Diplomarbeit, 2006
119 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehensweise der Untersuchung
2 Theoretische Ansätze zur Humankapitalbewertung in der Luftfahrtindustrie
2.1 Human Capital Management (HCM)
2.1.1 Definition des Begriffs Humankapital
2.1.2 Ansätze zum Human Capital Management
2.1.3 Humankapitalbewertung als wesentlicher Bestandteil des HCM
2.1.4 Klassifizierung verschiedener Ansätze zur HC-Bewertung
2.1.4.1 Aktuelle Klassifizierungen
2.1.4.2 Monetäre vs. Nicht-monetäre Wertmessung
2.1.4.3 Input- vs. Outputmodelle
2.1.5 Bedeutung des Humankapitals
2.1.5.1 Bedeutung für Unternehmen
2.1.5.2 Bedeutung für Mitarbeiter
2.2 Wettbewerb im Luftverkehr
2.2.1 Deregulierung des Luftverkehrs in den USA und Europa
2.2.2 Auswirkungen der Liberalisierung in Europa
2.2.3 Trends und Prognosen für den Luftverkehr in Europa
2.3 Nutzen der HC-Bewertung in einem hoch dynamischen Marktsegment Luftfahrt
3 Untersuchungsrahmen zur Messung über öffentlich zugängliche Quellen
3.1 Untersuchungsbasis
3.2 Ermittlungsmethoden von Berechnungskomponenten
3.3 Beschreibung und Ermittlung der Komponenten
3.3.1 Beschäftigtengruppen
3.3.2 Full Time Equivalent
3.3.3 Gehälter
3.3.4 Markt- und Buchwert
3.3.5 Wissensrelevanzzeit
3.3.6 Betriebszugehörigkeit
3.3.6.1 Unternehmensspezifische Betriebszugehörigkeit
3.3.6.2 Beschäftigtenspezifische Betriebszugehörigkeit
3.3.7 Personalentwicklungsmaßnahmen
3.3.8 Motivation
3.3.8.1 Commitment
3.3.8.2 Context
3.3.8.3 Retention
4 Anwendung auf europäische Luftfahrtunternehmen
4.1 Unternehmensunabhängige Ermittlung der Komponenten
4.1.1 Beschäftigtengruppen
4.1.1.1 Cockpit
4.1.1.2 Kabinen
4.1.1.3 Boden
4.1.1.4 Administration
4.1.2 Gehälter
4.1.2.1 Cockpit
4.1.2.2 Kabine
4.1.2.3 Boden
4.1.2.4 Administration
4.1.3 Wissensrelevanzzeit
4.1.3.1 Cockpit
4.1.3.2 Kabine
4.1.3.3 Boden
4.1.3.4 Administration
4.1.4 Betriebszugehörigkeit
4.1.5 Personalentwicklungsmaßnahmen
4.1.6 Motivation
4.2 Deutsche Lufthansa AG
4.2.1 Full Time Equivalent
4.2.2 Markt- und Buchwert
4.2.3 Betriebszugehörigkeit
4.2.4 Personalentwicklungsmaßnahmen
4.2.5 Motivation
4.2.5.1 Commitment
4.2.5.2 Context
4.2.5.3 Retention
4.2.6 Ermittlungsmethoden der Komponenten
4.3 British Airways Plc
4.3.1 Full Time Equivalent
4.3.2 Markt- und Buchwert
4.3.3 Betriebszugehörigkeit
4.3.4 Personalentwicklungsmaßnahmen
4.3.5 Motivation
4.3.5.1 Commitment
4.3.5.2 Context
4.3.5.3 Retention
4.3.6 Ermittlungsmethoden der Komponenten
4.4 Air France KLM
4.4.1 Full Time Equivalent
4.4.2 Markt- und Buchwert
4.4.3 Betriebszugehörigkeit
4.4.4 Personalentwicklungsmaßnahmen
4.4.5 Motivation
4.4.5.1 Commitment
4.4.5.2 Context
4.4.5.3 Retention
4.4.6 Ermittlungsmethoden der Komponenten
4.5 Berechnung des Humankapitals
4.5.1 Zusammenfassung der Komponenten
4.5.2 Saarbrücker Formel
4.5.3 Human Capital Market Value
4.5.4 Vergleichende Darstellung
5 Fazit
Die Arbeit analysiert, ob eine Bewertung des Humankapitals von Unternehmen mithilfe von Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen realisierbar ist, und entwickelt eine entsprechende methodische Vorgehensweise. Dabei wird untersucht, ob sich einheitliche Ermittlungsmethoden auf die Luftfahrt-Konzerne Deutsche Lufthansa AG, British Airways Plc, Air France S.A. und KLM N.V. anwenden lassen und ob eine Korrelation zwischen dem extern ermittelten Humankapital und anderen wirtschaftlichen Kennzahlen besteht.
2.1.1 Definition des Begriffs Humankapital
Human Capital wird in der Literatur oftmals synonym mit den Begriffen Humankapital, Human- und Personalvermögen verwendet.
Der Begriff Humankapital stammt von dem Wirtschaftwissenschaftler Theodore Schultz. Er stellte fest, dass traditionelle ökonomische Konzepte den menschlichen Faktor unberücksichtigt ließen. Nach seiner Auffassung hing eine Steigerung des Wohlstandes und der Produktivität vom Wissen ab. Diesen qualitativen Aspekt bezeichnete er als Humankapital. Schultz, der 1979 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, definierte den Begriff folgendermaßen:
[Es ist] … davon auszugehen, dass alle menschlichen Fähigkeiten entweder angeboren oder erworben sind. Jeder Mensch kommt mit einer genetischen Grundausstattung zur Welt, die seine angeborenen Fähigkeiten bestimmt … In diesem Buch werden die angeborene Bevölkerungsqualität, soweit bewertbar ist, und die geeignete Investitionen erworbene und vermehrte Bevölkerungsqualität zusammen als Humankapital bezeichnet.
Weitere Definitionen haben im Verlauf der Zeit den Begriff des Humankapitals weiter ausgebaut. Die Kernaussage um das Wissen und die Fähigkeiten des Menschen wird allerdings in allen anderen Definitionen beibehalten.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung des Human Capital Managements in der Wissensökonomie und definiert die Zielsetzung sowie Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Ansätze zur Humankapitalbewertung in der Luftfahrtindustrie: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Human Capital Managements, klassifiziert Bewertungsansätze und analysiert die Dynamik des europäischen Luftverkehrsmarktes.
3 Untersuchungsrahmen zur Messung über öffentlich zugängliche Quellen: Definiert das Modell zur Messung und Bewertung des Humankapitals unter Verwendung ausschließlich öffentlicher Quellen und beschreibt die Ermittlungsmethoden für verschiedene Humankapital-Komponenten.
4 Anwendung auf europäische Luftfahrtunternehmen: Detaillierte Anwendung der erarbeiteten Messmethoden auf die Konzerne Lufthansa, British Airways und Air France-KLM zur Bestimmung des Humankapitals.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Reflexion der Methodik und Einordnung der Bedeutung des Faktors Mensch als Humankapital für den Unternehmenserfolg.
Humankapital, Human Capital Management, Luftfahrtindustrie, Mitarbeiterbewertung, Unternehmenserfolg, Wissensökonomie, Saarbrücker Formel, Humankapitalbewertung, Humankapitalmessung, Wertorientierung, Personalkennzahlen, Luftfahrt, Unternehmenswert, Mitarbeiterbindung, Humankapitalwert
Die Diplomarbeit untersucht, ob eine Humankapitalbewertung von Unternehmen ausschließlich auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen möglich ist.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Human Capital Managements, verschiedene theoretische Modelle zur Bewertung von Humankapital, die Dynamik der Luftfahrtbranche und die praktische Ermittlung von Humankapital-Komponenten.
Das primäre Ziel ist es, eine Methodik zu entwickeln, um Humankapital für externe Beobachter messbar zu machen und zu prüfen, ob sich Humankapitalergebnisse mit wirtschaftlichen Kennzahlen korrelieren lassen.
Die Autorin verwendet eine analytische Methode, die auf der Saarbrücker Formel basiert und diese auf die Verwendung öffentlich zugänglicher Geschäftsberichte und Unternehmenspublikationen adaptiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Klassifizierung von Bewertungsansätzen und einen praktischen Anwendungsteil, in dem das Humankapital vier großer europäischer Luftfahrtkonzerne berechnet wird.
Zentrale Begriffe sind Humankapital, Human Capital Management, Luftfahrtindustrie, Mitarbeiterbewertung, Humankapitalbewertung und Saarbrücker Formel.
Die Luftfahrt gilt als hochdynamisches Marktsegment, in dem Dienstleistungs- und Technologieaspekte stark auf menschlichem Wissen basieren, was den Wert des Humankapitals besonders deutlich macht.
Herausforderungen sind unter anderem Informationsdefizite zu internen Personaldaten und die Notwendigkeit, diese durch Annahmen oder abgeleitete Werte aus Branchenvergleichen zu schätzen.
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