Diplomarbeit, 2005
140 Seiten, Note: 1,6
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2 UNTERSUCHUNGSGEBIET UND METHODEN DER UNTERSUCHUNG
1.3 GLIEDERUNG DER ARBEIT
2 ZWANGSVERSTEIGERUNGEN ALS RECHTLICHES INSTRUMENT
2.1 GRUNDLAGEN DES HEUTIGEN ZWANGSVERSTEIGERUNGSGESETZES
2.1.1 Historische Hintergründe des Zwangsversteigerungsgesetzes
2.1.2 Immobiliarzwangsversteigerungen im Kontext verschiedener gesetzlicher Regelungen
2.1.3 Arten der Versteigerung im Zwangsversteigerungsgesetz
2.2 GRUNDSÄTZE DER ZWANGSVERSTEIGERUNG
2.2.1 Objekte der Zwangsversteigerung
2.2.1.1 Definition von Grundstück und Immobilie
2.2.1.2 Wohneigentum, Teileigentum und Wohnrechte
2.2.1.3 Erbbaurecht
2.2.1.4 Bruchteile an Grundstücken (ideelle Miteigentumsanteile)
2.2.1.5 Bestandteile und Zubehör
2.2.2 Beteiligte Personen und deren Rechte
2.2.3 Zuständigkeit
2.2.4 Verfahrensgrundsätze
2.2.4.1 Amtsbetrieb
2.2.4.2 Rangordnung der Rechte
2.2.4.3 Übernahmegrundsatz
2.2.4.4 Einzel- und Gesamtverfahren
2.2.5 Vollstreckungsvoraussetzungen
2.2.5.1 Titel
2.2.5.2 Vollstreckungsklausel
2.2.5.3 Zustellung
2.3 VORRAUSSETZUNGEN UND VERFAHREN DER ZWANGSVERSTEIGERUNG
2.3.1 Antragsprüfung, Anordnungsbeschluss und Beitritt weiterer Gläubiger
2.3.2 Beschlagnahme des Grundstücks
2.3.3 Einstweilige Einstellung oder Aufhebung des Verfahrens
2.3.3.1 Einstellung
2.3.3.2 Aufhebung des Verfahrens
2.3.4 Aktivitäten vor dem Versteigerungstermin
2.3.4.1 Festsetzung und Auswirkungen des Verkehrswertes
2.3.4.2 Bestimmung des Versteigerungstermins
2.3.4.3 Meistgebot und geringstes Gebot
2.3.4.4 Weitere Versteigerungsbedingungen
2.3.5 Versteigerungstermin
2.3.5.1 Bekanntmachungsteil
2.3.5.2 Bietstunde
2.3.5.3 Vollmacht
2.3.5.4 Gebot
2.3.5.5 Sicherheitsleistung
2.3.6 Zuschlag
2.3.6.1 Zuschlagsentscheidung
2.3.6.2 Zuschlagserteilung
2.3.6.3 Zuschlagsversagungsgründe
2.3.7 Verteilung des Versteigerungserlöses
2.3.7.1 Verteilungstermin
2.3.7.2 Teilungsplan
2.3.7.3 Ausführung des Teilungsplanes
3 ZWANGSVERSTEIGERUNG ALS TEIL DES IMMOBILIENMARKTES
3.1 IMMOBILIENMARKT
3.1.1 Kennzeichen des Immobilienmarktes
3.1.2 Markteinflussfaktoren
3.2 TENDENZEN IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT
3.2.1 Wohnimmobilien
3.2.1.1 Wohnungsmärkte
3.2.1.2 Wohnflächen
3.2.1.3 Wohnneubau
3.2.1.4 Wohneigentum allgemein und nach dem Alter der Eigentümer
3.2.1.5 Gebrauchte Immobilien vs. Neubauten
3.2.1.6 Änderung der Personenanzahl pro Haushalt
3.2.2 Gewerbeimmobilien / Büroimmobilien
3.2.3 Auswirkung des Strukturwandels auf die Wohnungswirtschaft
3.2.4 Demografische und wanderungsbedingte Entwicklung
3.2.5 Finanzierungen und Einfluss von Basel II
3.3 FREIHÄNDIGER VERKAUF VS. ZWANGSVERSTEIGERUNG
3.3.1 Informationsstand
3.3.2 Erwerbsnebenkosten
3.3.3 Temporärer Zwang
3.4 ENTWICKLUNG DER ZWANGSVERSTEIGERUNGEN IN DEUTSCHLAND
3.4.1 Entwicklung der Summe der Termine und der Verkehrswerte
3.4.2 Regionale Entwicklung der Termine
3.4.3 Termine pro Einwohner
3.4.4 Termine in größeren Städten
3.4.5 Summe der Verkehrswerte in den einzelnen Regionen
3.4.6 Verkehrswerte im Durchschnitt
3.4.7 Erlöse im Verhältnis zum Verkehrswert
3.4.8 Dauer der Zwangsversteigerungsverfahren
3.4.9 Anteile der Verfahrensabschlüsse bei Zwangsversteigerungsverfahren
3.4.10 Analyse der Zwangsversteigerungen in den Jahren 2003 / 2004
3.5 URSACHEN VON ZWANGSVERSTEIGERUNGEN
3.5.1 Arbeitslosigkeit
3.5.2 Entwicklung der Scheidungen
3.5.3 Insolvenzen
3.5.4 Zunahme der Immobilienfinanzierung
3.6 PROGNOSE FÜR DIE ENTWICKLUNG DER ZWANGSVERSTEIGERUNGEN
4 ANALYSE DES ZWANGSVERSTEIGERUNGSMARKTES IM MITTELDEUTSCHEN RAUM
4.1 DAS UNTERSUCHUNGSGEBIET
4.2 AUSWERTUNG DER DURCHGEFÜHRTEN ZWANGSVERSTEIGERUNGEN IM UNTERSUCHUNGSGEBIET
4.2.1 Gesamtheit der Segmente
4.2.1.1 Regionale Aufteilung der durchgeführten Zwangsversteigerungen
4.2.1.2 Verteilung der einzelnen Segmente im Untersuchungsgebiet
4.2.1.3 Verkehrswerte der einzelnen Segmente
4.2.1.4 Erlöswerte der einzelnen Segmente
4.2.1.5 Erlöswertquote der Verkehrswerte in den Segmenten
4.2.1.6 Bieter, Gebote und Termine
4.2.1.7 Sonstiges
4.2.2 Ein- und Zweifamilienhäuser
4.2.2.1 Regionale Aufteilung der Zwangsversteigerungen von Ein- und Zweifamilienhäusern
4.2.2.2 Verkehrswert der Objekte
4.2.2.3 Zuschlagswerte
4.2.2.4 Anteil des Erlöswertes vom Verkehrswert
4.2.2.5 Regionaler Vergleich der durchschnittlich gezahlten Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser
4.2.2.6 Baujahr der Immobilien
4.2.2.7 Grundstücksgrößen und Bodenwerte
4.2.2.8 Größe und Preis der Wohnfläche
4.2.2.9 Bieter, Gebote und Termine
4.2.2.10 Sonstiges
4.2.3 Wohn- und Teileigentum
4.2.3.1 Regionale Aufteilung der durchgeführten Zwangsversteigerungen von Wohn- und Teileigentum
4.2.3.2 Verkehrswerte der Objekte
4.2.3.3 Zuschlagswerte
4.2.3.4 Abweichung des Erlöswertes von den Verkehrswerten
4.2.3.5 Regionalvergleich der durchschnittlich am Markt gezahlten Preise für Wohn- und Teileigentum
4.2.3.6 Bau- und Sanierungsjahr
4.2.3.7 Zuschlagswert im Verhältnis zur Wohnfläche in €/m²
4.2.3.8 Wohnflächen
4.2.3.9 Bieter, Gebote und Termine
4.2.3.10 Sonstiges
4.2.4 Mehrfamilienhäuser
4.2.4.1 Regionale Aufteilung der durchgeführten Zwangsversteigerungen
4.2.4.2 Verkehrswert der Objekte
4.2.4.3 Zuschlagswerte
4.2.4.4 Abweichung des Erlöswertes vom Verkehrswert
4.2.4.5 Regionalvergleich der durchschnittlich am Markt gezahlten Preise für Mehrfamilienhäuser
4.2.4.6 Baujahr der Immobilien
4.2.4.7 Grundstücksgrößen und Bodenwerte
4.2.4.8 Größe und Preise der Wohnflächen
4.2.4.9 Bieter, Gebote und Termine
4.2.4.10 Sonstiges
4.2.5 Gewerbeobjekte
4.2.5.1 Regionale Aufteilung der Zwangsversteigerungen von Gewerbeobjekten
4.2.5.2 Verkehrswerte der Objekte
4.2.5.3 Zuschlagswerte
4.2.5.4 Abweichung der Erlösquote vom Verkehrswert
4.2.5.5 Baujahr
4.2.5.6 Preis- und Größe von Grundstücken und Gewerbeflächen
4.2.5.7 Bieter, Gebote und Termine
4.2.5.8 Sonstiges
4.2.6 Unbebautes Land / Bauland
4.2.6.1 Regionale Aufteilung der durchgeführten Zwangsversteigerungen
4.2.6.2 Verkehrswert der Objekte
4.2.6.3 Zuschlagswerte
4.2.6.4 Erlöswerte vom Verkehrswert
4.2.6.5 Größe und Wert der Grundstücke
4.2.6.6 Bieter, Gebote und Termine
4.2.6.7 Sonstiges
4.2.7 Acker- und Waldflächen
4.2.7.1 Regionale Aufteilung der durchgeführten Zwangsversteigerungen
4.2.7.2 Verkehrswerte der Objekte
4.2.7.3 Zuschlagswerte
4.2.7.4 Abweichungen der Erlöswertanteile zum Verkehrswert
4.2.7.5 Größe und Wert der Grundstücke
4.2.7.6 Bieter, Gebote und Termine
4.2.7.7 Sonstiges
4.2.8 Erbbaurecht
5 SCHLUSSWORT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, sowohl Fachleuten als auch privaten Bietinteressenten detaillierte Informationen zu den rechtlichen Verfahrensweisen sowie Tendenzen von Zwangsversteigerungen zu vermitteln und eine objektive Gesamteinschätzung anhand einer repräsentativen Region im Mitteldeutschen Raum zu liefern.
2.1.1 Historische Hintergründe des Zwangsversteigerungsgesetzes
Das Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) der Bundesrepublik Deutschland basiert auf verschiedenen Rechtsströmungen. Es entwickelte sich aus römischen und deutschen Rechtsgedanken, die sich mit dem romanisch kanonischen Vollstreckungsrecht vereinigten.6
Das römische Recht regelte eines der frühesten Zwangsvollstreckungsformen. Hier galt es nicht, das Vermögen des Schuldners zu vollstrecken, sondern den Gläubigeranspruch durch persönlichen Druck durchzusetzen. Voraussetzung hierfür war eine staatliche Bevollmächtigung, die eingeholt werden musste. Bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners konnte der Gläubiger nach dem Grundsatz der Personalexekution, die Fesselung, den Verkauf oder gar die Tötung des Schuldners verlangen. Erst das Gesetz „Lex Poetelia Papiria de nexis“ (326 v. Chr.) wandelte diese Maßnahme dahin ab, dass fortan der Schuldner seine Verbindlichkeit abarbeiten musste.7
Im Mittelalter galt dann, durch das sächsische Recht auch im mitteldeutschen Gebiet, die Personalexekution als ein Vollstreckungsrecht des Gläubigers.8
1871 schaffte man die körperliche Haftung in den deutschen Einzelstaaten reichsrechtlich ab. Mit dem Ende der Personalexekution begann die Vermögensexekution. Der Gläubiger wurde nun durch den Verkauf des Schuldnervermögens befriedigt. Diese Rechtsordnungen mündeten in das am 20.05.1898 bekannt gemachte und am 01.01.1900 in Kraft getretene „Gesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung“.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik von Zwangsversteigerungen, Zielsetzung der Arbeit sowie Erläuterung der Untersuchungsmethodik.
2 ZWANGSVERSTEIGERUNGEN ALS RECHTLICHES INSTRUMENT: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Grundlagen, Verfahrensgrundsätze und der historischen Entwicklung des Zwangsversteigerungsrechts.
3 ZWANGSVERSTEIGERUNG ALS TEIL DES IMMOBILIENMARKTES: Untersuchung der ökonomischen Einflussfaktoren auf den Immobilienmarkt sowie Analyse von Entwicklungen und Ursachen für Zwangsversteigerungen in Deutschland.
4 ANALYSE DES ZWANGSVERSTEIGERUNGSMARKTES IM MITTELDEUTSCHEN RAUM: Empirische Untersuchung und Auswertung der erhobenen Daten von 534 Versteigerungsfällen im Raum Halle/Leipzig, unterteilt nach verschiedenen Objektsegmenten.
5 SCHLUSSWORT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion von Optimierungsmöglichkeiten sowie Einschätzungen zur künftigen Marktentwicklung.
Zwangsversteigerung, Immobilienmarkt, Verkehrswert, Erlösquote, Amtsgericht, Mitteldeutschland, Wohneigentum, Insolvenz, Arbeitslosigkeit, Zwangsversteigerungsgesetz, Bietstunde, Zuschlag, Immobilienfinanzierung, Grundstückswert, Vollstreckungsversteigerung.
Die Diplomarbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen sowie die empirischen Tendenzen von Zwangsversteigerungen von Immobilien, speziell im Mitteldeutschen Raum, um sowohl professionellen Akteuren als auch Betroffenen fundierte Einblicke zu ermöglichen.
Zentral sind die rechtlichen Rahmenbedingungen des ZVG, die ökonomischen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt sowie eine detaillierte quantitative Analyse von Versteigerungsfällen in der Region Halle/Leipzig.
Das Ziel ist es, eine detaillierte Auskunft über Verfahrensweisen, Markttendenzen und eine objektive Gesamteinschätzung von Zwangsversteigerungen für verschiedene Interessengruppen zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literatur- und Aktenstudienrecherche. Zudem wurde eine empirische Untersuchung von 534 Versteigerungsakten aus dem Jahr 2003 an verschiedenen Amtsgerichten durchgeführt.
Im Hauptteil werden zunächst das Zwangsversteigerungsrecht und der Immobilienmarkt theoretisch beleuchtet, bevor anschließend eine empirische Analyse der erfassten Daten in verschiedene Immobiliensektoren (wie Wohn- und Gewerbeimmobilien) erfolgt.
Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Zwangsversteigerung, Immobilienmarkt, Verkehrswert, Erlösquote und regionale Analyse im mitteldeutschen Raum.
Die Untersuchung zeigt eine divergierende Entwicklung: Während ländlich geprägte Regionen und insbesondere Sachsen/Thüringen hohe Zuwächse an Terminen verzeichnen, sind in großen Teilen der alten Bundesländer eher rückläufige Tendenzen zu beobachten.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Zwangsversteigerungen oft in einem schwierigen sozialen Spannungsfeld stattfinden und für Schuldner häufig aus einer Verkettung von Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Insolvenz und Scheidung resultieren.
Der Autor stellt fest, dass die Erlösquoten im Verhältnis zum Verkehrswert oft niedrig sind, was häufig auf eine geringe Nachfrage und die Notwendigkeit von Zweitterminen hindeutet, wodurch die Gläubigerforderungen oft nur unzureichend gedeckt werden können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

