Diplomarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 1,0
A. Einleitung
B. Hauptteil
1. Bilanzierung der Sachanlagen nach IFRS
1.1 Anwendungsbereich
1.2 Definition und Ansatz
1.3 Nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4 Bewertung bei Zugang der Sachanlagen
1.5 Folgebewertung der Sachanlagen
1.6 Abschreibungen auf Sachanlagen
1.7 Wertminderung und Wertaufholung
1.8 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
1.8.1 Definition und Ansatz
1.8.2 Bewertung
1.9 Langfristige Fertigungsaufträge hinsichtlich der Sachanlagen
2. Bilanzierung der Sachanlagen nach HGB
2.1 Kriterium der Langfristigkeit
2.2 Sachanlagen (Postengruppe A.II. gem. § 266 (2) HGB)
2.2.1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2.2.2 Technische Anlagen und Maschinen
2.2.3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.2.4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
2.3 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen nach HGB
2.4 Sonderfälle im Rahmen der Sachanlagen nach HGB
3. Sonderformen des Leasings für Sachanlagen nach IFRS
3.1 Anwendungsbereich und Ansatz
3.2 Grundlegende Definitionen
3.3 Sonderleasing bei Grundstücken und Gebäuden
4. Wesentlicher Anpassungsbedarf im Sachanlagevermögen
5. Bilanzpolitik im Rahmen der Sachanlagen nach IFRS und HGB
C. Schluss
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung und der Vergleich der Bilanzierung von Sachanlagen dem Grunde (Ansatz) und der Höhe (Bewertung) nach den IFRS-Standards (insbesondere IAS 16) sowie nach den deutschen HGB-Vorschriften für große Kapitalgesellschaften, um Unterschiede und bilanzpolitische Spielräume aufzuzeigen.
1.2 Definition und Ansatz
In IAS 16.6 ist eine Sachanlage definiert als ein materieller Vermögenswert (tangible asset), der der Herstellung oder Lieferung von Gütern, der Einbringung von Dienstleistungen oder der Vermietung an Dritte dient oder für Zwecke der eigenen Verwaltung gehalten wird und erwartungsgemäß länger als eine Periode genutzt wird.
Sobald die Sachanlage die obige Definition erfüllt, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss (future economic benefit) wahrscheinlich ist und die AHK (historical costs) verlässlich bewertet werden können i. S. v. F. 89 ist die Sachanlage nach IAS 16.7 zu aktivieren. In aller Regel kann der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens als wahrscheinlich angesehen werden, wenn Risiken und Chancen auf das bilanzierende Unternehmen übergegangen sind. Dies wiederum wird mit dem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums i. S. v. F. 57 (sinngemäß identisch mit § 39 (2) Nr. 1 Satz 1 AO) erfüllt sein. Dieser Standard (IAS 16) trifft neben den allgemeinen Ansatzkriterien für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens auch weitere Regelungen zu einer Reihe von Einzelfällen. So sind gem. IAS 16.8 bedeutende Ersatzteile und Bereitschaftsausrüstungen, welche länger als eine Periode oder im Zusammenhang mit anderen Gegenständen des Sachanlagevermögens genutzt werden, zu aktivieren und planmäßig über die Nutzungsdauer abzuschreiben.
1. Bilanzierung der Sachanlagen nach IFRS: Dieses Kapitel erläutert detailliert die Ansatz- und Bewertungsregeln für Sachanlagen unter IFRS, einschließlich nachträglicher Kosten, Folgebewertung und Wertminderungen.
2. Bilanzierung der Sachanlagen nach HGB: Hier werden die spezifischen handelsrechtlichen Vorschriften für das Sachanlagevermögen, insbesondere die Kategorisierung und Bewertung nach HGB, dargestellt.
3. Sonderformen des Leasings für Sachanlagen nach IFRS: Dieses Kapitel behandelt die bilanzielle Erfassung von Leasingverhältnissen nach IFRS, unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Finanzierungs- und operativen Leasingverhältnissen.
4. Wesentlicher Anpassungsbedarf im Sachanlagevermögen: Das Kapitel widmet sich den notwendigen Anpassungen und Wahlrechten bei der Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS gemäß IFRS 1.
5. Bilanzpolitik im Rahmen der Sachanlagen nach IFRS und HGB: Abschließend werden die bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume analysiert, die sich durch die Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungssystemen ergeben.
Sachanlagen, IFRS, HGB, Bilanzierung, Bewertung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Abschreibung, Wertminderung, Leasing, Bilanzpolitik, IAS 16, Anlagevermögen, Rechnungslegung, Kapitalgesellschaften
Die Diplomarbeit vergleicht die Bilanzierung von Sachanlagen nach IFRS und HGB mit dem Fokus auf Ansatz und Bewertung für große Kapitalgesellschaften.
Die Themen umfassen Anschaffungs- und Herstellungskosten, Bewertungsmodelle (Cost vs. Revaluation), Abschreibungen, Wertminderungstests sowie die Bilanzierung von Leasingverhältnissen.
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den Rechnungslegungssystemen aufzuzeigen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bilanz sowie bilanzpolitische Spielräume zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Rechtsquellenanalyse sowie dem systematischen Vergleich der entsprechenden Rechnungslegungsstandards.
Der Hauptteil gliedert sich in die IFRS-Bilanzierung, die HGB-Bilanzierung, spezielle Leasingfragen, Anpassungserfordernisse bei der Umstellung und die daraus ableitbare Bilanzpolitik.
Wichtige Begriffe sind insbesondere IFRS, HGB, Sachanlagen, Anschaffungskosten, Wertminderung, Leasing, Neubewertungsmethode und Bilanzpolitik.
Die Neubewertung kann zu einer erfolgsneutralen Erhöhung des Eigenkapitals führen, sofern ein Neubewertungsbetrag (Revaluation Surplus) entsteht, was insbesondere für Unternehmen mit geringem Eigenkapital von Bedeutung sein kann.
Die Unterschiede ergeben sich aus der unterschiedlichen Ausrichtung (Kapitalmarktorientierung bei IFRS vs. Gläubigerschutz bei HGB) und den entsprechenden Kriterien zur Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums.
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