Examensarbeit, 2005
71 Seiten, Note: 1,0
1 Vorwort
2 Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung
2.1 Umwelterziehung
2.1.1 Umwelterziehung in der Schule
2.1.2 Umwelterziehung im Geographielehrplan
2.2 Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand
2.2.1 Frühe Entwicklungen bis zu den 1990er Jahren
2.2.2 Entwicklung seit den 1990ern
2.2.3 Ansätze und Probleme
2.3 Zielsetzung und Anlage der Untersuchung
3 Sachanalyse
3.1 Vorbemerkung zur Verwendung der analysierten Punkte
3.2 Der ZAW Donau-Wald
3.3 Mülldeponie Außernzell
3.4 Müllverbrennungsanlage München Nord
3.5 Möglichkeiten der Mülltrennung im ZAW Donau-Wald
3.6 Recycling allgemein
3.6.1 Recycling von Glas
3.6.2 Recycling von Papier
3.7 Möglichkeiten und Grenzen der Müllvermeidung
3.7.1 Müllvermeidung allgemein
3.7.2 Müllvermeidung im schulischen Alltag
3.8 Die Müllproblematik an der Realschule Schöllnach
4 Didaktische Analyse
4.1 Anthropogen-soziale Voraussetzungen der Schüler
4.2 Verlaufsschemata und Materialien
4.2.1 Verlaufsschema und Materialien des Lernzirkels
4.2.2 Verlaufsschema und Materialien des aktivierenden Unterrichts
4.3 Didaktischer Kommentar zu Lerninhalten und Unterrichtsgestaltung
4.3.1 Lernzirkel
4.3.2 Aktivierender Unterricht
4.4 Beurteilung des Verlaufs
4.4.1 Tatsächlicher Verlauf des Lernzirkels
4.4.2 Tatsächlicher Verlauf des aktivierenden Unterrichts
5 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.1 Einstellung der Schüler zum Thema Müll
5.2 Kenntnisse der Schüler zum Thema Müll
6 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität verschiedener Lehrmethoden in der Umwelterziehung, um die Diskrepanz zwischen theoretischem Wissen und tatsächlichem umweltbewussten Handeln bei Schülern der fünften Jahrgangsstufe zu verringern.
2.2.1 Frühe Entwicklungen bis zu den 1990er Jahren
Nach einer euphorischen Aufbruchsphase der Umwelterziehung in der 1970er Jahren meinte man, dass die Umweltkrise normativ-pädagogisch im Form von Ausagen wie: „Wir dürfen nicht, weil...“ zu bewältigen sei. Auf diese Art wurde dann, je nach Ermessen der Lehrkraft, Umwelterziehung im Unterricht praktiziert. Erst 1980 wurde eine gemeinsame Basis für die Umwelterziehung in der Schule unter dem Titel „Grundsätze und Ziele der Erziehung zum Umweltbewusstsein und Umweltschutz“ im KMK-Beschluss geschaffen. Die Festsetzung der jahrgangsbezogenen Schwerpunkte für die unterrichtliche Durchführung folgte wiederum erst zwölf Jahre später, 1992.
Die Schulerdkunde lässt sich in den 1970ern unter dem Stichwort „Inwertsetzung von Räumen“ zusammenfassen, was den unkritischen Fortschrittsglauben der damaligen Zeit widerspiegelt. In den frühen 80er Jahren folgte, ausgelöst durch die Energiekrise und Diskussionen über die Ressourcenknappheit, eine tiefe Erschütterung der Geographiedidaktik, die von ihr geforderte Generalrevision des Curriculums in der Schulerdkunde blieb jedoch aus. Nach dieser Zeit lässt sich eine gewisse Zwiespältigkeit des Geographielehrplans beobachten. Umweltgefährdung und –schutz wurden zwar behandelt, allerdings als eine von anderen Themenbereichen isolierte Einheit.
1 Vorwort: Einleitung in die Bedeutung der Umwelterziehung als Bildungsziel und Erläuterung der Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln.
2 Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung: Theoretische Einordnung der Umwelterziehung, aktueller Forschungsstand und Zielsetzung der praktischen Unterrichtsanalyse.
3 Sachanalyse: Detaillierte Darstellung der Entsorgungsstrukturen des ZAW Donau-Wald, der Müllverbrennung und der Möglichkeiten der Müllvermeidung.
4 Didaktische Analyse: Beschreibung der methodischen Durchführung, der Lernziele sowie der Auswertung des Unterrichtsverlaufs in den zwei fünften Klassen.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Auswertung der Fragebögen und Wissenstests zur Überprüfung der Lernfortschritte und Einstellungsänderungen bei den Schülern.
6 Schlusswort: Fazit des Autors hinsichtlich des Nutzens handlungsorientierter Unterrichtsmodelle für eine zukunftsorientierte Umwelterziehung.
Umwelterziehung, Geographiedidaktik, Abfallwirtschaft, Mülltrennung, Recycling, Müllvermeidung, Lernzirkel, Aktivierender Unterricht, Handlungsorientierung, Realschule, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Stoffkreislauf, Müllverbrennung, Unterrichtsevaluation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Umwelterziehung an bayerischen Realschulen durch den Einsatz schülerzentrierter und handlungsorientierter Unterrichtsmethoden.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Themen Müllvermeidung, Mülltrennung, Recycling sowie die fachdidaktische Vermittlung dieser komplexen ökologischen Prozesse.
Im Zentrum steht die Frage, ob eine aktivierende Unterrichtsform (wie das praktische Sortieren von Müll) im Vergleich zu einem herkömmlichen Lernzirkel zu einem nachhaltigeren Lernerfolg und einer positiveren Einstellung führt.
Der Autor nutzt empirische Erhebungen mittels anonymer Fragebögen (vor und nach dem Unterricht) sowie einen Multiple-Choice-Wissenstest, um die Effektivität der Unterrichtseinheiten quantitativ zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der regionalen Entsorgungsstrukturen (ZAW Donau-Wald) und eine didaktische Analyse, die konkrete Verlaufsschemata und Arbeitsmaterialien für den Unterricht darstellt.
Kernbegriffe sind Umwelterziehung, Handlungsorientierung, Mülltrennung, Recycling und didaktische Unterrichtsevaluation.
Die Auswertungen zeigten, dass die handlungsorientierte Form besonders bei männlichen Schülern eine hohe Begeisterung auslöste und zu einer signifikanten positiven Einstellungsänderung führte.
Die Trennung des anfallenden Mülls wurde in der Schule aufgrund mangelnder Konzepte und fehlender Papierkörbe in den Pausenhallen äußerst unpädagogisch und ineffektiv gehandhabt.
Der Autor plädiert dafür, dass handlungsorientierte Modelle unumgänglich sind, um Schüler zu mündigem, verantwortungsbewusstem Handeln zu befähigen.
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