Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Grundlagen von Public Private Partnerships
2.1 Definition und Sicht der Literatur
2.2 Hintergrund und Chronologie des PPP-Begriffs
2.3 Beweggründe und Anwendungsgebiete
2.4 PPP-Formen nach Art der privaten Kapitalbeteiligung
2.5 Potenzial und nachteilige Einflüsse
2.5.1 Synergien und Wettbewerbsvorteile
2.5.2 Problematische Faktoren
3 Einführung und Anwendung des E-Governments auf öffentlich-private Kooperationen
3.1 E-Government – eine perspektivische Verwaltung
3.1.1 Charakterisierung und Abgrenzung
3.1.2 E-Government als innovative Verwaltungsmethode
3.2 Phasen der Realisierung einer öffentlich-privaten Kooperation im E-Government
3.2.1 Konzeptionsphase
3.2.2 Strategische Entscheidung
3.2.3 Ausführungsphase
3.2.4 Analyse und Evaluierung
3.3 Informations- und Kommunikationsmanagement als kooperationsweite Erfolgsfaktoren
3.4 Kritische Würdigung
4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Public Private Partnerships (PPP) zur Umsetzung und Finanzierung von E-Government-Projekten in der öffentlichen Verwaltung. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft Kosten eingespart und die Modernisierung der Verwaltung sowie die Bürgerfreundlichkeit gesteigert werden können, ohne dabei staatliche Einflussmöglichkeiten und ordnungspolitische Interessen zu gefährden.
2.5.2 Problematische Faktoren
Zunächst ist festzuhalten, dass es im Rahmen einer PPP zu einer ungleichen Informationsverteilung zwischen Privatem und Öffentlichem kommt. Sie wirkt dabei in beide Richtungen, einmal vom Privatunternehmen zum öffentlichen Partner als auch vom Öffentlichen zum Privaten. Das Unternehmen hat, wie bereits erwähnt, die besseren Marktkenntnisse, Managementstrukturen und Kapitalmarkteinblicke, während die Verwaltung mit Fähigkeiten zur Verfahrensbeschleunigung, Wissen über rechtliche Zuständigkeiten und Fördermittel auftrumpfen kann. Vor allem der private Akteur lässt hinsichtlich seiner Fähigkeiten und Absichten den Partner oft im Unklaren. So kann es zu opportunistischem Verhalten kommen, welches umgekehrt, wenn auch seltener und in abgeschwächter Form, auch bei der Verwaltung möglich ist.
Als Bestandteil der Neuen Institutionenökonomie befasst sich die Prinzipal-Agenten-Theorie mit der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen zwei (Vertrags-)Parteien. Mit dieser Theorie werden Umstände beschrieben, in denen mindestens zwei Individuen in einem Abhängigkeitsverhältnis bzw. in einer Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehung zueinander stehen. Charakteristisch ist hier eine wechselseitige Beeinflussung des Handelns des Partners durch das des anderen Individuums. Die Literatur geht dabei allgemein von einem Informationsvorsprung des Agenten gegenüber dem Prinzipal aus. Auf eine Public Private Partnership bezogen bedeutet das, dass der Prinzipal der PPP-Suchende ist und der Agent derjenige, der das Angebot annimmt. Ob Öffentlicher oder Privater in einer PPP Agent bzw. Prinzipal ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Für gewöhnlich ist die staatliche Institution der Prinzipal und das Unternehmen der Agent.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch den hohen Reformdruck auf die öffentliche Hand in Deutschland und führt in die Thematik der Modernisierung durch Public Private Partnerships und E-Government ein.
2 Grundlagen von Public Private Partnerships: Hier werden Definitionen, Historie, verschiedene PPP-Organisationsformen sowie das Potenzial und die Risiken (z.B. Informationsasymmetrien) von öffentlich-privaten Kooperationen systematisch erläutert.
3 Einführung und Anwendung des E-Governments auf öffentlich-private Kooperationen: Dieses Hauptkapitel untersucht E-Government als innovative Verwaltungsmethode, detailliert ein Phasenmodell für die Realisierung solcher Projekte und beleuchtet Erfolgsfaktoren sowie Herausforderungen.
4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von PPPs als strategische Bündnisse für eine moderne, bürgerorientierte Verwaltung im Kontext begrenzter öffentlicher Budgets.
Public Private Partnership, PPP, E-Government, Verwaltung, Öffentliche Hand, Kooperation, Effizienz, Modernisierung, Finanzierung, Informationsmanagement, Benchmarking, Prinzipal-Agenten-Theorie, Infrastruktur, Vertragsgestaltung, New Public Management.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Public Private Partnerships (PPP) genutzt werden können, um E-Government-Projekte in der öffentlichen Verwaltung effizient und innovativ zu realisieren.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen von PPPs, die spezifischen Anforderungen an E-Government-Projekte, Strategien zur Partnerwahl, Risikomanagement sowie die Evaluierung von Projekterfolgen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Kooperation zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft die Verwaltungsmodernisierung trotz knapper öffentlicher Kassen erfolgreich gestaltet werden kann.
Es handelt sich um eine strukturierte Analyse und Auswertung existierender Fachliteratur, Konzepte und internationaler Erfahrungen zu PPPs und E-Government.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des PPP-Konzepts und eine anwendungsorientierte Erläuterung, wie E-Government-Projekte in Phasen (Konzeption, Strategie, Ausführung, Analyse) mit privaten Partnern umgesetzt werden.
Wesentliche Begriffe sind Public Private Partnership, E-Government, Effizienzsteigerung, Verwaltungsmodernisierung, Projektmanagement und Informationsasymmetrien.
Sie dient zur Analyse der oft asymmetrischen Informationsverteilung zwischen dem Staat (Prinzipal) und privaten Partnern (Agenten), um opportunistisches Verhalten und Risiken frühzeitig zu identifizieren und vertraglich zu begrenzen.
Der Autor sieht ein erhebliches Potenzial, mahnt aber eine sorgfältige Gestaltung der Verträge sowie eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Gebietskörperschaften an, da es kein universelles Patentrezept gibt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

