolle des Künstlers und die Bedeutung der „Gralssuche“ im Leben des Kaufmanns Traugott, der sich der Kunst zuwendet.
4.4 DAS FREMDE KIND: Eine Auseinandersetzung mit Hoffmanns Kritik an aufklärerischen Erziehungsidealen, kontrastiert durch die magische Naturerfahrung von Kindern und die Figur des Magisters Tinte.
5 SCHWELLEN- /GRENZÜBERSCHREITENDES SEHEN: Das Prinzip des wahrhaften Sehens wird als Forderung nach einer Überwindung bloß registrierender Wahrnehmung zugunsten einer tieferen Realitätserfassung definiert.
6 HOFFMANNS WERKCHARAKTERISTIKA: Abschließend werden die zentralen Merkmale von Hoffmanns ästhetischem Ausdruck zusammengefasst, darunter die Groteske, die Desillusionierung und der Fokus auf das Wunderbare.
E.T.A. Hoffmann, Romantik, Serapionsbrüder, Weltanschauung, Wunderbares, Kunstphilosophie, Wahnsinn, Naturphilosophie, Mesmerismus, Künstlerexistenz, Groteske, Realitätssicht, Grenzüberschreitung, Literaturgeschichte, Subjektivität.
Die Arbeit analysiert die philosophischen und poetischen Maximen E.T.A. Hoffmanns, wie sie in den „Serapionsbrüdern“ zum Ausdruck kommen, und untersucht sein Verständnis von Wirklichkeit und Kunst.
Zentrale Themen sind das Spannungsverhältnis zwischen innerer künstlerischer Welt und äußerer Realität, die Bedeutung der Romantik, das Verhältnis von Wahnsinn und Vernunft sowie Kritik an bürgerlichen Erziehungsidealen.
Das Ziel ist die Darstellung und Analyse der „serapiontischen“ Weltanschauung, insbesondere der Frage, wie Hoffmann das Wunderbare als Teil der menschlichen Existenz begreift.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse und Interpretation ausgewählter Erzählungen, ergänzt durch den Einbezug literaturgeschichtlicher und zeitgenössischer philosophischer Kontexte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einordnung, einen Abriss der zeitgeschichtlichen Epoche sowie detaillierte Einzelanalysen der Erzählungen „Rat Krespel“, „Der Dichter und der Komponist“, „Artushof“ und „Das fremde Kind“.
Hoffmann, Romantik, Serapionsbrüder, Wunderbares, Künstlerexistenz, Wahnsinn, Naturphilosophie und Groteske sind essenzielle Begriffe für das Verständnis der Arbeit.
Der Wahnsinn wird oft als Resultat einer unvermittelten Konfrontation mit dem „Wunderbaren“ oder als Schutzmechanismus vor einer als einengend empfundenen Wirklichkeit interpretiert.
Während Kinder einen unmittelbaren, intuitiven Zugang zur beseelten Natur haben, sind Erwachsene durch starre Verstandeskultur und gesellschaftliche Konventionen von dieser Erfahrung entfremdet.
Der Künstler ist als ein Seher definiert, der die Wunder eines „höheren Reiches“ in die Welt vermitteln soll, dabei aber ständig Gefahr läuft, an der Diskrepanz zwischen seinem Ideal und der Realität zu zerbrechen.
Der Magnetismus wird als Metapher für die Übertragung psychischer Kräfte und den Prozess der künstlerischen Inspiration genutzt, wobei Hoffmann den Praktiken gegenüber einerseits kritisch, andererseits fasziniert gegenübersteht.
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