Examensarbeit, 2005
171 Seiten, Note: 1,5
Einleitung
1 Rechenschwäche
1.1 Definition(en)
1.2 Ursachen der Rechenschwäche
1.2.1 Kongenitale (erblich bedingte) Ursachen
1.2.2 Neuropsychologische (umweltbedingte) Ursachen
1.2.3 Soziokulturelle und familiäre Ursachen
1.2.4 Schulische Ursachen
1.2.5 Ungenügende Passung
1.3 Symptomatik
1.4. Zusammenfassung
2 Mathematische Entwicklung im Kindesalter
2.1 Zur Entwicklung des Zahlbegriffs
2.1.1 Verschiedene Zahlentheorien
2.1.2. Der Zahlbegriff nach PIAGET
2.1.2.1 Kritik an PIAGET
2.1.2.2 Schlussfolgerungen
2.2 Zur Entwicklung der Zählkompetenz
2.2.1 „Prinzipien zuerst“
2.2.2 „Prinzipien nachher“
2.3 Zur Entwicklung erster Rechenfertigkeiten
2.3.1 Repräsentationsebenen nach BRUNER
2.3.2 Zählstrategien
2.4 Zusammenfassung
3 Diagnostik
3.1 Möglichkeiten der Diagnostik
3.2 Standardisierte Testverfahren
3.2.1 Deutscher Mathematiktest für 1. Klassen (DEMAT 1+)
3.2.2 Testverfahren zur Dyskalkulie (ZAREKI)
3.2.3 Osnabrücker Test zur Zahlbegriffsentwicklung (OTZ)
3.3 Früherkennung
3.3.1 Mathematische Bildung im Kindergarten
3.3.1.1 Frühes Zahlen- und Zählverständnis
3.3.1.2 Frühzeitiges Erkennen sich anbahnender Lernschwierigkeiten
3.3.1.3 Anforderungen
3.3.2 Hinweise im Vorschulalter
3.3.2.1 Visuelles Gedächtnis
3.3.2.2 Visuelles Operieren
3.3.2.3 Sprache
3.3.3 Erkennen von Risikofaktoren
3.4 Prävention
3.5 Zusammenfassung
4 Förderung
4.1. Allgemeine Fördermöglichkeiten
4.1.1 Verschiedene Übungsformen
4.1.2 Hilfreiche und weniger hilfreiche Arbeitsmittel
4.1.3 Warum die Geometrie so wichtig ist
4.2 Spielerische Fördermöglichkeiten vor Schuleintritt
4.2.1 Wahrnehmungsförderung
4.2.2 Förderung der Abstraktionsfähigkeit
4.2.2.1 Eigenschaften und Strukturen
4.2.2.2 Mächtigkeiten
4.2.2.3 Mengensymbole
4.2.2.4 Umgang mit Mengen und Zahlen
4.2.3 Mathematik im Alltag von Kindern
4.3 Entdeckungen im Zahlenland
4.3.1 Zielsetzung
4.3.2 Der Aufbau des Zahlbegriffs
4.3.3 Didaktische Prinzipien
4.3.4 Lerneinheiten
4.4 Zusammenfassung
5 Fallstudie
5.1 Eigene Untersuchungen
5.2 Methode: Durchführung des Tests
5.3 Beobachtungen und Ergebnisse
5.4 Rechenschwäche und die Leistungen im Kindergarten
5.5 Entwicklung eines Fördermodells nach den Ergebnissen des OTZ
5.6 Durchführung der Förderung
5.6.1 Beobachtungen
5.6.2 Fazit
5.7 Zusammenfassung
6 Resümee / Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, Möglichkeiten zur Früherkennung einer verzögerten mathematischen Entwicklung aufzuzeigen und Fördermöglichkeiten vor Schuleintritt zu präsentieren, um der Entstehung einer Rechenschwäche im schulischen Kontext aktiv entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie durch Diagnostik und spielerische Ansätze bereits im Vorschulalter die mathematische Entwicklung gestärkt werden kann.
1.2 Ursachen der Rechenschwäche
Zum Lernen mathematischer Inhalte und zum Bearbeiten arithmetischer Aufgaben bedarf es nach LORENZ & RADATZ vor allem folgender kognitiver Fähigkeiten:
- die visuelle Wahrnehmung (räumlicher Beziehungen, der Richtung)
- das abstrakte/symbolische Denken
- das Gedächtnis
- die Leseleistung
Störungen in diesen Bereichen können sich negativ auf den Lernprozess auswirken (vgl. Lorenz / Radatz 1993, S. 17) und damit Rechenschwächen im Grundschulbereich verursachen (vgl. Thiel 2001, S. 21).
THIEL beschreibt in Anlehnung an GRISSEMANN folgende noch weiträumiger greifende Ursachen von Rechenstörungen:
1 Rechenschwäche: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Rechenschwäche, beleuchtet verschiedene Ursachenfelder und geht auf typische Symptome ein.
2 Mathematische Entwicklung im Kindesalter: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Zahlbegriffsentwicklung, Zählkompetenz und der Erwerb erster Rechenfertigkeiten dargelegt.
3 Diagnostik: Dieser Teil widmet sich den diagnostischen Möglichkeiten und Instrumenten zur Früherkennung von mathematischen Lernschwierigkeiten, insbesondere dem Osnabrücker Test (OTZ).
4 Förderung: Dieses Kapitel stellt verschiedene spielerische Fördermöglichkeiten und das Projekt „Entdeckungen im Zahlenland“ als präventive Ansätze vor.
5 Fallstudie: Hier erfolgt eine eigene empirische Untersuchung an elf Kindergartenkindern, deren Zahlbegriffsentwicklung mittels OTZ analysiert und durch ein Fördermodell begleitet wird.
6 Resümee / Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der Früherkennung und handlungsorientierten Förderung.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Frühförderung, Zahlbegriff, Zählkompetenz, Diagnostik, Prävention, Kindergarten, Osnabrücker Test, OTZ, spielerisches Lernen, mathematische Bildung, Lernschwierigkeiten, Risikokinder, Zahlenschule
Die Arbeit befasst sich mit der Früherkennung und spielerischen Förderung von rechenschwachen Kindern im Vorschulalter, um mathematische Entwicklungsverzögerungen vor Schuleintritt abzumildern.
Zentrale Themen sind die Definition und Ursachen von Rechenschwäche, die kognitive mathematische Entwicklung von Kindern, Diagnoseinstrumente wie der OTZ sowie praktische Förderkonzepte.
Das Ziel ist die Identifikation von Defiziten in der Zahlbegriffsentwicklung bei Kindergartenkindern und die Erprobung eines Fördermodells, um den Grundstein für einen erfolgreichen Mathematikunterricht zu legen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine eigene Fallstudie, bei der elf Kinder mittels des Osnabrücker Tests zur Zahlbegriffsentwicklung (OTZ) untersucht wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der mathematischen Entwicklung und Diagnostik sowie in die detaillierte Darstellung der durchgeführten Fallstudie und deren Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Rechenschwäche, Frühförderung, Zahlbegriff, Diagnostik und Entdeckungen im Zahlenland zusammenfassen.
Der OTZ ist speziell auf Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren ausgerichtet und ermöglicht es, mathematische Vorläuferfähigkeiten sowie spezifische Risikofaktoren spielerisch vor Schulbeginn zu identifizieren.
Die Autorin argumentiert, dass Rechenschwäche oft in Wechselwirkung mit familiären und sozialen Faktoren steht, weshalb das Kind als "Ganzes" in seinem Umfeld betrachtet werden muss.
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