Magisterarbeit, 2006
97 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Wechselwirkung zwischen Politik und Medien
– Politische Kommunikation zu Zeiten des Wahlkampfes.
I Theoretischer Bezugsrahmen zur Beurteilung der Rolle der Medien
1 Thematische Einführung und Forschungsstand
2 Theoretische Grundlagen zu Kommunikationsprozessen
2.1 Botschaften und Signale
2.2 Politische Kommunikation
2.3 Wahlkampfkommunikation
3 Medien – Ihre Definition, Funktion und Entwicklung
3.1 Definition von Medien
3.2 Funktionen von Medien
3.3 Entwicklung der Medien in der heutigen Gesellschaft
3.4 Darstellung einzelner Medien
3.4.1 Printmedien
3.4.2 Radio
3.4.3 Fernsehen
3.4.4 Internet
4 Politik in Deutschland, eingebettet im politischen und medialen System
4.1 Der Medienwandel in der modernen Gesellschaft
4.2 Mediendemokratie
4.3 Mediokratie, Entertainisierung bzw. Politainment
4.4 Politiker und Journalisten und ihr Umgang miteinander
4.5 Auswirkungen der Nachrichtenwerte auf die Berichterstattung der Medien
II Die Rolle der Medien im Zusammenhang mit politischen Wahlkämpfen
1 Wahlkämpfe in Deutschland
1.2 Entwicklung bzw. Darstellung früherer Wahlkämpfe in Deutschland
1.3 Wahlkämpfe heute: Voraussetzungen, Möglichkeiten, Wählerverhalten
2 Die Personalisierung der Politik
2.1 Die Spitzenkandidaten der Parteien
2.2 Inszenierte Auftritte der Politiker für die Berichterstattung der Medien
2.3 Der Politiker vor der Kamera
3 Die Entwicklung der Wahlkämpfe in Deutschland - Amerikanisierung vs. Modernisierung
3.1 Wahlkampfmanagement zur Planung eines Wahlkampfes
3.3 Meinungsforschung und ihre Wirkung auf den Wahlkampf
3.4 PR-Berater als Zukunft moderner Wahlkämpfe
4 Politische Werbemittel im Wahlkampfeinsatz
4.1 Printmedien
4.2 Fernsehspots
4.3 Fernseh-Duelle
4.4 Plakate
4.7 Internetpräsentation
4.7 Wahlkampfveranstaltungen
4.8 Weitere Werbemittel
4.8.1 Der Informationsstand
4.8.2 Die digitale Visitenkarte
4.8.3 Telefonwahlkampf
4.8.4 Der Wahltag
III Die vergleichende Darstellung des Einsatzes der Medien in den Wahlkämpfen 1994, 1998 und 2002
1 Die Bundestagswahl 1994
1.1 Die politische Ausgangslage zu Beginn des Wahlkampfes
1.2 Wahlkampfmanagement – Die Organisation des Wahlkampfes
1.3 Die Spitzenkandidaten und der TV-Wahlkampf
1.4 Der Einsatz der Werbemittel
1.4.1 Fernsehspots
1.4.2 Hörfunkspots
1.4.3 Printmedien
1.4.4 Plakate
1.4.5 Wahlveranstaltungen
2 Die Bundestagswahl 1998
2.1 Die politische Ausgangslage zu Beginn des Wahlkampfes
2.2 Wahlkampfmanagement – Die Organisation des Wahlkampfes
2.3 Spitzenkandidaten und TV-Wahlkampf
2.4 Der Einsatz der Werbemittel
2.4.1 Fernsehspots
2.4.2 Internetpräsentation
2.4.3 Plakate
2.4.4 Printmedien, Wahlveranstaltungen und weitere Werbemittel
3 Die Bundestagswahl 2002
3.1 Die politische Ausgangslage zu Beginn des Wahlkampfes
3.2 Wahlkampfmanagement – Die Organisation des Wahlkampfes
3.3 Spitzenkandidaten und TV-Wahlkampf
3.4 Der Einsatz der Werbemittel
3.4.1 Fernsehspots
3.4.2 Fernseh-Duelle
3.4.3 Internetpräsentation
3.4.4 Plakate
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die komplexe Wechselwirkung zwischen dem politischen System und den Medien in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die Politikvermittlung während der Bundestagswahlkämpfe 1994, 1998 und 2002, um die zunehmende Professionalisierung und Personalisierung politischer Kommunikation zu analysieren.
1 Thematische Einführung und Forschungsstand
Der brisante Wahlkampf 2005 und sein unerwarteter Ausgang waren in aller Munde, nicht zuletzt durch die intensive Berichterstattung der Medien. Diese Ereignisse führten dazu, dass sich viele Fragen aufwarfen. Welchen Einfluss hat die Berichterstattung der Medien auf die Politik im Allgemeinen bzw. den Wahlkampf im Speziellen? Welchen Einfluss hat die Berichterstattung auf den Ausgang der Wahl, damit also auch auf die Wählerentscheidung? Spielt sie überhaupt eine Rolle oder ist der Wähler frei von jeglichen Einflüssen zu einer Entscheidung fähig? Wie gelangt Politik zum Wähler, welche Mittel werden dabei eingesetzt? Wie weit haben sich Medien und Politik im Laufe der Jahre angenähert? Wie intensiv ist die Verflechtung miteinander, sind sie eigenständige Systeme oder so von einander abhängig, dass sie ohne den anderen nicht uneingeschränkt handlungsfähig sind? Wie und unter welchen Bedingungen hat sich diese Verflechtung entwickelt bzw. wie wird sie sich die Entwicklung in naher Zukunft vollziehen und welche Auswirkungen wird das haben?
Diese Fragen zu beantworten sind die Motivation und Zielsetzung dieser Arbeit. Am deutlichsten lässt sich die Politikvermittlung zu Zeiten der Wahlkämpfe beobachten. Zu dieser Zeit bemühen sich Parteien intensiv um den Wähler, um an die notwendigen Stimmen für den Machterhalt bzw. den Machterwerb zu gelangen.
I Theoretischer Bezugsrahmen zur Beurteilung der Rolle der Medien: Einführung in die Wechselwirkung von Politik und Medien sowie Erläuterung der medientheoretischen Grundlagen und Nachrichtenwerte.
II Die Rolle der Medien im Zusammenhang mit politischen Wahlkämpfen: Analyse der Rahmenbedingungen deutscher Wahlkämpfe, der Personalisierung von Politik und der Modernisierungs- bzw. Professionalisierungstrends der Wahlkampfkommunikation.
III Die vergleichende Darstellung des Einsatzes der Medien in den Wahlkämpfen 1994, 1998 und 2002: Chronologische Analyse der konkreten Kommunikationsstrategien und Werbemittelnutzung in den Bundestagswahlkämpfen von 1994, 1998 und 2002.
Politische Kommunikation, Wahlkampf, Medien, Personalisierung, Professionalisierung, Amerikanisierung, Mediendemokratie, Politikvermittlung, TV-Wahlwerbung, Meinungsforschung, Bundestagswahl, Politainment, Strategische Kommunikation, Massenmedien, Agenda Setting.
Die Arbeit analysiert die wechselseitige Abhängigkeit von Politik und Medien in Deutschland und untersucht, wie diese Beziehung die Art und Weise beeinflusst, wie Wahlkämpfe geführt und wahrgenommen werden.
Die zentralen Themen sind die Mediatisierung der Politik, die Professionalisierung von Wahlkampagnen, die Rolle der Spitzenkandidaten (Personalisierung) und die Wirksamkeit verschiedener Werbemittel wie Fernsehspots, Plakate und Internetauftritte.
Das Ziel ist es, die Komplexität politischer Kommunikation in der modernen Mediengesellschaft während Wahlkämpfen darzustellen und zu zeigen, wie Parteien ihre Strategien an die medialen Anforderungen anpassen.
Die Autorin wendet einen funktionalistischen Ansatz an, der faktorenspezifische Aspekte der Kandidaten und Medienwirkung mit prozessanalytischen Studien verknüpft, um die Wahlentscheidung der Bürger zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der politischen Kommunikation, eine Darstellung der Bedingungen von Wahlkämpfen in Deutschland sowie eine detaillierte vergleichende Analyse der Wahlkämpfe 1994, 1998 und 2002.
Wichtige Begriffe sind Politainment, Amerikanisierung, Modernisierung, Mediatisierung, Agenda Setting, negative Campaigning und die Professionalisierung des Wahlkampfmanagements durch externe Experten.
Dieser Zeitraum dokumentiert den signifikanten Wandel von klassischen, parteizentrierten Wahlkämpfen hin zu einer stark professionalisierten, medienorientierten und auf Spitzenkandidaten zugeschnittenen Form der Politikvermittlung.
TV-Duelle werden als wichtiges PR-Instrument analysiert, die zwar große mediale Aufmerksamkeit und eine Personalisierung erzielen, aber in der inhaltlichen Tiefe oft hinter die Erwartungen einer umfassenden Information zurückbleiben.
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